Aufbau einer Aufstockung

06.06.2014



Hallo,

ich hätte da eine Frage an die Profis :)

Ich interessiere mich für ein Haus, von außen sieht es ganz "normal" verputzt aus. Bei einer Besichtigung habe ich jetzt allerdings eine Baubeschreibung/Grundriss mitgekriegt. Hieraus ist ersichtlich, daß das Haus mal um eine Etage aufgestockt wurde. Hierbei wurde (vielleicht aus Gewichtsersparnisgründen, weil die Mauern so dünn sind?) wohl mit Fachwerk aufgestockt. Der Text lautet "Umfassungswände: Holzfachwerk ausgemauert mit Heraklithplatten verkleidet und verputzt". Was ist darunter zu verstehen ? Das ursprüngliche Baujahr ist nicht bekannt, ich schätze aber mal so 1900 (Es hat auch noch Gewölbe und früher gab's eine Sickergrube für's Klo).

Jetzt verstehe ich den genauen Aufbau nicht und würde gerne wissen, was hier speziell zu beachten ist :)
Habe schon gelesen, daß hier wohl eine Dämmung eher schwierig wird...



Bausubstanz vor dem Kauf erkennen



Diese Fragen erreichen immer wieder mal das Forum. Dabei ist die spezielle Sachfrage gar nicht so entscheidend. Denn selbst eine befriedigende Antwort wird nur eine geringe Hilfe geben.

Für den Kauf eines alten Hauses braucht der Käufer einen nachweislich sachkundigen, neutralen Berater, der eine komplette Bestandsaufnahme macht. Nur vor Ort kann umfassend erkannt werden, was es mit dem Haus auf sich hat.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich zu dieser professionellen Hilfe durchringen kannst.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Frage



Hallo,

ich würde ja nur gerne wissen, was unter dem Text in der Baubeschreibung zu verstehen ist, also wie genau der Aufbau genau ausschaut. Dafür braucht man denke ich ja noch nicht unbedingt einen Fachmann...



Hauskauf



Dafür nicht, aber für den Rest. Das betrifft vor allem die Fragen die Sie gar nicht stellen werden (und können) da Ihnen die Problematik dahinter nicht bewußt ist.



Wand..



wurde offensichtlich als Fachwerkwand konstruiert -
üblicherweise Schwelle / Ständer / Riegel / Rähm -
die entstandenen Felder wurden ausgemauert , dann eine zementgebundene Holzwolleplatte ( "Heraklith") auf die Wand aufgebracht und diese verputzt .
Ist jetzt aber Ferninterpretation -
ansonsten wie vor geschrieben : Anamnese - Diagnose - Therapie
;-)



Danke



OK danke Herr Kube, dann weiß ich schom mal mehr :)

Und gibt es an dieser Bauweise etwas "auszusetzen", oder ist das einigermaßen bedenkenlos ? (natürlich ganz allgemein gesehen, OHNE eventuelle Eventualitäten, die nur ein Fachmann erkennen kann)

Und ist dieser Aufbau auch einigermaßen tragfähig, um Schränke an die Wand zu dübeln, oder bricht das dann nach innen rein ?



"Sauerkrautplatte"..



wie das Material im Volksmund wegen seiner optischen Erscheinung geschimpft wird , ist ein zumindest gebrauchsübliches Material , das wenn es fachgerecht angebracht und verputzt ist durchaus funktioniert .

Man darf aber davon ausgehen , daß dies nicht der Ursprungszustand war .
Gruß



Ursprungszustand



Hallo,

nee wie gesagt, vorher war ja noch garnicht aufgestockt worden. Das Geschoss kam ja erst in den 60ern drauf...