Anstrich mit Sumpfkalkfarbe sehr fleckig

09.09.2018 Harald

Anstrich mit Sumpfkalkfarbe sehr fleckig

Hallo zusammen,

Das Thema ist schon des öfteren beleuchtet worden, jedoch waren die verwendeten Materialien ander und sich daraus resultierenden Lösungen noch nicht hilfreich.

Ich habe in meiner zu renovierenden Wohnung die Wände mit selbst hergestellten Kalkputz und Sumpfkalkfarbe ausgeführt.
Der Untergrund besteht aus gemischten reinen Kalk und Kalk-Zement Putzen. Den Oberputz habe ich aus reinem Kalkputz (Sand 0-1mm und Weißkalkhydrat CL90) ausgeführt und mit der Gartenspritze mehrmals nachgenässt. Aufgrund der unebenen Wand variieren die Putzstärken etwas.
Den ersten Anstrich habe ich quasi freskal ausgeführt, nachdem der Putz soweit angetrocknet war, dass Putz sich mit dem Pinsel nicht mehr auflöst aber noch nicht 100% durchgetrocknet ist (> 24h).
Die weiteren Anstriche sind auch mit viel Wasser erfolgt.
Die Farbe habe ich wie folgt angemischt:
- 1 Teil Sumpfkalk (ca. 18 Monate, selbst gelöscht)
- 3 bis 4 Teile Wasser ( je nach Anstrich)
- ca. 5% (auf den Sumpfkalk) Eisenoxyd

Den Anstrich habe ich mit einem hochwertigen Quast und in liegenden achten ausgeführt.
Das Ergebnis ist jedoch eine sehr fleckige Wand, wobei auffällt, dass jeder Pinselstrich eine andere Färbung hat. An zwei Stellen haben sich komischerweise zwei dunkle Flecken gebildet.
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube ich habe dem letzten Anstrich auch etwas Kaseinkleber (Quark und Sumpfkalk) zugefügt.

Habt Ihr Hinweise woran das liegen könnte und was ich evtl. falsch gemacht habe?



Anstrichtechnik



was @ Herr Mario geschrieben hat ist völlig korrekt. Ich denke, hier ist die Technik sehr ausschlaggebend gewesen, überlall steht viel von "einmassieren". Das ist ja auch richtig, aber dann hat man eben genau dieses Bild. Der "Kreuzstrich" egal ob waagerecht/senkrecht oder diagonal als letzten Pinselgang egalisiert das Bild. Dabei ist entscheiden zum Ende in der zu streichenden Fläche den Druck auf den Quast zu Verringern, damit auch die Pinselansätze ausgestrichen werden. Viel Freude beim Streichen mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Pigmente



Erst einmal vielen Dank für die schnellen und sehr ausführlichen Antworten!

Als Pigmente habe ich Eisenoxydschwarz von Kreidezeit verwendet. Bei diesen kam es mir aber auch seltsam vor, dass sich immer ein schwimmender Film im Eimer abgesetzt hat und die Farbe ständig aufgerührt werden musste, um sie gleichmäßig in den Quast zu bekommen. Ist der Film normal?
Mir kommt es so vor, als würden sich die Pigmente nicht so recht im Wasser-Kalk-Gemisch und ebenfalls auf der Wand verteilen.
Das Ergebnis auf dem Bild ist bereits der dritte Anstrich. Die Pinselstriche haben sich leider nicht egalisiert obwohl ich mit viel Mühe versucht habe die Pinsel-Absätze weich auslaufen zu lassen.

Habe ich es richtig verstanden, dass ich den nächsten Anstrich ohne Pigmente und erst den übernächsten mit Pigmenten ausführen sollte?




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