Auf Sandstein betonieren

05.05.2018 BufordTJustice



Hallo Forum,
ich muss aufgrund statischer Probleme die Brüstung unseres Schaufensters erneuern. Das alte KS-Mauerwerk ist aufgrund Setzungen gerissen. Das KS Mauerwerk war direkt auf den Sandsteinsockel des Hauses gemauert.

Nun soll die Brüstung (3,7 x 0,4x0,6m) betoniert und entsprechend bewehrt werden. Das KS Mauerwerk neu aufmauern ist nicht zielführend, da keine aureichende Bewehrung zum tragenden Mauerwerk in der Laibung links und rechts möglich.

Welchen Beton-Werktrockenmörtel der Festigkeitsklasse B25 (Beton mit Trasszement) kann ich verwenden, damit es mit dem Sandstein keine Probleme gibt?

Kann ich den Beton mit Trasszement und normalem 0/2 Natursand auch selbst anmischen?

Gruß
Josef



Wieso



Kannst Du für den Beton Anschlussbewehrung setzen und für das Mauerwerk nicht? Wenn Du fragst ob Du mit 0/2 Sand den Beton selber mischen kannst muss ich Dir sagen: nein. Denn 1. bedarf es für vernünftigen Beton eine entsprechende Körnung und 2. Ist es auf Grund der Fragestellung besser Du nimmst einen Fachmann.
Wer baut die Bewehrung ein und wie sieht die aus?



Welchen Beton



ich verwenden soll ist die Frage. Wenn das mit dem selbst mischen nicht funktioniert, muss eben Sackware her. Hier ist die Frage welchen man da am besten nimmt, dass es nicht zu den unerwünschten Ausblühungen kommt.

Alternativ würde ich eine Lage KS - Steine direkt auf den Sandstein mauern und darauf mit normalem B25 Beton arbeiten.

Die Bewehrungsfrage ist nicht von belang, da bereits ein Plan vorhanden ist.



Wieso hat



eigentlich noch niemand auf Eurocode 2 (ehem. DIN 1045) und DIN 4226 verwiesen? Dort steht doch echt alles drin über Beton und seine Zuschläge...
Scherz beiseite: Nimm einfach den billigsten Beton den du kriegen kannst, da machst du nichts falsch. Aber wie willst du den Balken überhaupt einschalen? Die Frischbetonkräfte solltest du nicht unterschätzen bei diesen Dimensionen.



Hier gibts keinen Balken



zum einschalen.

Vielleicht hilft ein Bild des Fensters mit noch vorhandener Brüstung (bereits abgerissen). Das Fenster kommt neu in der gleichen Größe, dedoch ohne Eingangstür.

Ich werde hier im Anschlußbereich links und rechts 3-4 Gewindestangen als Anschlussbewehrung in den Laibungsbereich setzen. Restliche Bewehrung nach Plan.

Ich will nur verhindern, dass es zu Kalkausblühungen am Sandsteinsockel durch "normalen" Beton kommt.



Beton auf Sandstein



Dann dichtest du den Sandstein vor dem Betonieren mit einer zementären Schlämme.
Das verhindert, dass calzitische Substanzen mit dem Anmachwasser in den Sandstein eingeschleppt werden. Beispiel: SOPRO DS 422 oder Remmers 2k Dichtschlämme.



@Josef



Ich meinte den Betonbalken, den du herstellen willst. Das ist ein Begriff aus der Statik.



Die Schalung



ist wohl die Herausforderung.

Entweder ich maurere auf der Außen- und Innenseite eine Reihe mit KS-Steinen, welche in der Fuge mit einigen dünneren Bewehrungsstäben (Gewindestange) verbunden sind und die Schalung bilden, oder

ich mauere zwei Steinreihen auf und verwende U-Schalen aus KS wie bei einem Ringanker.

In den Schalen wird dann die Anschlussbewehrung für das bestehende Mauerwerk und ein Bewehrungskorb mit Beton verfüllt.

Ein kompletter Betonbalken scheint mir vor allem im Winter ein Problem zu werden. Vor Allem, weil da auch eine Innendämmung drauf soll und der Beton die Feuchtigkeit nicht durch lässt.



Bloß nicht



Bloß nicht Variante 1!!

Mauer mit Ziegel oder Ytong, dann hast du bereits etwas Dämmwert. Nimm als Abschluss die U-Schale und stell außen noch eine Dämmplatte mit rein.



So wird es ausgeführt



Die Variante mit den U-Schalen erscheint mir wirklich besser.



Die Brüstung ist fertig



und wurde mit ordentlich Baustahl bewehrt.