Fussbodenaufbau für Bad auf Holzbalkendecke ??

04.07.2010



Wir möchten im 1. Stock ein neues Bad einbauen. Wand, Decke, Boden sind bis auf die Balken freigelegt.Leider haben wir nicht viel Raumhöhe zur Verfügung, deshalb soll der Fussbodenaufbau möglichst flach sein. Noch dazu haben wir ca 7cm Gefälle. Ich denke da an Leichtestrich, da ich Trockenestrich eher kritisch gegenüber stehe (habe da keine negativen Erfahrungen, eher Bedenken wegen späterer Risse in den Fliesen). Der Boden soll gefliesst werden. An der höchsten Stelle des Bodens hätte ich 3 bis max. 5cm über dem Holzbalken zur Verfügung. Wie fülle ich das Gefälle und die Zwischenraüme (teilweise ca.3cm unter Balkenoberkante)zwischen den Deckenbalken auf, besser mit Lehem oder ebefalls Leichtestrich ?
Hoffe auf Ideen u. Tipps bzw. Erfahrungen.
(Die Fragen zu Wand und Deckenaufbau folgen später, sind jetzt erstmal zweitrangig)





3 cm maximale Aufbauhöhe, das wird eng - selbst wenn die Fliesen selbst nicht eingerechnet sind.
Bei einem richtig verlegten Trockenestrich reisst nichts, und man muss nicht auf die Trocknung des Estrichs warten. Die Hersteller verlangen aber mindestens 3 cm für die Schüttung, so dass man dann auf etwa 6 cm Aufbauhöhe ohne Fliesen kommt. Da die Last auf die Fläche übertragen wird, muss der Zwischenboden tragen.

Wenn sich das ganze Haus auf einer Seite gesetzt hat und das Gefälle daher kommt, kann man der Raumhöhe wegen oft nicht das Gefälle ganz ausgleichen und muss auf einer schiefen Ebene leben. Das geht erstaunlich gut, wenns nicht zuviel ist.
Im Bad würde ich, wenn es etwas schief wird, gleich einen (kleinen) Bodenablauf anbringen - nützlich bei planschenden Kindern, defekten Waschmaschinen und so weiter.

Die Abdichtung von Nasszellen über Holzbalkenböden im Altbau ist heikel und aufwendig, deshalb sollten Wand- und Bodenaufbau nicht völlig unabhängig betrachtet werden. Die Entwässerung von Dusche oder Badewanne muss zwischen oder unter den Balken erfolgen, wenn wegen fehlender Raumhöhe kein Platz für ein Podest vorhanden ist; bei einem Badneubau im Bestand hat das meist Eingriffe in den darunterliegenden Raum zur Folge.



Fussbodenaufbau



Hallo, die genannten Probleme sind mir bekannt, deshalb ja meine Frage. Da es keine "tragende" Zwischendecke gibt sondern nur Balken und Gefache dazwischen (tragend?)ist ja der Gedanke, die Gefache aufzufüllen (Lehm, Schüttung, Leichtestrich ?) und dann einen Leichtestrich drüber zu legen der sich auf den Deckenbalken abstützt. Wie gesagt, 5cm wären drin. Eine Frage ist, gibt es einen Leichtestrich, auf dem direkt gefliesst werden kann ? Die Abflüsse für Dusche und Wanne werde ich zwischen die Balken legen, der für die Toilette verschwindet in einem Wandvorbau für Waschbecken etc.

Bleibt trotzden die Frage nach dem Aufbau ? (Folie, ja - nein, diffusionsoffen, ja - nein; Leichtestrich, welchen ?, Anschluss Wand ?)



Auf jeden Fall



brauchts ´nen tragfähigen Unterbau. Bei der geringen Aufbauhöhe bleibt da eigentlich nur eine 25mm OSB-Platte. Darauf dann die Abdichtung, eine Entkopplungsmatte und dann den Fliesenbelag. Damit sind die 5cm auch schon verbraucht. Bei der Abdichtung auf sorgfältige Eindichtung der Rohrdurchführungen und saubere Wandanschlüsse achten.
Wenn oben wie unten beheizter Wohnraum ist, findet Wasserdampfdiffusion nicht statt.
MfG
dasMaurer



Schon mal daran



gedacht einen Holzboden in´s Badezimmer zu legen?

Wir haben jetzt seit 11 Jahren eine Seekiefer im Badezimmer und sind aus verschiedenen Gründen sehrt zufrieden.

Viele Grüße aus Koblenz



Ich schließe mich Herrn Meurer an,



aber auch ein Linoleumboden kann in einem Bad eine schöne Alternative zu den komplzierten und fehleranfälligen Fliesenböden auf Balkenlagen sein.
(Eine Abdichtung muss nach meiner Meinung nicht unbedingt sein. Besser der Wasserscerschaden tropft sofort durch, und nicht erst nach einem halben Jahr.)



Holzboden im Badezimmer...



"...Wir haben jetzt seit 11 Jahren eine Seekiefer im Badezimmer und sind aus verschiedenen Gründen sehr zufrieden."

Hallo, ich bin generell auch ein Freund von Holzböden, doch wollte ich im Bad eigentlich keine Experimente eingehen. Holz und Wasser vertragen sich nun mal meistens nicht besonders und ich will auch nicht immer extrem aufpassen müssen und die Kinder tuns schon gar nicht. Wenn ich ich dann feststelle, dass ich nicht zufrieden bin ists zu spät. Trotzdem interessiert es mich warum Sie sehr zufrieden sind, was es genau für ein Boden ist (Verlegeart) und was es speziell mit der Seekiefer auf sich hat. Wir haben z. Bsp.auch in der Küche eine Arbeitsplatte aus Eiche, sind zwar generell zufrieden damit, passen aber doch mehr auf als bei einer "normalen" Arbeitsplatte, speziell im Bereich des Waschbeckens...



Für mich ist ein Holzboden



immer die erste Wahl.

Die Oberfläche ist serh warm. Die Behaglichkeit ist deutlich höher als mit keramischen Belägen oder Natursteinböden.

Der Geamtaufbau ist viel günstiger als die angedachte Konstruktion.

Ich finde übrigens das sich Holz und Wasser ganz wunderbar vertragen.

Wie schon geasgt liegt der Boden jetzt schon ein paar Jahre. Daruter ist ein Holzbalkendecke mit ausgeputzen Deckenfeldern.
Ein möglicher Wasserschaden wäre sofort sichtbar. Also rummgammeln kann da nix!!

Übrigen habe ich zwie Jungs die heute 10 und 12 sind und eine frei stehende Badewanne.

Der Boden ist eine Seekiefer mir Feder und Nut.

Ich würde es heute wieder so machen.