Fußbodenaufbau für Dielen und Fliesen - aber wie?

24.11.2011



Auf dem bestehenden Boden (Altbausanierung) soll ein neuer Fußboden aufgebaut und eine Dämmung eingebracht werden. Teils Fliesen, teils Dielen.

Bestehender Boden:
Beton, Folie, Magerbeton, 2 cm Dämmmatten, 5 cm Estrich.

Geplanter Aufbau für den Fliesenbereich (60m²): 4 cm Styrodur, 7 cm Estrich (wegen Ver- und Entsorgungsleitungen, evtl. Fußbodenhzg.), Fliesen. Aufbauhöhe demnach ca. 12cm, der auch im Dielenbereich erreicht werden muss.

Geplanter Aufbau Dielen (100m²): Folie, Trittschlall, Lattung, dazwischen Isofloc, OSB oder Spanplatten, Dielen (leider nur 15mm dick daher OSB/Span).

Mal abgesehen, dass mir der hohe Aufbau Probleme mit Fenster und Aussentüren bereitet, ist dass sehr viel Holz und Aufwand.

Daher folgende Überlegung:
im Fliesenbereich den alten Estrich und die Dämmung rauszuhauen, Styrodur rein, Estrich und Fliesen rauf.
Ergibt für den Dielenbereich (alter Estrich verbleibt) eine Aufbauhöhe von 55mm.

Für Isofloc ist das vermutlich zu wenig. Was also für einen Dämmstoff (Styrodur möchte ich möglichst vermeiden) und Unterkonstruktion für die Dielen?

Bin auf Pavatherm-Profil (www.pavatex.de)
aufmerksam gemacht worden. Das ist nicht gerade günstig, doch wenn ich mir damit die o.g. Unterkonstruktion erspare, wird es unterm Strich evtl. gar nicht viel teuerer. Sind diese tragfähig genug und kann ich 15mm dünne Dielen direkt darauf verlegen? Die Fugenlatte erscheint mir recht schmal zum Verschrauben.

Gruß Ute



Fußbodenaufbau



Hallo Ute,
über ca.15 cm Aufbau auf einem bestehenden Fußboden sollten sie noch mal nachdenken. Ich kenne zwar die konkreten geometrischen Verhältnisse nicht, aber Türsturzhöhen, lichte Höhe und Brüstungshöhen können da knapp werden.
Der vorhandene Estrich sollte Bezugshöhe Rohfußboden bleiben.
Das heißt statt da weiter Schicht auf Schicht zu häufen ist der Rückbau bis auf die Bodenplatte bzw. den Schutzestrich wohl die beste, aber auch teuerste Methode.
Die billigste wäre mit der verminderten Dämmung im Fußboden zu leben.
Ansonsten schlage ich Ihnen folgende Varianten vor:
Im Bad könnten Sie die jetzt geplante Aufbauhöhe minimieren. Das geht mit einer (optionalen)Styrodurdämmung, dämmenden Estrichelementen (z.B. Wedi, Aquapaneel...), einer Entkopplungsmatte und Fliesenbelag.
Eine weitere Variante wäre Gußasphaltestrich, der mit einer Höhe von 25- 35 mm verbaut werden kann.
Kanäle für Versorgungsleitungen werden entweder in den Altbestand eingefräst/gestemmt und/oder in der Dämmung ausgeklinkt. Sie gehören nicht in den Estrich.
Eine besonders effektive, aber auch teure Variante wären VIP (Vakuumpaneele) als Dämmung. Die Dämmleistung ist etwa um den Faktor 100 höher als bei herkömmlichen Dämmstoffen. Die Elemente müssen allerdings auf Maß gefertigt werden und kosten weit über 100,- €/m². Sie lassen sich gut mit Gußasphalt kombinieren.
Für den Bereich mit Dielung schlage ich ihnen Weichholzfaserplatten mit Stufenfalz und integrierter Traglattung vor.

Viele Grüße



Für die dünnen Dielen...



sind mir Holzweichfaserplatten mit einer Rohdichte um 0,16 zu weich.

Ich würde eine Rohdichte von 0,25 wählen, das bringt z.B. die DOSER DHD N, in verschiedenen Stärken erhältlich. Lagerhölzer liegen dann zwischen den Platten, z.B. 58x38mm.

Grundsätzlich hat die flächige Auflage viele Vorteile.

Grüße

Thomas