Aufbau Innenwände

22.02.2017 Nick92



Hallo zusammen,wir haben jetzt schon einiges an unserem Haus gemacht. Bis jetzt vor allem außen. Das heißt Putz ab, das OG mit Fachwerk außen mit Holzfaserdämmung gedämmt und mit Kriecher-Decker aus sibirischer Lärche verkleidet. Sodass wir aktuell eine Wand von etwa 32-34 cm haben.

An die Innenseite der Außenwände soll jetzt eine Ständerkonstruktion angebracht werden und darauf OSB und eine Lage Gipskartonplatten. Dieser Aufbau ist aktuell so gut wie fix.

Bei den Innenwänden zwischen Räumen bin ich mir momentan nicht so schlüssig. Aktuell ist der Putz ab und es steht noch das Fachwerk mit Lehmgefache. Da die Wände recht schief sind und schon öfters Türen verschoben wurden, möchte ich da gern eine Wand vorstellen.

Aktueller Plan ist Unterkonstruktion mit Dämmung für die Akustik (Holzfasern bzw Hanf) und eine Lage Gipskartonplatten drüber.

Gibt es da ähnliche Wandaufbauten für ähnlichen finanziellen Rahmen?

Komplett neu Verputzen wolteich nicht, da man so ja auch wider viel Feuchtigkeit einbringt und bei einer Vorwand kann man Installationen gleich schön mit einbringen.

Bin über jede Meinung oder eigene Erfahrung dankbar.



Wandaufbauten



OSB und Gipskarton an der Innenseite der Außenwände finde ich nicht so gut. Wie sieht dies Wand jetzt aus.
Ich hatte auch schon eine Fachwerkinnenwand mit Trockenbau bekleidet, Raster nach Herstellervorgaben. Einlagig beplankt hat nicht gereicht, ist ständig gerissen. Dann mit doppelter Beplankung gehts jetzt. Würde ich aber nie wieder machen, entstellt das gesamte OG.



Innenputz



Wenn die Wand außen gedämmt ist dann genügt ein normaler Innenputz. Der entspricht auch mehr dem Charakter des Hauses. Versuchen Sie deshalb nicht alles möglichst glatt und eben hinzukriegen um so den Charme einer 60-iger Jahre Sozialwohnung nachzuempfinden. Einem alten Haus kann man ruhig auch mal ein paar krumme Wände ansehen.
Es lohnt sich in diesem Zusammenhang über eine Wandheizung nachzudenken.





Danke zunächst für die Meinungen. Klar ist eine glatte Vorbauwand auf einer Seite ein Segen aber natürlich beeinträchtigt es den Charme eines alten Hauses schon ein wenig. Alles zu verputzen ist halt schon sehr aufwändig, neues Rabitzgitter drauf dann teilweise 5-6cm Putz um nur halbwegs gerade zu kommen und dann noch irgendwie die Installation mit verbauen. Das geht mit Trockenbau leichter und einfacher und ich könnte da mehr selbst machen. Wahrscheinlich ist diese Lösung auch finanziell erträglicher?!

OSB und Gipskarton sollte doch in der Regel nicht reißen, oder?



Innenputz



Ein Innenputz ist üblicherweise 10 mm dick.
Nix Rabitzdraht
Nix 4-5 Zentimeter.
Dan ist es eben krumm, na und?
Das ist ein Altbau!
Dann sollten Sie eines bedenken:
Sie haben jetzt schon eine ca. 35 cm dicke Außenwand. Noch mal 5-10 cm Trockenbau- Vorsatzschale verwandelt Ihre ohnehin nicht großen Fenster in Schießscharten eines Atlantikwall- Bunkers, was den Lichteinfall betrifft.
Wenn Sie innen nicht putzen wollen- da ist schon ein Innenputz dran, oder nicht?
Wie sieht der jetzt aktuell aus?





Also aktuell ist innen alles bis auf das Fachwerk bzw die Lehmgefache frei. Die Fenster sind mit 1,40x0,90m zum Glück recht groß.



Innenputz



Das verstehe wer will.
Warum der Putz runter musste frage ich erst gar nicht.
Bei dieser Konstellation wäre eine Innendämmung mit optionaler Wandheizung die bessere Variante gewesen, aber lassen wir das.
Ein neuer und damit winddichter Innenputz ist jetzt zwingend notwendig.





Der Putz kam runter weil dieser auf x Schichten Tapete und allgemein in einem sehr schlechten Zustand war.

Gibt es noch Vorschläge für die Umsetzung an den Innenwänden zwischen den Räumen?



Eine Frage



warum haben sie ein Fachwerkhaus, wenn sie daraus eine Neubauwohnung machen wollen. Ich schließe mich Herrn Böttcher an. Eine vorherige Beratung wäre besser gewesen. Aber das ist Schnee von gestern. Aktionismus zeugt von einer gewissen Überheblichkeit gegenüber dem Metier und wird oft mit viel Lehrgeld bezahlt. Was die Innenwände betrifft, sehe ich es genauso. Die Dämmung ist kein guter Schallschutz, Masse macht es. Also Putz an die Wand. Sie wollen keine Feuchtigkeit rein bringen gut, aber sie opfern dafür ein gesundes Raumklima.



Innenputz



Der Innenputz kam runter "weil dieser auf x Schichten Tapete"war? Ja wo drauf klebte denn die Tapete?
Doch auf einer verputzten Wand oder?
Falls es- was logischer ist- umgekehrt war dann reicht in der Regel ein gründliches Nachspachteln des Putzes aus.
Ein Abschlagen lockert erfahrungsgemäß immer die Gefachausmauerung. Schon allein deshalb ist ein neuer Innenputz erforderlich.





Die Tapete war, wie damals üblich, auf eine dünne Lehmschicht ca. 0.5-1 cm geklebt, welche über die Gefache und die Balken geht und natürlich ging diese lawede Schicht mit ab.

Ich habe auch nicht vor aus einem alten Haus einen Neubau zu machen, meine Frage ging lediglich zu Alternativen zum Putzen der Innenwände. Darauf habe ich noch keine Meinung etc. bekommen. Ich weiß auch nicht wieso eine Innendämmung der Außenwände bei einem Fachwerkhaus sinnvoller sein sollte als von außen, was an für sich günstiger zwecks Dämmwirkung und Feuchtigkeit ist. Das Haus hatte noch nie ein Sichtfachwerk,dafür ist dies auch nicht ausgelegt und es soll auch keines bekommen.

Sicher muss man auf bautechnische Besonderheiten bei Fachwerk achten, jedoch darf man auch nicht vergessen, dass diese Häuser nur aus dem Grund so gebaut sind, weil damals dies die günstigste Lösung zur statischen Umsetzbarkeit der Gebäude war.

Hat noch jemand hilfreiche Meinungen zu meiner Frage?



Wandaufbau



Wie stark ist denn die Außendämmung aus Holzfaser und wie ist die Wand aufgebaut? fotos von den Innenseiten der Außenwände wären auch hilfreich. Und wie gesagt, in einem Zimmer habe ich auch Trockenbau vorgesetzt (Innenwand), aber eben doppelt beplankt. Ist aber allerdings eben nichts für ästhetische Menschen, die ein Fachwerkhaus kaufen, weil es ein Fachwerkhaus ist. Übrigens waren alle Meinungen die Sie bis jetzt bekommen haben hilfreich, sie haben Ihnen nur nicht gefallen.



Was meinen sie genau?



Innenwände = Trennwände?
Oder meinen sie die Innenseiten der Außenwände.

Ich würde hier ganz einfach und konventionell die freiliegenden Balken mit Heraklithstreifen belegen, dann einen Ausgleichsputz mit Lehmuniversalputz auftragen und halbwegs planeben abziehen und ein großmaschiges Glasfasergewebe vollflächig einbetten.
Durchtrocknen lassen und abschließend mit einem Lehmfeinputz die Oberflächen fertiggestalten und mit Lehmfarben streichen.