Abbau Fassadenverkleidung Kosten

19.01.2004



Hallo,

Das Haupthaus meines Hauses (Baujahr 1780) wurde 1967 mit
Platten auf einem Lattengerüst verkleidet. Der Anblick ist
leider unerträglich. Man kann davon ausgehen, dass diese Platten asbesthaltig sind. Mich würde interessieren mit was für Kosten man für eine Entfernung dieser Konstruktion rechnen muss (pro m).
Leider weiss ich nicht wie es da drunter aussieht?!
Was ist wohl sinnvoller, danach Verputzen oder (was bestimmt besser aussieht) die ursprüngliche Ziegelsteinfassade wieder vollständig herstellen (was aber wohl zu teuer ist).

Sorry, wenn die Fragen blöd klingen, ich bin Anfänger :)

MfG

Walter



asbest



Hallo, die Frage der Asbesthaltigkeit sollten Sie durch einen Fachmann prüfen lassen. Sollte es sich tatsächlich um zementgebundene Asbestfasern handeln, haben Sie ein Problem: Die Entsorgung kann dann eigentlich nur eine Fachfirma durchführen zu vermutlich astronomischen Kosten. Siehe Link: http://www.fertighaus.de/f_haus/info/asbest.htm#genehmigung
Ich würde aber nicht schwarz sehen. Nicht alles, was nach Asbest aussieht, ist auch Asbest. Zur zweiten Frage lässt sich dann etwas sagen, wenn die Fassade mal freigelegt ist. Sind Sie sicher, dass es sich um ein Ziegelhaus hadelt, nicht etwa Fachwerk?
Viel Glück!
Gruß gf



asbest



Moin,

bitte erst den zertifizierten Entsorger fragen !!
Die Erfahrung mit asbesthaltigen Dachplatten zeigt :
so teuer ist es gar nicht . Im Gegensatz dazu kann eigenmächtiges "runterreissen" teuer werden , für Gesundheit ( "eine Faser reicht.." ) und für den Geldbeutel ( beim erwischtwerden ..)

Gruß Jürgen Kube



Außenverkleidung



Guten Morgen !
Da kann ich herrn Kube nur zustimmen: lassen Sie sich von mindestens 5 Dachdeckerfirmen mit Asbest-Zertifizierung ein Angebot machen und vergleichen Sie die genau. Der stark gebundene Asbest, Asbestzement, ist hinsichtlich der Gefährdung mit schwach gebundenem Asbest in keiner Weise vergleichbar und auch zu akzeptablen Kosten entsorgbar. Da dies nach Gewicht geht, kann ich Ihnen keine Schätzung angeben. Die Arbeitsschutzmaßnahmen sind eher dürftig: naß machen, Schutzanzug tragen, in Folie einpacken und auf Hausmülldeponie entsorgen.
Könnte man auch selber machen, aus gutem Grund hat der Gesetzgeber es anders gewollt. Also: selber machen kann ganz teuer werden. Vor allem wird man den Kram legal gar nich los und kriegt ihn nicht transportiert.
Das Aussehen hinterher ist natürlich das wichtigste. Ich würde darüber mit dem Kreisdenkmalpfleger sprechen, selbst wenn das Haus nicht unter Dschutz steht.
Ein Problem hatten die Hausverkleider sicherlich: nasse Wände.
Haben Sie mittlerweile rausgefunden, was für ein Mauerwerk Sie haben ?



Asbest



Hängt vom Bundesland ab! In Niedersachsen habe ich ein Dach mit Asbestwellplatten abnehmen lassen. Erstens wurde eine Laboruntersuchung durchgeführt, dann kam eine Spezialfirma aus Hannover in Schutzanzüge und montierte alles sorgfältig ab, und brachten alles zur sonderdeponie. Es hat mächtig Geld gekostet (soweit ich mich erinnere einige Tausender DM). In Sachsen Anhalt, ein paar Jahre später durfte der Bauherr alles ( im Nassverfahren) selber machen. Nur die Big-Bags une der Transport zur Deponie musste er bezahlen (ca 300 EUR). Das Heisst: vorsichtig anfragen, keine schlafende Hunde wecken, aber auch, wie bereits gesagt nichts selbst unternehmen ohne sicher zu sein.
m.f.g.



Alternative streichen ?



Hallo,

Erstmal vielen Dank für den Input! Ich werde wohl zunächst mal darauf verzichten die Fassadenbbekleidung zu entfernen.
Ich habe ein Bild (dieses Hauses) von 1920 gesehen, da sah es dadrunter auch schon gar nicht gut aus :)

Als Alternative (um den Anblick erträglicher zu gestalten) würde sich vielleicht das Streichen der Platten anbieten, wobei wohl eine Vorbehandlung (schmirgeln etc.) ausgeschlossen ist (wegen der Asbestproblematik).

Gibt es hierzu Erfahrungswerte?

MfG

Walter