Anschlag für Fenstereinbau

07.02.2005



Hallo, ich baue eine Scheune zum Wohnhaus um. Da wir nahezu sämtlich Arbeiten selber erledigen, habe ich eine Frage zum Anschlag der Fenster am Mauerwerk. Der geplante Wandaufbau von Aussen nach Innen: Fachwerkständer, Luftschicht 1-2cm, 14cm Mineralwoll, Kalksandstein 17,5. Sollte man einen Leibung, ca. 6cm Richtung Fachwerkständer mauern, dass zum einen die Befestigung, Einbau des Fensters einfacher wird, oder ist diese Methode evtl. veraltet, bzw. in anbetracht der EnEv nachteilhaft/vorteilhaft? Einen abgewinkelten Stein mauern oder die Wand 17,5 lassen und fertig?



Wandaufbau



Der von Dir geplante Aufbau mag zwar für ein gemauertes Haus sinnvoll sein, nicht aber für ein Fachwerkhaus.
Der Aufbau sollte monolithisch sein, ohne Lufträume in der Wand.
Mineralwolle hat meines Erachtens im Fachwerkbereich überhaupt nichts zu suchen. Der Taupunkt liegt dann im Bereich der Dämmung und macht diese zunichte. Sinnvoller wären Kombinationen aus Holzfaserweichplatten und Lehmsteinen (zusätzlich eine Wandheizung an den Aussenwänden wenn möglich).
Bei den Fensteröffnungen halte ich persönlich eine abgeschrägte Öffnung für geeigneter, um einen größeren Lichteinfall zu erzielen. Das hängt aber von den Lichtverhältnisen im Haus und von den Größen der Fenster ab.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Ich gebe



Harald Vidrig recht, zu Ihren Gedanken ist aber grundsätzlich schon folgendes zu bemerken.
- Eine Kerndämmung ist hinter einer Fachwerkwand nicht möglich, also muss hier eine 6 cm Hinterlüftung eingehalten werden. Hinter der Fassade entsteht Kondensat, das nach unten abfließen muss ohne die Holzkonstruktion zu belasten. Die Hinterlüftung muss gut ausgeführt werden. Funktioniert sie nicht, kann die entstehende Feuchtigkeit nicht abtrocknen.
- Mit Anschlag ist immer besser. Dabei soll das Fenster in der Dämmebene stehen. es kann also sinnvoll sein von außen noch eine Leiste auf zu bringen.