Asbest unter Putz, gefährlich?

03.10.2005



Hallo,

ich habe bie den Umbauarbeiten in meinem Haus einen alten (todgelegten) Lüftungskanal entdeckt. Dieser ist offensichtlich aus Asbest-Zement. Der Lüftungskanal ist jedoch vollständig verputzt. Kann so noch eine Gefahr von dem Asbest ausgehen?

Gruß
HEnning Spilker



Asbest



ist nur bei der verarbeitung und beim abriß gefährlich. Solange er eingebaut ist und nicht an ihm gearbeitet (Stemmarbeiten) werden muß würde ich nicht an ihm rütteln. Mit lehmigen Grüßen Martin



Asbest



kann seine Fasern immer dann in die Luft abgeben, wenn er mechanisch belastet wird. Das passiert eben nicht nur beim Bearbeiten selber sondenr auch bei Erschütterungen, Luftzug etc. Jetzt kommt es darauf an, um welches Asbestmaterial es sich handelt und wie es eingebaut ist. Fest gebundener Asbest (Asbestzement, Kleber, Kitte ...) ist hierbei wesentlich unempfindlicher als weich gebundene Asbestprodukte (Pappen, Wandplatten, Spritzasbest ...).

Die Abestsanierung kennt neben der Entfernung der Bauteile auch das 'Verstecken' unter einer dichten Schicht, die die Faserexposition verhindert. Eine Putzschicht wird zwar nicht expliziet erwähnt, sollte aber funktionieren. Auf Nummer sicher geht man, wenn die Oberfläche vorher mit einem Bindemittel behandelt wird, welche diese vollflächig 'verklebt' und somit das Absondern der Fasern unterbindet. Das muss nun nicht das sauteure Zeug sein, was die Profis verwenden, es reicht auch ein Anstrich z.B. mit Latex.
Es ist aufzupassen, dass der Schacht nicht an anderer Stelle offen liegt, dass man nicht allzufröhlich und unbedacht in der Wand bohrt usw.