Asbest

23.02.2013



Hallo erstmal!

Ich weis das eine Ferndiagnose schlecht möglich ist,habe aber trotzdem mal ne Frage.

Könnte in diesen Putz Asbest enthalten sein.
Er befindet sich an einer Decke in einer kleinen Dusche.
Ist ziemlich weich und bröckelig. also man kann ihn mit einen Spachtel usw. abkratzen. Man sieht aber keine Faser oä.
Oder handelt es sich da einfach nur um einen Kalkputz?
Ist auch sehr Saugfähig.

Mit freundlichen Grüßen!
Lars



Asbestputz ...



... ist eher unwahrscheinlich in privaten Gebäuden. In öffentlichen Gebäuden sind bis in die 80er Jahre hinein asbesthaltige Putze und Spachtelmassen verwendet worden.

Bei Ihnen wird´s wohl eher ein Gipsputz sein: weich + bröckelig vom aufgesogenen Wasserdampf.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, müssenn Sie eine Putzprobe analysieren lassen.



Astbestputz



Hoi, Martin mein Name ich schließe mich eher der Meinung von Herrn Pickharz an. S´scheint ein Gipsputz zu sein. Allerdings scheinbar Eisenamiert und anschließend Lackiert. Da sammelt sich die Feuchtigkeit und fängt dann an Auszublühen. Ich nehme mal an ziemlich mittig im Raum. Gruß aus Velbert



Putz



Ich denke Asbest kann man getrost ausschließen.
An Gipsputz glaube ich auch nicht, kein normal denkender Putzer würde Gipsputz auf eine Stahlbewehrung bringen.
Aber ein normal denkender Putzer würde auch keine Estrichbewehrung an die Decke eines Bades pappen....
Für ein Fertigteil ist die Bewehrung zu piepsig und die Körnung zu klein.
Jedenfalls drückt die Korrosion die viel zu geringe Putzüberdeckung ab. Der Anstrich ist kein Lack sondern eine normale Farbe, wahrscheinlich für den Außenbereich.

Viele Grüße

Nur so am Rand: Was bringt Sie dazu zu glauben hier wäre Asbest drin. Gibt es einen Grund dafür?



sag niemals nie!






"Was bringt Sie dazu zu glauben hier wäre Asbest drin. Gibt es einen Grund dafür?"

Vor dem Hintergrund der Gefahren im falschen Umgang mit Asbest finde ich die Frage schon recht bescheuert.



Asbest



Also heißt das Asbest könnte in jedem Produkt, in jedem Putz, in jedem Haus sein, das älter als 30, 40 Jahre ist.
Was tun Sie in Ihrem Haus dagegen, lieber bpB? Mit Atemschutz schlafen?
Was raten Sie Ihren Kunden zum Thema Asbest wenn Sie bei denen vor Ort sind und Innenputze sehen? Könnte ja sein da ist Asbest drin.
Was sagte die Ärztin in dem Bericht? Schon ein Atemzug reicht aus!
Allerdings liegt die Latenzzeit bei Asbestose etwa bei 20 Jahren.
Was raten Sie allen Fragestellern hier im Forum, die Putz abschlagen, Fußböden rausreißen, Fliesen abhacken?
Noch was zu meiner Einschätzung:
Asbesthaltige Putze wurden ausschließlich für den vorbeugenden Brandschutz eingesetzt. Solche Spezialputze enthalten um 20% Chrysotil und wurden in der Regel aufgespritzt. Damit wurden z.B, Stahlträger ummantelt oder Kabeldurchführungen geschlossen. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich das im Bad einer Wohnung die Decke mit Spritzasbest verkleidet wurde. Der Fragesteller hat übrigens keine Fasern erkannt. Bei einem Anteil von einem Fünftel brauche ich kein Mikroskop dafür um das zu erkennen.
Was ichauf dem Foto erkennen kann sind Gesteinskörnungen um 4 mm der Bindemittelmatrix und die sind garantiert nicht im Spritzasbest enthalten.
Um das abzuschließen: Die Asbestrichtlinie und die TGRS 519 wurden in den Fällen im Bericht missachtet, das ist nicht tolerierbar.Aber man sollte die Kirche auch im Dorf lassen und keine unnütze Panik verbreiten.
Es gibt Unterschiede in der Gefährdungseinschätzung, siehe Asbestrichtlinie. Dort wird u.a. die Dringlichkeit der Bewertung einer Sanierung eingeschätzt.
Ich habe das für einen normalen Innenputz in einem Wohnraum mal spasshalber gemäß Asbestrichtlinie durchgeführt. Das Gefährungspotential liegt weit unter der Grenze zur Dringlichkeitsstufe 3, der niedrigsten Stufe. Das würde bedeuten: Sanierung langfristig erforderlich, die Bewertung ist nach 5 Jahren erneut durchzuführen.

viele Grüße





Lieber Herr Böttcher,

Ich habe keine Panik gemacht, Sie verwechseln da was.
Sie sind hoffentlich kein Sachkundiger nach TGRS 519.



"Also heißt das Asbest könnte in jedem Produkt, in jedem Putz, in jedem Haus sein, das älter als 30, 40 Jahre ist."

Genau so ist es Herr Böttcher, "es könnte " und genau "das sollten" BauIngenieure und Architekten die sich in der Altbausanierung rumtummel genau wie Ausführende Handwerker wissen .
Die gravierenden Gesundheitsschäden kommen nämlich von der Unwissenheit im Umgang oder andersrum gesagt, sie lassen sich beim richtigen Umgang zu 100% ausschließen.

Herr Böttcher, wie und wozu kam denn nun Asbest in den Fliesenkleber.
Ich gebe Ihnen einen Tipp, es hat nix mit Brandschutz zu tun ;-)



Asbest



Wenn Sie sich mal ein wenig mit der Materie beschäftigen würden kommen Sie bald darauf in welchen Produkten und bei welchen Anwendungen Asbest eingesetzt wurde und in welchen nicht. Dann brauchen Sie nicht so viel herumzuorakeln und sich zu wundern.
Zu meiner Frage: Haben sie denn schon mal Kunden auf solche potentiellen Gefahren hingewiesen?


Viele Grüße
Das gilt übrigens ebenfalls für Quecksilber- und Arsenverbindungen, Kadmium, Blei, PCP, Pflanzen- und Holzschutzmittel, Radon... Auch das kann einem bei der Sanierung immer wieder mal unterkommen.



Kotz, kotz



Der einzige der hier grade rumorakelt sind Sie.


Mit welcher widerlichen Arroganz Sie hier unterstellen das andere keine Ahnung haben ist bestechend.

Na wenigstens sind Sie hier im Forum eine ganz große Nummer.


Wozu sind denn nun die Asbestfasern im Fliesenkleber Sie Schlauberger?
Sie sollten schon Antworten haben bevor Sie andere hier für dumm hinstellen.



Für die Nr. 1 des Forum



hier mehr zur Nr. 1 der Gefahrstoffe.


Für alle anderen interessierten hier ein paar Hinweise.



Ja wozu ist den nun die Asbestfaser im Fliesenkleber????



Sollte damit die Haftkraft dieser Kleber verbessert werden???
Oder diente es als Amierung im Kleber ähnlich wie heutzutage der Glasfaserzusatz im Dachdeckerfertigmörtel ????

Mit Grüßen Danilo



Faserarmierungen



Faserbeimengungen in Klebern, Putzen, Dichtmassen, Spachtelmassen, Beton usw. sind nichts Ungewöhnliches. Sie verbessern die Zugfestigkeit.



Asbest



Guten Tag erstmal!

Hallo Herr Böttcher.

Der Grund für meine Frage ist der, weil früher auch in Putzen Asbest verwendet worden ist.( auch in Wohngebäuden). Und da ich nicht alle Putzsorten kenne, wollte ich mich nur mal Informieren.
Kein Laie weis sowas. Und ich will gar nicht wissen wo noch Asbest drin sein kann.
Eines steht doch mal fest, Asbest war doch in fast jeden aufgeklebten Küchen oder Bad Fußboden enthalten. Und viele reißen sowas einfach raus und sind sich der Gefahr nicht bewusst,weil man es einfach nicht weiß.Bei mir war es nämlich auch so.
Bin deswegen einfach nur vorsichtiger geworden.

Mit freundlichen Grüßen

Lars



Asbest in manchen Köpfen



Der DDR Devisenbringer war ein guter Baustoff.Primär im Brandschutz. Die Probleme gab es wegen Asbestose bei der Herstellung und Verpackung. Eingebaut verursacht das keinerlei Schäden. Nur wenn man darauf rumtrampelt ,wie ein Kommentierer, werden Stäube frei.
Ansonsten, etwas Disziplin , siehe #204956



Asbest



Hallo Lars,
die Produktpaletten in denen früher Asbest eingesetzt wurde sind bekannt, jeder Sanierer sollte wissen wo er potentiell mit Asbest rechnen kann. Für einen Laien ist das natürlich schwerer, man kann nicht nicht alles wissen- muß man auch nicht.
Was die DDR- betrifft:
Ich kann mir nicht vorstellen wie Asbest für die DDR ein Devisenbringer war. Nennenswerte eigene Vorkommen gab es keine, Asbest mußte im Gegenteil für Devisen aus dem "NSW" (DDR- Jargon, nichtsozialistisches Wirtschaftssystem) importiert werden; vorzugsweise aus Kanada. Die Russen verkauften Ihr Zeug zu Weltmarktkonditionen. Soweit ich mich erinnere gab es Bestrebungen innerhalb des RGW in der Mongolei Asbestvorkommen zu erschließen und abzubauen um von solchen Importen wegzukommen.

Viele Grüße



Asbest-Symbol



Der im Video in Beitrag

---Forenreferenz-----------
sag niemals nie! -



"Was bringt Sie dazu zu glauben hier wäre Asbest drin. Gibt es einen Grund dafür?"

Vor dem Hintergrund der Gefahren im falschen Umgang mit Asbest finde ich die Frage schon recht bescheuert. mehr ...
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erwähnte Palast der Republik wurde lange vor dem Abrissbeschluss für mindestens 35 Millionen komplett asbestsaniert und hätte bei anderer Entscheidung auch noch weiter genutzt werden können, z.B. als passender Ort zur kritischen Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit. Es ist schon absurd, dass Asbest notorisch mit der DDR assoziiert wird, dabei gab es das Zeugs schon viel früher in allen möglichen Ländern und allen möglichen Anwendungen, z.B. im ICC in Westberlin, worin fast genau so viel Asbest verbaut wurde wie im Ostberliner PdR.

Man sollte sich lieber die Frage stellen, welche Lobby dafür verantwortlich ist, dass Asbest erst so spät verboten wurde, obwohl die Gesundheitsschädlichkeit schon seit Jahrzehnten bekannt war.



Vorbeugen



…ist besser als nach hinten fallen

Hallo Lars,

Asbest wurde in geschätzt 3000 verschiedenen Produkten verarbeitet,
Ich glaube nicht das hier im Forum nur einer alle diese Produkte aufzählen könnte.
Asbestfasern wurde im Bauwesen nicht nur zu Brandschutzzwecken eingesetzt sondern, wegen des geringen Preises und seiner Stabilität im Verbund mit Mörteln auch als Zusatzstoff in solchen.

Wegen der schier unüberschaubaren Verbreitung gilt die Asbestfaser auch als Gefahrstoff Nr. 1
Die Produktpaletten in der Asbest eingesetzt wurde ist in der Praxis leider ganz und gar nicht angekommen bzw. schon wieder in Vergessenheit zu geraten.









Das Aufzählen von 3000 Produkten / Stoffen wäre müßig und würde gewiss den Rahmen des Forums sprengen.

Wen es trotzdem interessiert, der kann sich den Asbestersatzstoff-Katalog des Bundesministers des Inneren aus dem Jahr 1985 beim IFA herunter laden. 10 Bände BRD (1985) und einer DDR (1981) versprechen eine abendfüllende Lektüre.

Gibt es => hier.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer