Bodensanierung in nichtunterkellerten Erdgeschoß

16.10.2005



Hilfe,
wir besitzen ein altes Haus (ca.1860), EG besteht aus Bruchsteinmauerwerk und das OG aus Fachwerk, das ganze Haus ist allerdings verputzt.
Bei der Sanierung des Erdgeschosses (wir haben Probleme mit feuchten Wänden) haben wir jetzt festgestellt, daß der Boden auch etwas gelitten hat. Die Dielen, die die ganze Zeit unter einem luftdicht abgeschlossenen Aufbau von Kleber, Spanplatten, Filz und Teppichboden versteckt waren, sind zum Teil vermodert und gebrochen. Wir müsssen einen neuen Boden einziehen.Platz, um den Boden auszukoffern und eine kapillarbrechende Schicht einzubringen, ist vorhanden. Am liebsten hätten wir dann wieder Balken und Dielen, wir wissen nur nicht so genau wohin mit der Wärmedämmung und den Folien? Kann uns jemand weiterhelfen, wir sind für jeden Tipp dankbar!!!



Kleiner Tip



Hallo Andreas,
erste Anregungen und Hilfestellung findest Du in dem Buch " Fachwerkhäuser - restaurieren-sanieren-modernisieren" von Wolfgang Lenze. Erhältlich auch über Fachwerk.de

Mit freundlichem Gruß aus Dresden

Thomas





hej ,mann.
du hast kein problem. wenn du platz hast, dann koffer den ganzen kram aus. isolier ihn von unten und fang von unten an. genug hinweise der verschiedensten art findest du im forum-. wenn ein wenig überfordert, dann versuch folgendes.
auskoffern; bissel Schotter (10-15cm) als kappillarbrechende schicht, darauf vlies als den darauffolgenden sandfänger. Selbiger in einer höhe von 1-3 cm. danach konventioneller beton/dämmung/estrich aufbau. bißchen plastikfolie vorm Beton schadet auch nicht!
bei deinem streufundament pass nur auf deinen wandanschluss auf. besser ist es hier erst einmal Abstand zu lassen. Hier entstehen dann verschiedene andere möglichkeiten, aber dazu mehr bei interesse.



Ein neues Problem



Hallo,
erstmal vielen Dank für die bisherigen Anregungen. Bei unseren "Ausgrabungen" sind wir jetzt auf eine nachträglich eingebrachte feste Betonbodenplatte gestossen. Für unseren neuen Fussbodenaufbau stehen uns somit ca. 13-14cm zur Verfügung. Wir sind uns unsicher, wie der Fußbodenaufbau auf einem leicht feuchten Betonboden (70% Luftfeuchte) auszusehen hat (Unterlüftung, Dämmung, Folien)??? Wir sind uns nur in Einem sicher, wir hätten gerne einen Holzdielenboden. Wir sind für jeden Ratschlag dankbar...



dielenboden



Schön. den ersten Schritt mit dem Abriss des faulen Krams habt ihr jetzt hinter euch. Nun braucht ihr noch mal eben den Mut, auf einer Fläche von ca 20 x 20 cm den Betonboden aufzustemmen/pickeln (am besten-einfachsten in einer Ecke). Meine Vermutung ist, das er nicht stärker als 3 cm ist.!
Nun habt ihr zwei Möglichkeiten.
1. Macht das Loch wieder zu. Legt dicke Folie aus. Eichen- oder Lärchenlagerhölzer (z.b. 6 x 10 cm) , unterseits mit Kokosstreifen versehen (Holzleim oder Dachpappnägel) schwimmend darauf verlegen. Folie an den Seiten hochziehen und evtl. festtackern. Zwischenräume mit Perlite, Zellulose, Hanf oder Flachs auffüllen. Dielenboden mit Nut und Feder drauf (Bei Bedarf vorher mit OSB oder anderen schadstoffarmen Platten Unebenheiten ausgleichen bzw. noch mehr billige Dämmwirkung erzielen). Nun aber das wichtige. Wenn die Betonplatte wirklich so feucht ist, dann gebt ihr eine Möglichkeit dieselbige loszuwerden, bevor es sonstwo zu schmoddern anfängt. Mein Vorschlag: Laßt an einer Außenwandseite einen Streifen von ca 10 cm außerhalb des mit Plastikfolie eingepackten Holzbodens und füllt diesen mit Kies (ohne Sandanteile). hier kann die überschüssige Feuchtigkeit durch regelmäßige Lüftung unschädlich abgeführt werden.
2. Ihr holt den alten Beton raus. Dämmt richtig. Hinweise Forum beachten. Aufbau dann wie beschrieben, allerdings ohne Schutzstreifen.