Badezimmeraussenwand aufbau

25.01.2012



Hallo zusammen , ich möchte in unserem Fachwerkhaus, was vom Vorbesitzer 90 aus einer Scheune zu einem Wohnhaus umgabaut wurde ( leider ziemlich schlecht) unser im OG liegendes Badezimmer neu ausbauen. Mir geht es um den Aufbau der Aussenwand. Von aussen nach innen ist sie wie folgt aufgebaut (es ist die Giebelwand) eine Bretterverschalung es folgt als Regenschutz eine wasserdichte Delta Plane und dann auch schon die Glaswolle . Der Vorbesitzer hatte das gesamte Bad mit Holzpanellen verkleidet ,ohne irgendwelche Folien. Durch viele Hohlräume kommt es in diesem Bereich auch zu Luftbewegungen, wozu der Ennergieeberater meinte das diese gut seinen da die entstehende Feuchtigkeit hierdurch abgetragen wird. Ich persöhnlich würde jetzt die Glaswolle lassen auf die alte Holzständerkonstruktion eine Dampfspeere aufbringen und dann eine OSB und dann die Rigipsplatte mit einem Lehmputz .Wie sieht es hier Bauphysikalisch aus ,ist das so OK ? Vielen Dank für eure Antworten.



Badezimmersanierung



Das durch Luftbewegungen Feuchtigkeit abgetragen wird , ist wohl bei der Salzgewinnung hilfreich oder beim Saunaaufguss.
;-)
Scheint mir genauer betrachtet werden zu müssen ,vor allem die vorhandene Substanz und Ausführung der damals erfolgten Sanierung .
Grundsätzlich ist der angedachte Aufbau denkbar , die Gipsplatte kann aber ersatzlos entfallen . GGfls anstelle der OSB- gleich eine Lehmbauplatte verwenden ?
Wir ist denn die giebelwand konstruktiv aufgebaut ( irgendwas außer Schalung,Folie und Glaswolle wird da hoffentlich sein ??
Auch ein kompletter Neuaufbau der Wandebenen kann sinnvoll sein - kein rumflicken am Pfusch von gestern ..
besten Gruß Jürgen Kube



Ein Energieberater ...



... der eine solche Auskunft gibt, sollte wegen Fahrlässigkeit belangt werden. Aus dieser Konvektion warmer/feuchter Raumluft -gerade auch extrem im Badezimmer- entstehen die gravierendsten Bauschäden durch Feuchteausfall in der Konstruktion.

Ich kann nicht so recht verstehen, wo sich die Dämmebene befindet: aussen auf dem Fachwerk oder/und innen (Holzständerkonstruktion als Vorsatzschale mit MinWolleDämmung?).

Min.Wolledämmung im Zusammenhang mit FAchwerk-Innendämmung ist nicht möglich und bauphysikalisch verkehrt. Hier können nur kapillaraktive, diffusionsoffene und hohlraumfreie (!!!) KOnstruktionen und Materialien verwendet werden.

Zudem muss der gesamte Wandaufbau Schlagregendicht und luftdicht, aber diffusionsoffen sein. In diesem Zusammenhang bleibt die "wasserdichte Delta-Plane" zu überprüfen. Wenn diese einen sd-Wert größer 0,02 hat (Dampfdiffusionswiderstand), verhindert sie eine Entweichen des Wasserdampfes aus der Wandkonstruktion. Nachschauen oder beim Hersteller recherchieren.

Durch die Fuge zwischen Fachwerbalken und Gefach wird sonst das Regenwasser eingetrieben, per Winddruck und kapillar.

Die Luftdichtigkeit erreichen Sie am besten durch einen kompletten Innenlehmputz ohne die Verwendung von Folien, Dampfbremsen oder -sperren.

Also alles rausnehmen und fachwerkgerecht aufbauen. Und auch kein Lehmputz auf Rigipsplatte. Die löst sich bei großer Feuchte auf und wird nur gestrichen oder tapeziert.