Bodenaufbau

11.08.2013



Hallo,
in unserem Allgäuer Bauernhaus wollen wir die Küche 5,2x2,4 Meter sanieren. Das Haus ist ein Holz-Blockbau auf Bruchstein-Fundamenten (17. Jhdt.). Eine Generalsanierung des Hauses steht erst in der nächsten Generation an, so das unsere Baumaßnahme für einen Zeithorizont von ca. 20 Jahren gedacht ist. Unter dem Flickwerk der derzeitigen Holzböden kommt ein von der Erdfeuchte stark angegriffener Dielenboden zum Vorschein. Unter diesem kommt der gewachsene Kiesboden umrahmt von den Bruchstein-Fundamenten.
Mein Plan wäre folgender:
1. Abbruch der alten Böden, entfernen von Moderholz bis auf den Kiesboden.
2. ca 10 cm Feinkies 4-8 mm Körnung waagrecht abziehen
3. Extruderschaum-Platten mit Falz 80 mm verlegen
4. Feuchtigkeitssperre, am liebsten irgend ein Foliensystem
5. OSB Platte 25 mm
6. Fußbodenheizung
7. Parkett

Das ist bestimmt nicht die Ideallösung aber es sollte schnell gehen, da wir während der Baumaßnahme mit 6 Personen im Haus wohnen. Beton will ich vermeiden, da dieser bei einer künftigen Generalsanierung ja wieder zurückgebaut werden muss. Von unten ist nur die Erdfeuchte vorhanden, drückendes Wasser gibt es nicht.
Ich freue mich auf Antworten oder Alternativvorschläge



Warum so pessimistisch … ?



Hallo

Was sind 20 Jahre im Bauwesen … ist ja schon wesentlich mehr als die VOB dem Handwerker für seinen DIN-Pfusch gewährt … 

Aber allen Ernstes:
Das Haus ist aus dem 17. Jhd. … steht also schon mehr als 300 Jahre … der Boden (Stand heute) sicher weniger als 100 … 

Versuchen sei es so zu machen, dass der Boden halt gesund bleibt und alles in allem noch mal 200 Jahre überlebt … NACHHALTIGKEIT … ist besser … billiger … udn … auch gesünder … wenn mans richtig macht …

Erst braucht man dazu genaues Wissen über die Baukonstruktion, und die Nutzungsanforderungen … und dann kann man so was in die Hand nehmen … 
vor Folien und OSB-Platten im EG würde ich unbedingt abraten … ich würde offener und nachhaltiger aufbauen und auch keine FBH sondern eine Temperierung nehmen … 

Feuchtigkeit die sich ansammelt … hatte keine Möglichkeit zum verdunsten OHNE Schäden anzurichten … das heisst es zu vermeiden … 

Florian Kurz



Küchenfußboden



Hallo Benedikt,
mein Vorschlag:
Kies als Planum und Höhenausgleich,
Sandbettung, ca. 2 cm,
Foamglasboards,
Abdichtung Katja Sprint,
60 mm Steicofloor mit Traglattung,
Dielung.
Der Aufbau ist komplett reversibel im Hinblick auf eine spätere Totalsanierung.

Viele Grüße