Geschossdecke Aufbau - Dämmung ?

23.06.2011



An unseren Sandsteinhaus von Bauj. 1909 wollen wir die oberste Geschossdecke dämmen um eventuell Energie einzusparen.

Im Zuge einer Renovierung im Jahre 1964 wurde die komplette Geschossdecke und das Satteldach erneuert.
Der Speicher wird nicht bewohnt.

Es handelt sich um eine mit Holzbalkendecke mit Sparren der Größe 16/8cm.

Der Aufbau ist wie folgt von unten nach oben:
- Verputz 2 cm
- Heraklith 2 cm
- Fehlboden Holz 3cm
- Sand ca. 8 cm
- Leichtbeton ca. 5 cm (schließt mit den Holzbalken bündig ab)

Als weiteren Aufbau geplant:
- Holzrahmen 12 cm hoch
- Hanfwolle
- Schalungsbretter Fichte mit 1 cm Fuge

Ich wollte auf eine Folie oder Dampfsperre verzichten oder wäre die nötig.

Das Haus ist absolut trocken. Ich hoffe mit dem geplanten Aufbau keine Feuchtigkeitsprobleme zu bekommen.

Wäre der Aufbau in Ordnung oder gar nichts machen um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden?



Never change



a winning team! Und rechnen Sie vorher nach, ob die Dämmkosten sinnvoll hereingespart werden können. Können sie nämlich meist nie. 10 Jahre ist die gesetzliche und gerichtlich ausgeurteilte Amortisationsfrist zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Energiesparmaßnahmen. Die Klagen gegen Architekten, die hier beweisbar unwirtschaftlich herumdämmen ließen, ohne sich das vom Auftraggeber freizeichnen ließen, nehmen zu (Kammerpräsident BW, DAB 09/2010).

Alles ist gut!

Konrad Fischer
Alleine gegen die Dämm-Mafia



Herr Fischer, Herr Fischer



jetzt machen Sie genau das was Sie den Müttern und Vätern der EnEv immer vorwerfen, Sie bedienen sich des Schwachsinns von unsinnigen Gesetzen.
Die 10 Jahre in der sich ein WDVS amortisiert haben soll oder muss, sollten Sie nicht, bloß weil ein Richter mal einen Furz gelassen hat, auch für Dämmung von oberen Geschossdecken oder Dächern ins Feld führen.
Diese Dämmungen haben erheblich längere wartungsfreie Standzeiten, wenn sie dann richtig ausgeführt wurden, als die der Fassaden.

Grüße
Oliver Struve



Na, na, Lieber Herr Struve,



diese Art Urteile und Gesetze sind doch mal für den Verbraucher günstig. Und der ist Kunde und König. Die Dämmwollfürze tun dem doch auch nicht gut, egal ob an Dach, Wand, oder Decke ...

Konrad Fischer
Dämmskeptiker





Seit dem ich mein Dach gedämmt habe spare ich nicht nur Energie, sondern kann das Dachgeschoss auch im Sommer nutzen, das ging vorher überhaupt nicht.
Rein überschläglich habe ich die Investition in ca. 10 Jahren raus, ich wäre auch mit 20 Jahren zufrieden gewesen.
Der Zugewinn an Wohnkomfort hätte das gerechtfertigt und der ist hier überhaupt noch nicht berücksichtigt.

Das ich eine solche DG Wohnung auch ganz anders vermieten kann als ein Luftschloss im Winter und ne Sauna im Sommer ist auch klar.


Grüße
Oliver Struve



Wir wollen uns doch nicht


Wenn die uberegnete Dämmung

schon wieder mißverstehen. Wenn ein vorher ungedämmtes Kaltdach nun etwas reingebaut bekommt, steigt sowohl die sommerliche wie auch winterliche Nutzbarkeit. Im Sommer hilft am meisten ein Baustoff mit bester Temperaturamplitudendämpfung und Phasenverschiebung, im Winter auch. Und das zwangsweise im kalten Bereich anfallende Tauwasser muß möglichst wenig rein und schnellstens raus. Sonst säuft der Baustoff wie quasi alle nicht oder kaum kapillartrocknungsfähige Dämmstoffe ab. Massiv muß es sein!

Da beißt die Maus kein Faden ab.

Konrad Fischer
Dämmokrat





Schon besser.

also geht es doch nicht um dämmen oder nicht dämmen sondern um vernünftiges dämmen.

Ich hoffe Sie sind mit meinem Aufbau zufrieden.

1. Dachziegel
2. 60 mm HWF- Plattem
3. 120 mm Thermohanf
4. 25 mm Verschalung
5. Schilfrohrputzträger
6. 30 mm Lehmputz

Grüße
Oliver Struve

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Stecken Sie doch ab und an



ein Feuchtemeßgerätchen in 2 und 3, dann wissen Sie mehr ...
Herzlichst
Konrad Fischer
Meßgerätschaftler





Nö,
ich hab doch 2x in drei Ebebenen Messsonden mit eingebaut, da brauch ich die Daten nur auslesen.
Jeweils eine mittig in der HWF-Platte, eine an der Innenseite der HWF-Platte und eine mittig im Thermohanf.

Alles in trockenen Tüchern :-)


Grüße

Oliver Struve
Bessermesser