U-Wert Vergleich Wärmedämmung Selbstverusch...




Hallo Zusammen,

ich bin derzeit dabei, mein 19010 gebautes Gründerzeithaus zu sanieren. Auf der suche nach geeigneten Baustoffen, ist es nun so, das sich die Fachwelt streitet aber keiner kann wirklich sagen wer nun Recht oder unrecht hat.

Da die Fachleute also weiter streiten, möchte ich nunmit nem kleinen Eigenversuch ausprobieren was dämmt nun und was nicht.

Den Versuchsaufbau, habe ich mir wie folgt vorgestellt. Ich baue 3 kleine Probehäuser mit den inneren Abmessungen 400x400x400 (Also eher Würfel)

Das eine Haus soll aus Ziegeln gebaut werden das andere aus Holz und das dritte aus Weichholzfaserplatten gegebenenfalls ein viertes aus Miwo.

In alle 4 Häuser kommt ein Holz Grundgerüst als Ständerwerk für die Miwo /Holzschalung/und WHF auch ins Steinhaus um die Ergebnisse nicht zu verfälschen

Als Heizmedium werde ich zum einem, 4 identische Heizlüfter verwenden um eine Konvektionsheizung zu simulieren. Zum andern würde ich 4 Rotlichtlampen oder einfache Glühbirnen verwenden wollen um Strahlungswärme zu erzeugen. Alle 4 Häuser würde ich nebeneinanderstellen und den jeweiligen Heizverbrauch über eine Woche messen danach die jeweiligen Heizgeräte tauschen und eine erneute Messung machen um auszuschließen, das sich die Messung durch Abweichungen der Thermostate verfälscht.

Der Knackpunkt ist noch die Bauweise der Häuser. Ich würde mich jetzt auf den U-Wert beziehen und alle 4 Häuser mit dem gleichen U-Wert bauen. Laut Dämmexperten, kommt es ja nur darauf an.

Also ergibt sich für die WHFP eine Wanddicke von 2cm für einen U wert von 1,63 W/m²K für Holz 5,5cm 1,69 W/m²K beim Vollziegel entsteht das Problem, dass um einen U-Wert von 1,65 zu erreichen eine Wanddicke von 42cm Notwendig ist
Daher würde ich zuerst eine einfache Ziegelwand erstellen die Messungen durchführen und dann ggf falls die Messung vernichtend für das Mauerwerk ist, nachbessern.

Was haltet Ihr nun von dieser Idee? Mir geht es darum, für mich selber herauszufinden wie sinnvoll die Berechnung anhand von U werten ist. Und mit was ich meinen Dachausbau eher dämmen sollte, Weichholzfaser oder Massiv mit Holz.

Hat jemand einen solchen Versuch schon gemacht? Haltet Ihr den Versuch komplett für unsinnig oder sollte ich was am Versuchsaufbau ändern?

Grüße Chris



Herzlichen Glückwunsch



zum Gewinn eines Lotto Jackpots
oder zur beerbung eines Verwandten!

Andererseits wird das Haus das Sie umbauen erst in ein paar Jahren gebaut - warum dann die Eile mit den Versuchen?

Sie wollen wissenschaftlich Versuchen, was die Erfahrung schon längst in Bezug auf die Baugeschichte doch bewiesen hat.

Es gibt eigentlich kein gedämmtes Haus in der Geschichte der Architektur.
Oder - zeigen Sie mir eines.
Bitte nicht anfangen mit 5, 10 oder 20 Jahre Haltbarkeit.

Ergänzen Sie den Putz, stellen einen Grundofen rein und oder eine Strahlungsheizung, sanieren Sie die (hoffentlich noch erhaltenen) Fenster und wohnen Sie darin.

Das hiermit gesparte Geld teilen wir uns - danke!

Bevor Sie erfrieren stricke ich Ihnen einen Pullover! mit auf den Rücken gebundenen Armen!

FK



So, so --



-- der Florian Kurz kann Stricken ! ? - Jede Wette : Moni
Milling kann das viel besser ! - Aber die Idee mit dem
Forschungsdrang- Beruhigungspullover ist echt genial !
-
Werde meiner Frau eine Strickmaschine - oder besser gleich
einen Strickautomaten kaufen. Derartige Kleidungsstücke
stellen ganz sicher eine Marktlücke dar !
- Oma sagte immer : " Manch einer verbrennt eine große Kerze, nur um einen Pfennig zu suchen "
-





eine Woche ist recht kurz (zu einheitliche
Temperatur und Strahlungsverhaeltnisse)
Verschiedene Heizungen parallel testen,
d.h. ein oder zwei Haustypen mehrfach



Dämmwert



Sehr löblich, Ihr Ansinnen,
aber leider werden Sie mit dieser Art Versuchsaufbau scheitern.
So etwas labor- und messtechnisch nachzustellen, was während einer Heizperiode in einem Haus passiert ist praktisch unmöglich und unsinnig.
Um den U- Wert zu ermitteln (und mehr könnten Sie mit Ihrer Methode nicht erfahren) gibt es bereits genormte Verfahren.
Dafür ist Ihr Versuchsaufbau nur geeignet, wenn Sie störende und verfälschende Randbedingungen ausgrenzen. Davon gibt es eine Menge, angefangen von Transmissionswärme- bis zu Strahlungswärmeverlusten, die in der Paxis so nicht bzw. anders auftreten.
Mein Vorschlag:
Sparen Sie sich das Geld und die Mühe.
Die Wahl der "richtigen" Dämmung (wenn es denn sowas überhaupt gibt) hängt immer von den gesamten Randbedingungen, angefangen von der Nutzungsspezifik über das zur Dämmung bzw. Wandaufbau passende Heizungssystem sowie vielen anderen Faktoren ab.
Es gibt hier keine alleinseligmachenden und einfachen Wahrheiten, nur ein paar Allgemeinplätze.
Von der Mühe, die Sanierung Ihres Hauses als ganzheitliche Optimierungsaufgabe einander widerstrebender Eigenschaften und Anforderungen zu lösen, werden Sie damit nicht befreit.

Viele Grüße



:-) hätte keine anderen Antworten erwartet



Hallo zusammen,

danke für die Antworten.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht die Abläufe während einer Heizperiode aufdecken sondern nur testen wie sinnvoll die U Wert Betrachtung ist.
Ich gebe ehrlich zu ich zweifel daran, dass die 2cm Weichholzfaser auch nur ansatzweise so sparsam sind wie das Holz oder gar das Steinhaus.
Wenn mir das ein Dämmstoffexperte, der mir zu einer Faserdämmung rät bitte noch schnell erklären kann, spare ich mir den Aufbau vll

ich vermute am sparsamsten Stein dann holz dann Faserstoff



Theorie und Praxis



Sie schreiben:

"ich vermute am sparsamsten Stein dann Holz dann Faserstoff"

Real schon - rechnerisch nicht!

FK



Moin Chris,



ich würde an deiner Stelle mal abwarten, was unsere liebe Regierung demnächst für Dämm-Unfug beschliesst und dann gucken, wie du dich da am besten raushälst:-).

Ansonsten kann ich dir nur raten mal einen Besitzer eines Hauses aufzusuchen, dass dem deinen vom Aufbau her ähnelt und der bereits gedämmt hat.

Die grösste Einsparung in unseren 2 DHH hat mir die Erneuerung der Gasheizung (1 Brennwerttherme statt 3 Etagenthermen) gebracht, dazu noch ein wassergeführter Kaminofen + Solar + Pufferspeicher. Die Mini-BHKW werden auch allmälig interessant, ebenso die Contracting-Modelle z.B. von Lichtblick. Dabei bleibt die Gebäudesubstanz erstmal erhalten.

Fenster, Fassade, Dach würde ich erst machen, wenn sie sowieso fällig sind.

Mit deinem Versuchsaufbau bewegst du dich im Zweifelsfall genauso dicht an der Wirklichkeit, wie die Dämmstoffindustrie mit ihrem schöngerechne...;-)

Lass dir Zeit herauszufinden, was zu deinem Haus am besten passt.

Gruss, Boris



Hallo Chris,



was Du vorhast ist ein Laborversuch.
Praktisch kommt es auch auf die Beschichtung / Putz und Farbe an. Aussen hat der Putz die Funktion das Mauerwerk zu schuetzen und trocken zu halten. Innen geht es um die Regulierung der Raumluft und die Verhinderungs von Kondensfeuchteproblemen. Sprich der vermeintlich beste Daemmstoff funktioniert nicht wenn der Putz nicht darauf abgestimmt ist.
Gruss Norbert Hoepfer