Auf der Suche nach einer Eiche Massivholzdiele hat jemand Erfahrung mit naturfussboden.com? was meint Ihr zu diesem Boden? Bin Dankbar für Eure Tips

28.03.2015



Liebe Leser,

wir sind auf der Suche nach einer Eiche Massivholzdiele für unser Fachwerkhaus, insgesamt möchten wir 90 QM damit Verlegen deshalb muss das Preis Leistungsverhältnis passen, wir sind nun auf folgendes Angebot gestoßen:

http://www.naturfussboden.com/product_info.php?products_id=81181

Das Angebot ist sehr interessant, was meint Ihr kann die Qualität für dieses Geld 49 EUR QM stimmen oder ist das zu günstig?

Anhand welcher Kriterien kann ich erkennen ob der Boden taugt?

Falls Ihr gute Erfahrungen mit anderen Eichedielen gemacht habt wäre ich Euch für Tipps dankbar.

Grüße

Jordan





Schauen Sie mal bei Welschoff, wir kaufen da ein und sind sehr zufrieden.

Allerdings würde ich nicht wieder vorgeölte Vollholzdielen nehmen. Die Beständigkeit ist unserer Erfahrung nach schlechter als bei Dreischichtdielen (Klick), geölt. Unbehandelt einbauen und dann selbst Hartölen, mit Tellerpoliermaschine geht das sehr einfach. Leinos oder Osmo.



Danke für den tipp



Die Firma macht einen guten Eindruck die Produkte sehen auch gut aus es gibt auch einen interessanten Eiche Boden wobei die meisten Böden vorgeölt sind. Welchen Nachteil hat man bei einem vorgeölten Boden? Bekommt man das verkleben der Böden als hobbyhandwerker hin? Wie ist da die Erfahrung also auf klick verlegen ist ja kein Problem



Für diesen Preis...



...könnte Sie möglicherweise auch geöltes Brennholz bekommen. Extrem wichtig, aber online gar nicht klärbar ist die Passgenauigkeit der Nut/Federverbindung. Da habe ich im Systemdielenbereich schön üble Klapperpassungen erlebt.

Keinesfalls würde ich die Option der Klammerverlegung wählen.

Grüße

Thomas



Hallo Thomas, dann lieber klebeverlegung?



Dann wäre die Verlegung mit Kleber wahrscheinlich die bessere variante, wie hoch wäre ein üblicher Preis für einen guten Eiche Dieleboden? für Tipps zu Herstellern mit guten Erfahrungen bin ich auch dankbar



Kleben...



ist kein Kinderspiel, aber auch für den Selberbauer lösbar. Grundsätzlich sind aber viele Komponenten zu beachten, so daß ich beim Kleben eher zum Fachbetrieb rate. Und der sollte auch daß Material Deiner Wahl mitbringen. Sonst hast Du später ggf. ein Problem, wenn's um die Gewährleistung gehen sollte.

Eine mehrfache Ölung vor Ort mit einem Parkettöl ist der fertig geölten Oberfläche vorzuziehen.

Grüße

Thomas



Holzdielen verlegen



Nur nach dem Preis kann man nicht sagen, ob die Dielen genau gefräst wurden.
Die abgebildeten Eichendielen, fertig geölt, leicht gebürstet, 20,5 x 200 mm,Längen von 80 cm bis 240 cm in rustikal-Sortierung (Löcher,Risse ausgespachtelt, sehr wenig Splint etc) haben vor 1,5 Jahren inkl Transport und MwSt im Okt 2013 32,80 e gekostet und hatten eine sehr gute Passung.
Diese Dielen wurden auf eine Balkenunterkonstruktion mit 3,5 x 50 mm Schrauben schräg über der Feder verschraubt.

Der Raum wird direkt von außen begangen und dient seit Verlegung als Haupteingang und wurde seit der Werksölung nicht mehr nachbehandelt oder gepflegt.
Es kommt natürlich immer darauf an, welches Öl verwendet wurde.

Bei rustikalen Qualitäten sollte allerdings gut sortiert werden, je nachdem welche Flächen später gut sichtbar sind, welche weniger.
Bei großen Flächen verteilt sich das allerdings.

Die ca 50 qm große Fläche mit Buche-Dielen, 20 x 120 mm im Dachgeschoß habe ich vor etwa 20 Jahren mit einem Edelstahlklammersystem in unterseitigen Nuten schwimmend auf Holzfaserplatten verlegt.

Da ich die Kopffugen nicht verleimt habe, wie eigentlich empfohlen wird gab es gelegentlich in diesen Bereichen Fugen, die aber leicht wieder zusammengeschoben werden können.

Man muß aber darauf achten, daß das Raumklima nicht zu unterschiedlich ist und daß keine sehr schweren Möbel aufgestellt werden, die das Arbeiten beschränken können.
Auch auf genügend breite Randfugen und Fußleisten achten.
Einen späteren Wasserschaden durch ein offenstehendes Dachfenster hat der Boden auch ziemlich gut überstanden.

Dielenverklebung stellt höhere Ansprüche an den Unterboden
-Ebenheit, Festigkeit, Trockenheit- was überprüft werden muß und schwieriger zu bewerkstelligen ist-

vor allem wenn etwas daneben geht sind die Dielen komplett verloren, die Beseitigung ist sehr aufwändig und der Estrich bzw Unterboden wird auch geschädigt.

Es darf dabei nur die Unterseite, nicht aber die Fugen verleimt werden.
Die erste Diele an der Wand muß genau gerade ausgerichtet und befestigt werden, damit die nachfolgenden Dielen zügig und fugenfrei verlegt werden können.
Ich habe meistens wasserfreien 2-Komponentenkleber verwendet, ggf den Boden vorher grundieren.
Den Boden während der Verlegung bis zum Anziehen des Klebers beschweren.
Ggf Mail schreiben-Daten sind hinterlegt
Andreas Teich



Holzdielen verlegen



Hier das 2.Bild mit dem schwimmend verlegten
Buche Dielen-Boden
Beschreibung im vorherigen Beitrag

Andreas Teich





Bei sauberem festen Estrich ist Kleben mit einem Lösungsmittel freien Kleber recht einfach. Allerdings würde ich dann einen freien Verband wählen, was historisch auch üblich war, und nicht wie in den Abbildungen die Stösse auf parallelen Linien, letzteres gibt ein statisches Bild.
Im Jahreswechsel "arbeiten" die Dielen, da verändern sich die Fugen ein wenig (wechselnde Feuchte), wer das nicht will muss auf 3-Schichtklickdielen wechseln.



Splint bei Eiche



Nichts gegen den Anbieter und die hier bereits angesprochenen Verlegemethoden in allen Ehren aber ich rate dringend davon ab Eichen-Splintholz in signifikanter Menge in einem Fachwerkhaus als Diele zu verbauen.
Der Link geht auf ein Angebot mit explizit "Braunkern und Splint erlaubt!"
Der Anteil Splint ist unbestimmt. Ich rate von dem Kauf Aufgrund des Potentiellen Befalls mit Gemeinem Nagekäfer daher dringend ab.