Flachdach/Gründach dämmen, welche Materialien sind am sinnvollsten?

27.10.2009



Hallo,

ich habe hier schon viel gelesen und viel gelernt. Danke an alle fleissigen Schreiber, die ihr Wissen hier weitergeben.
Leider bin ich allerdings in meiner nun jetztigen Situation auf keine Antwort gestoßen.
Und ich muss mich jetzt ganz schnell entscheiden.

Leider viel zu spät habe ich in dem Angebot unseres Dachdeckers gestöbert und festgestellt, dass dieser EPS in unser Gründach verbauen möchte.
Styropor kam für uns eigentlich nicht in Frage, nur war mir vorher nicht klar was Eps bedeutet und wahrscheinlich habe ich dem auch nicht genügend Nachdruck verliehen.

Jetzt haben gestern die Zimmermänner, die Träger + den Rauhspund verlegt und ein Gefälle hergestellt.
Der Architekt war auch da und er meint ich kann mich noch schnell entscheiden, was ich möchte EPS oder mineralische Dämmung(das betont er-->ich kam schon bei der Spitzbodendämmung mit Zellulose an...) ergo Mineralwolle/Steinwolle.
Aber genau das ist mein Problem, denn ich möchte eigentlich wohngesunde Dämmung soweit ich mir das leisten kann.

1.Was für Materialien könnte ich denn nehmen und wie müsste der Dachaufbau sein mit den bereits gesetzten Gegebenheiten?
2. Bei Ökologische Dämmstoffen ist der Aufbau ja zumeist komplett diffusionsoffen - aber funktioniert das auch bei einem Gründach? Hier muss es ja zwangsläufig dicht sein.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, denn dieses Gründach ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Vielen Dank
Sabine



Spontan fällt mir



jetzt Kork ein.
Korkdämmplatten wurden früher bei Flachdächern verwendet.
Aber nicht erschrecken bei dem Preis/m2.
Ökologi hin oder her der Aufbau muß auch funktionieren.





Kork hat seinen Preis, mir fällt sonst nur Foarm-Glas ein.
Jeder Dachdecker freut sich in 25 Jahren wenn er Kork abreisen darf :-(





Hallo,

in diesem Fall ist EPS in der Regel das Mittel der Wahl.
Die Stoffe, die gemeinhin als "nicht wohngesund" gelten, aus welchen Gründen auch immer, sind im Außenbereich wohl verwahrt und richtig angewendet.
Kork: dafür fallen, von der EU gefördert, die Korkeichen in Portugal.
Schaumglas: relativ schlechter Wärmedurchgangswiderstand zwischen 0,45 und 055 und Preis um 60 €/m² für 10 cm im Laden, noch nicht verlegt.

Und, sollte Ihr Dach ein Umkehrdach sein, was aus Kosten- und gewichtsgründen vernünftig ist, geht sowieso nur EPS.

Grüße vom Niederrhein



Würde ich auch



bei bleiben was Herr Beckmann schreibt.
Die Dämmung wird im Dachaufbau eingeschlossen.Da kann nichts entweichen oder ausdünsten.Was auch?
Für Gründächer nehme ich auch nichts anderes.
Preis/Leistung stimmt einfach bei dem Dämmstoff.
Es gleicht sich ja aus,was an Chemie eingebaut wird kann man bei extensiven Pflanzenaufbau und Pflanzenwahl wieder gut machen.





Ich weiss leider nicht, ob es ein Umkehrdach ist.
Bei einem Umkehrdach kommt für meine begriffe, die Dämmung auf die Schweißbahn und dann der Gründachaufbau.(grob gesagt)
Vermutlich könnte ich damit sogar leben, wenn ich nicht irgendwo gelesen hätte, dass EPS auf Dauer schrupft und dadurch Wärmebrücken entstehen können.
Wie lange dauert denn der Prozess des Schrumpfens? Erfahrungen?
Könnte ich ggf. diese Wärmebrücken vermeiden, wenn ich zwischen die Balken auch noch etwas Dämmung stecke?
Was wäre, wenn diese natürlicher Herkunft ist?--> Hat diese dann ein "Problem" mit dem dichten Aufbau, der danach kommt?

Der Architekt meinte nämlich nix von Schweißbahn, sondern Rauhspund Dampfsperre, Eps und dann Aufbau des Gründaches.
Was wiederum für meine Begriffe ein Warmdach ist.
(Das das Umkehrdach auch eine Form von Warmdach ist, ist mir bekannt.)
Nur ist mir hier das EPS zu "nah" am Wohnraum.





Na wenns zu verrecken kein EPS sein soll, und alles andere zu teuer ist, dann Dämm doch von innen. Dafür gibt es jede menge an Ökologischen Bau- und Dämmstoffen