Leidiges Thema Dekenaufbau

21.03.2005


Hallo zusammen,

wir haben uns vor einiger Zeit ein Bauern Fachwerkhaus Bj. ca. 1650 gekauft und bauen fleissig daran rum.

Wir haengen momentan, so wie das fast jeder hier getan hat, an dem Problem Deckenaufbau.

Mich beschaeftigt dabei momentan die Schuettung. Loesungen gibt es im Internet viele welche alle super toll sind und die meisten das was der eine als Vorteil interpretiert als nachteil auslegt usw.

Wir haben den aktuellen Deckenaufbau (ca. 1-2 Jahre alt) entfernt und darunter war eigentlich nur eine Perlitschuettung auf Baupapier. Ueberlegt habe ich mir da folgendes:
Da ich nun Saeckeweise von dem Zeug habe, wollte ich ein gemisch aus Perlit und Lehm ( Verhaeltnis 1/1) anruehren und dies in die Zwischenraeume schuetten.


Dadurch sollte doch eigentlich eine ordentlich Schalldaemmung zu erreichen sein oder ? Waermedaemmung benoetigen wir dabei eigentlich keine, da es sich um eine Zwischendecke zwischen EG und DG handelt.

Als gesammtaufbau habe ich mir also ueberlegt:

1. Baupapier
2. Lehm Perlit gemisch
3. Bitumenschuettung um den Zwischenraum zwischen Lehm und Dielenboden zu fuellen (Trommeleffekt)

Als Belag wollten wir einen Dielenboden legen. Diesen wollten wir schwimmend auf die Balken aufbringen um die hoehe des raumes ca. 1,90m nicht noch weiter zu verringern.

Vorgestellt haben wir uns da:

1. Balken (wo soll er auch sonst hin)
2. Kokos Daemmstreifen (zur Trittschallabsorbierung)
3. Dielenboden.

Da habe ich das Problem dass die Rundbalken alle etwas krumm sind und daher teilweise zueinander nicht ganz in der "Blase liegen. Wenn ich da Lagerhoelzer draufschraube kippeln diese was warscheinlich nicht von Vorteil ist.


Das sind jetzt so einige punkte, bei denen ich jetzt keine ganzheitliche Loesung erwarte, sondern eher einige Gedankenanstoesse. Zu dem Raum sei zu sagen, dass er jetzt ohne Decke eine hoehe von nicht ganz 1,90 m hat und ich den Deckenaufbau aus diesem Grund so niedrig wie moeglich halten moechte.


Viellen dank schon mal fuer die Antworten.

Gruss
DaMax

p.s.: wenns etwas wirr klingt, tut's mir leid sitze auf der Arbeit.



Deckenaufbau



Das Lehm/Perlitegemisch ist dann ein Leichtlehm mit Schallschutz und Dämmeigenschaften.
Die Frage ist nur, ob Deine Decke das Mehrgewicht trägt.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





Den Lehm vor dem Verfüllen dann aber nicht nass machen... :-)

Warum habt Ihr denn den vorhandenen Aufbau entfernt? - Ich kann nur sagen, dass ein Holzfußboden einfach "laut" ist, man hört die Schritte von unten, ich glaub nicht, dass man da was machenkann. (Oder???)

Die Dielen sollten zumindest festgeschraubt werden, wenn ein sichtbares Nageln nicht erwünscht ist. Wir haben unsere auch in Position "gezwungen". DA sind sie zum Glück auch heute noch :-).

Aber warum BITUMEN *iiihgitt* da rein??? Man könnte auch Sand nehmen, wenns die Decke denn trägt...

Grüße Annette



Alter Deckenaufbau



Wir haben die "alte Fuellung entfernt, weil der Vorbesitzer "hat das Vorhaben abgebrochen" auf die Lattung welche eigentlich nur Dielenreste waren, einfach 100 x 200 Spanplatten draufgeschraubt hat und diese schon zwischen Nut und Feder geknarzt haben. Und wo wir schon mal dabei waren haben wir uns die Fuellung mal angeschaut und da war ein Hohlraub zwischen Spanplatten und Schuettung von ca 2-3 cm. Ausserdem war es nicht nur perlit sonder darunter lag noch (warscheinlich aus Kostengruenden 40er Daemmwolle, und dieser Aufbau hat unseren Anspruechen nicht genuegt.


Leichtlehm: Gut dass du's erwaehnst, ich wollte die Masse Tatsaechlich Nass da reinschuetten und in 2 cm Schritte nfuellen. Einige andere Decken bei uns sind noch original und da wurde aehnlich verfahren. Zischen den Balken waren Sparren, und diese sind mit Stroh und Lehm umwickelt. Ich denke das sind diese Lehmwickel von denen ich hier oefter gelesen habe. Hat warscheinlich sogar ein hoeheres Gewicht als Lehm mit Perlit.

Einen Aufbau wie man es im Internet sieht wiederstrebt mir aufgrund der Plastik Folie (Dampfsperre). Dieses haus steht jetzt schon ein wenig und sollte meiner Meinung nach nicht umbedingt mehr Plastik verpasst bekommen als umbedingt noetig.





aaach wass, Plastik braucht man da keins. Wir haben Tonkügelchen reingeschüttet (wie Seramis) :-) Ohne Plastik.
In der einen vorhandenen Decke ist Sand; in die Kellerdecke/Wohnzimmer haben wir Perlite genommen. Das ist aber bei Dielen nicht soooo unbedingt hilfreich, weil die Brösel da immer zwischen Nut und Feder schweben, wenn man nicht höllisch aufpasst bzw. mal tief ausatmet.

Grüße Annette



Keine Kokosdämmstreifen



Die Verbretterung sollte aus statischen Gründen direkt auf auf den Balken aufliegen. Auch ist von einer verdeckten Verschraubung Abstand zu nehmen. 2 Nägel (Schrauben)/ Brett und Auflager schaffen dann eine statische Scheibe, die dem Gebäude die nötige Steifigkeit verleit.





Warum denn keine verdeckte Verschraubung???
Au weia, haben wir da was falsch gemacht???
Aber wenn man z. B. Parkett legt, kann man das ja schlecht sichtbar nageln.

Bei einem Raum haben wir als Dämmstreifen Kork genommen. Aber richtig den Schall dämmen tut das nicht.

Grüße Annette



2 Schrauben oder Nägel



verdeckt geht eben nicht. Sie brauchen auch einen gewissen Abstand und eine gewisse Holzdicke um statisch wirken zu können.
Falsch gemacht? Vielleicht, läßt sich aus der Ferne natürlich nicht beantworten. Wenn man es aber neu macht, ist es sinnvoll es so zu machen, dass man diese sich diese Frage später nicht mehr stellen muss. Oder aber man ruft schon vorher einen Statiker an die Baustelle, der einem die Konstruktion absegnet.



Einen Statiker fürs Parkett??



???

Grüße Annette

PS: Bei uns hab ich wirklich nur noch Vertrauen in unseren Zimmermann, alle anderen, von der Architektin angefangen bis hin zu denen, die sie angeschleppt hat... *ohne Worte*



nicht für's Parkett



sondern für's Gebäude.
Ich hoffe, dass jeder gute Zimmermann weiß, wann die Holzbauteile eine statische Funktion erfüllen und der Statiker hinzugezogen werden muss.