Dachausbau fragen zu schall-trittschall und wärmeschutz

28.01.2006



Hallo zusammen,
Ich hab schon in einigen beiträgen mir idehen für meinen Dachausbau geholtund nun steht noch die frage ins Haus ob das so klappt und geht wie ich mir das gedacht hab.
Das Haus ist von 1926-27 ehmals Postgebäude
Aufbau ist : 2 vollgeschosse, dan ein geschoss das teils schrägen hat und teils mit Dachgauben ausgebaut ist, darauf ist dann noch der Dachboden.
Haus wurde letztes jahr Wärme gedämmt mit 12 cm Styropr und das Dach wurde mit 16 cm Isover Integra ZKF 2-035 compfort gedämmt.

ZU den Fragen.
1. ist eine Baugenehmigung nötig ? ( Dachboden soll erst mal für Eissenbahn und bastelsachen herhalten aber später mal Kinderzimmer werden. gibs da ne vorschrift ab wieviel M² man da was beantragen muss) ( Haus steht im grossraum Stuttgart)

2. Möchte ich das Dach noch gegen Schall isolieren den in der nähe ist einen Bundesstrasse und der LKW Verkehr nimmt grade drasstisch zu, da ausweichstrecken gesperrt wurden ;O(.
Was für material kannich da verwenden und wenns zusätzlich noch was an Wärmeschutz bring wäre das toll. Ich würde auch nicht davor zurück schrecken die kommplette Damfspärre noch mal runterzunehmen.
Dachaufbau: Ziegel-Dachlatte-regenflies-16cm dämmung-dampfsperre. Verkleiden würd ich es dann mit 1-2 Rigipsplatten. Ein Bekannter von mir hat bei seinem Dachausbau Rigipsverbundplatten mit 3cm Styropor verbaut was bringen die?

3. Im unteren Dachbereich wurden durch die Dachdeckerfirma nur die Dampfsperre eingelgt kann ich da noch probleme bekommen oder übernimt die alte innen "dämmung" gipsdielen mit Stroh oder Schilf 5-8cm die regulierende funktion?
Dachaufbau: Ziegel-Dachlatte-regenflies-16cm dämmung-dampfsperre-gipsschilfdielen
(hät wohl ein paar tage frei nehmen müssen, da hat mein Dad doch nicht so den überblick gehabt wie ich dachte)

4. der Dachboden Boden ist nicht verfüllt hat aber einen Fehlboden Balken 18/11 oben nach unten Bodenbelag (wird neu frage5) balken oberkante bis fehlboden 10cm leer, 23mm Bretter), 5cm leer, dan kommen dachlatten 24mm und schilfgips decke.
Ich hab mir jetzt in bezug auf trittschal Dämmung volgendes vorgestellt (ohne viel gewicht einbringenzu können) zwichen gipsdecke und fehlboden G+H akustic EP3 mineralwolle, zwichen fehlboden und boden weis ich es noch nicht (Thermozell TZ400 /Isoself Dämmstoffkörnung /Primadämm ( hat mir ein kemmelbaustoffhandels mitarbeiter angeboten, habs noch ie gesehn) was würdet ihr empfehlen oder welche fehler sind in dem aufbau?

5. der alte Dielenboden will ich entfernen und dafür OSB-Platen einbauen so das es wieder ne statischescheibe gibt. Balken achsmass 70cm spannweite 5m mit unterhalb mittiger tragenderwand. Hab schon rumgeschaut welche Hersteller die niedrigsten schadstoffanteile in der Platte haben.

erster Aufbau war gedacht 15mm OSB mit den Balken verschrauben dann Ausgleichsmasse ( 3cm unebenheiten ) darauf noch mal eine OSB 15 mm mit der ander OSB verschraubt. Später wenn es mal Kinderzimmer werden noch Trockenestrich-Elemente drauflegen mit einer Holzweichfaser matte als schwimmenderbelag.

zweiter aufbau gleich eine 25mm OSB-platte auf die balken schrauben und ausgleichsmasse drauf und dann trocken estrichelemente mit holzweichfasermatte.

Was würdet ihr empfehlen , vom aufbau her ( derzeit ist der Trittschallschutz nicht so akkut, sollte aber in hinsicht auf die Kinderzimmer schon mit eingeplantwerden / vorbereitet.

in der wohnug unter mir sollte ich auch noch in einem bzw mehreren Zimmern den Boden tauschen würdet ihr mir da auch zu so einem aufbau raten.

6. bin grade am überlegn ob ich mir eine abgehängte Decke unters dachgeschoss in die eigentliche Wohnung mach zwegs Halogenstrahler, Trittschall und brandschutz. wie sollte ich die Decke aufbauen ? dachte so an Fermazellplatten.


So jetzt hab ich mal mein Kopfwirwar hier niedergeschriben ich hof auch noch in einer verständlichen vorm. bin für jede kritik und anregung dankbar denn ich will es nur einmal machenund das dann richtig und bestmöglich.
Entschuldigt für den langen text, hab mir gedacht lieber einen konkrette frage als viele einselne ohne zusammen halt.

Grüsse aus dem WildenSüden
Alex Feiler



Schallschutz im Dach mit Schilfplatten



Hallo nach Stuttgart,
ich möchte am heutigen Samstag abend keine umfassende Komplett-Fachberatung zu Ihren vielen Fragen machen.
Doch zum Dachschallschutz empfehlen sich 2 Methoden:
a) Schilfplatte Stärke 5cm auf Lattenrost fixieren und mit Lehmputz d=15-20mm (Alternativ Kalkputz) verputzen.
b)von unten eine Dicke (35-45mm) Massivholzschalung N+Feder drauf,dahinter ca 30mm Thermo-Hanfmatten.
Die unten sichtbare Holzschalung kann farblich mit Naturfarben schön gestaltet werden.
Der Gesamtaufbau muß noch auf Tauwasser geprüft werden(Dampfdiffusionsberechnung). Dann kan man zur Dampfbremse klare Aussagen treffen.
weitere Infos hierzu und zu vielen anderen Detailproblemen finden Sie unter www.texbis.de Dort gibts auch Selbstbauer-Seminare,wo Sie für 50,- Euro Teilnahmegebühr mich den ganzen Tag mit Ihren Fragen löchern dürfen. Nächster Seminartermin ist der 18.Februar
viel Erfolg wünscht: Klaus Schillberg, www.texbis.de





Guten Abend,

Zum Thema Schallschutz - Substanz alter einfacher Dielenboden habe ich in meinem wohl 170 Jahre alten Fachwerhaus im Allgäu folgende Erfahrungen gemacht:

a)alter Dielemboden in Küche - 1.Stock : zuerst alten Dielenboden rausgenommen, begradigt, wieder eingebaut.
Dann 1 cm Holzfasedämmplatte drauf, mit Druckluftnagler auf altem Dielenboden fixiert, dann Parket drauf verlegt,verlaimt, Außenparket mit stiftnägeln teilweise fixiert auf Dielenboden.

Ergebnis, Keinen Trittschall in der Küche im ersten Stock, im Erdgeschoß stark verminderter Trittschall, das heist, sehr geringer Trittschall, vorher war der alte Dielenboden zum Untergeschoß mit starken Trittschall.

Also ca. 90% weniger Trittschall, nicht 100%, womit ich und meine Mutter in unterer Wohnung sehr gut leben können.

b) Im Flur im ersten Stock alter Dielenboden, welcher beim Begehen sich stark bewegte, knirschte, starker Trittschall.
Auf den alten Dielenboden nagelte ich einfach einen 2. neuen Dielenboden,natürlich quer.

Ergebnis, nun bewegt sich der Flurboden im ersten Stock überhaubt nicht mehr, dadurch sehr stark verminderter Trittschall, da nun mit altem und neuen Dielenboden gut 5 cm massives Holzdicke des Bodens.

Ergo, ich werde im 2. Stock die alten Dielenböden verdoppeln, einen 2. Dielenboden draufnageln, finito.

Topp Schallverminderung.

Also meine Renovierungserfahrung im alten Haus ist, mit traditionellen Maßnahmen eine wesentliche Verbesserung bis zu 90% zu erzielen, aber keine 100% anzustreben. :-)))))))

Ok.

MfG. Manfred Teske, Allgäu :-)))