Bodenaufbau

10.01.2012



Hallo,
gibt es eine Möglichkeit, einen Fußboden nur im Trockenbau zu erstellen. Jetziger Zustand: Feldsteinstreifenfundament, darin loser Sand, Auflagehölzer mit Dielen. Ich möchte einen Küchenraum einbauen mit einen Fliesenboden. Hoffe auf gute Lösungsvorschläge.



Einfache Antwort:



Nein.



Fußbodenaufbau



Geht es bei ihrer Wahl des Aufbaues um zeitliche oder weltanschschauliche Faktoren?

Viele Grüße



Fußbodenaufbau



Hallo,
es geht um zeitliches. Ich möchte möglichst schnell einen neuen Fußboden haben.



Da...



auf einem Unterbeton ohnehin eine Sperrbahn kommen sollte, müssen Sie nicht bis zur Durchtrocknung ebendesselben warten.



Bodenaufbau



Wenn es um die Zeitfrage geht dann gibt es auch Trockenaufbauten die sofort belegbar sind.
Voraussetzung ist aber immer eine Sauberkeitsschicht aus Zementbeton (ca. 8 cm) als waagerechte und tragfähige Montageebene, die auf einem sauber verdichteten und tragfähigen Planum aus Kiessand aufbebracht wird. Bei normalem Beton reicht bei der Verwendung von frühhochfestem Zement und/oder Erstarrungsbeschleuniger 1 Tag zum Aushärten aus, um Belegreife zu erhalten.
Das restliche Aushärten kann unter dem weiteren Aufbau erfolgen, ein vorheriges Austrocknen ist dann nicht erforderlich.

Danach erfolgt der Einbau des Bodenaufbaues:

Variante 1
- Kaltbitumensperranstrich oder Voranstrich aus PC EM,
- Foamglasplatten (je nach Belastung Typ T4 oder S3) in
Heißbitumen 85/25 einschwemmen oder mit Kaltbitumenkleber
PC 56 vollflächig geklebt,
- Plastikol KM- Flex Fa. Deitermann,
- Fliesen.

Variante 2

- Abdichtung auf dem Unterbeton (Kaltbitumen- Voranstrich,
Schweißbahn oder Katja- Sprint von Knauf),
- Wärmedämmung aus Styrodur,
- Fesco- Platten als Wärmeschutz,
- Pappe als Trennlage,
- 35 mm Gußaspaltestrich,
- Fliesenbelag auf Flexkleber.


Variante 3:
- Foamglasboards S3 oder T4 in ca. 10 mm Feinsand-
Zementgemisch,
- Fescoplatten als Höhenausgleich und Wärmeschutz,
- Trennlage aus Pappe,
- Gußasphaltestrich,
- Fliesenbelag in Flexkleber.

Variante 4
- vorgefertigte Foamglas/Knauf- Paneele in Feinsand-
Zementgemisch,
- Glasgewebe in Dünnbettmörtel,
- Fliesen.

Zeitaufwand:
Tag 1 Unterbeton
Tag 2 foamglas bzw. Dämmung/Gußasphalt,
Tag 3 Fliesenbelag.
Die Foamglasplatten bzw. der Gußasphalt sind dampf- und wasserdicht, eine zusätzliche Abdichtung unter den Fliesen entfällt.

Viele Grüße



Alternative



Hallo,

also wir haben folgenden Trockenbauboden für unsere Küche gemacht:
- alten Lehm/Sand/Mäusemumien raus...
- 20cm Schaumglasschotter rein (verdichtet)
- Geovlies
- 2-3cm Ausgleichschüttung glatt gezogen
- Holzfaserplatte
darauf abschliessend Creaton Estrichziegel in Sichtverlegung verlegt(gibt es auch glasiert in Fliesenoptik, wir haben die unglasierten Tonziegel genommen & geölt, sieht super aus)

Gruss Christine



Leichtbaufußboden/EG



Ich hatte mal eine Baustelle bei der der Fußboden im EG wie folgt aufgebaut wurde.
Schaumglasschotter, mit einem Rüttler verdichtet. Das ist eine dämmende, kapillarbrechende Schicht.Die Dicke mußt Du bei den Herstellern rausfinden. Das weiß ich nicht mehr.
Ein Geotextil als Trennschicht/Rieselschutz
Perliteschüttung, Dicke kann ich Dir auch nicht sagen.
Fermacell-Trockenfußbodensystem, schwimmend auf der Perliteschicht verlegt.
Weichfaserplatten, mit Latten dazwischen, an denen dann die Fußbodendielen befestigt wurden.
Nachdem die Fermacellplatten verlegt waren, gab es einen Wassereinbruch weil der Klempner Mist gebaut hatte, und es mußte künstlich getrocknet werden. Der Chef der Firma, die dies machte sagte,er hätte noch nie einen Fall gehabt, bei dem es so schnell klappte. Der Rohboden musste auch nicht repariert werden und es gab auch keine Folgeschäden.

Gruß
Ralph



Die beiden letzten Vorschläge...



...haben keine Sperre gegen aufsteigende gasförmige Bodenfeuchte. Bauteile aus organischen Materialien sollten in keinem Fall unabgesperrt auf den Boden kommen, die Lebensdauer dieser Aufbauten könnte durchaus unterdurchschnittlich sein bzw. werden.

Grüße

Thomas



Gasförmige Bodenausdünstungen.



Die Idee des Planers war, dass der Fußboden die Feuchtigkeit ausdünsten kann. Was sich im Fall des Wasserschadens ja auch bestätigt hat.Deswegen gabs keine Sperrschicht.In der Beurteilung möchte ich mich zurückhalten. Ganz unplausibel erscheint mir dieses Prinzip nicht. Und da ich neugierig bin werde ich bei der Bauherrschaft auch mal wieder nachfragen wie die Erfahrungen sind. Jetzt sind 5 Jahre rum.
Gruß
Ralph