Informatinen zu richtigen Bodenaufbau

07.10.2012



Hallo,
wir sanieren eine alte Scheune im Obergeschoss. Hier soll ein ca 50qm grosser Wohn-Essbereich entstehen. Eine hälfte des Raumes ist unten offen (ähnlich einem Stelzenhaus).Hier soll der Wohnbereich entstehen.
DerRaum ist etwa 10m lang und 5m breit. Die Querbalken haben 140x160mm sind seitlich und mittig gelagert. Balkenabstand ist etwa 80cm.
von unten hab ich mit Spanplatten verkleidet, zwischen den Balken will ich eine Dämmung einbringen und darauf die Dampfbremse. dann eine Ausgleichslattung und darauf OSB 25mm.
Und jetzt ??? Ich schwanke zwischen Fliesen und Dielen. Benötige ich bei Dielen auch eine Unterschicht aus Trockenestrichelementen ???
Wir hatte ursprünglich geplant alles zu fliesen- ich suche allerdings nach bezahlbaren Alternativen. der Boden wird sehr stark beansprucht und sollte auch kein Problem mit Wasser haben. Wir haben uns bei den Fliesen auf 25€/m2 geeinigt was wir bezahlen können und wollen. Dazu käme noch der Trockenestrich und Kleben mit Fugenmasse.
Weiss jemand Rat und hat evtl Verbesserungsvorschläge.

VG



Scheunenumnutzung



Hallo Jarro,
das klingt alles ziemlich verwurstelt und eher nach dem Zufallsprinzip zusammengebastelt.
Eigentlich müsste sowas schon in der Genehmigungsplanung stehen, denn dieses Bauvorhaben ist definitiv genehmigungspflichtig.
Der Aufbau selber richtet sich zuerst nach der Nutzungsart des Raumes unter und dann auf der Ebene, weiterhin nach dem Zustand der Balkenlage, der gewünschten Beheizungsart und den vorhandenen Höhen.
Fliesen auf Holzbalken halte ich für eine suboptimale Kombination, beides läßt sich nur mit ein paar Tricks zusammenführen. Ihr Fußboden fällt da nicht darunter.
Wenn Sie also einen machbaren Aufbau hören wollen dann sollten sie mit weiteren Informationen rüberkommen.

Viele Grüße





Der Raum wird als Wohnzimmer genutzt. Raumhöhe 5m. Heizung und Ofen. Balkenzustand i.O. alles ist genehmigt.



Decke



Also was ist nun UNTERHALB und was OBERHALB der Decke? Der gleiche Raum (Wohnzimmer), also eine Empore?
Wenn es genehmigt ist, schauen sie in die Genehmigungsplanung oder besser in die Statik, da steht der Deckenaufbau drin.
Was ist nun die Heizungsform (die außer dem Ofen)?
Wieviel Aufbauhöhe steht denn nun ab Oberkante Balken zur Verfügung?
Mann, lassen Sie sich doch nicht alles einzeln aus der Nase ziehen, ich bin doch kein Hellseher!





Also der Raum wir das wohnzimmer und wir sprechen vom Fußboden. Unten drunter ist die Außenwelt. Man kann drunter durchlaufen. Wie bei einem Schützenhaus. Es ist alles offen darunter.geheizt wird mit Ofen und. Heizung. Keine fussbodenheizung. In der Statik steht nicht was für ein Bodenbelag geplant ist. Das hatte ich übrigens alles schon geschrieben.



Fußbodenaufbau



Schön, also unten ist außen.
Das bedeutet das Sie sich an die Planungsvorgaben bzw. die Baugenehmigung halten sollten und nicht selber was zusammenbasteln.
Die Decke ist begrenzendes Bauteil zum Außenbereich, das heißt sie muß die Kriterien des:
Brandschutzes,
Schallschutzes,
Wärmeschutzes und der
Gebrauchstauglichkeit
erfüllen.
Nehmen sie das nicht auf die leichte Schulter, bei Brandschutz ist nicht zu spaßen.
Der generelle Aufbau könnte z.B. dann so aussehen (von unten nach oben):
- rauchdichte Feuerschutzbeplankung an metallener Tragkonstruktion für den erforderlichen Feuerwiderstand,
- Wärmedämmung (Mineralwolle)nach den kriterien der ENEV,
- Deckenbalken, dazwischen Dämmschüttung auf Einschub, z.B. Leichtlehm oder gebundenes Liapor für Schall- und Wärmeschutz sowie zur Schwingungsdämpfung,
- als Rieselschutz und 2. Rauchdichtung Lehmverstrich auf dem Einschub,
- 2x ca. 15 mm OSB miteinander verklebt und verschraubt zur Lastverteilung, Erweiterung der Druckzone, Scheibenwirkung und Dampfsperre, Fugen versetzt,
- Wellpappe und ev. Fesco als Zwischenlage,
- Gußasphaltestrich,
- Belag (Fliesen, Laminat, Teppichboden...).
Alternative zu Gußaspalt:
Auf die OSB- Lage Ausgleichsschüttung, Trockenestrich, Belag. Statt Trockenestrich gehen auch Weichholzfaserplatten mit eingelegter Traglattung und Dielung.
Im Bad wäre das Abdichtung, Entkopplungsmatte, Fliesen.
Wie das bei Ihnen genau aussieht finden Sie in Ihren Planungsunterlagen.

So ein Aufbau ist nichts für Laien und Heimwerker!
Außerdem gibt es noch eine ganze Reihe Details zu lösen wie der erste und zweite Rettungsweg, brandsichere, schall- und wärmegedämmte Installationsschächte vom Bad nach unten...

Viele Grüße