Wie bekomme ich neue, matte Ölfarbe (Osmo) glänzend?

12.05.2006



Hallo,
möchte unsere alte Eingangstür (wahrscheinlich Eiche, viele Kassetten, Rillen, runde Kanten, etc) Abbeizen oder brennen, was eben geht, so gut es eben geht, und neu streichen. Habe Probeanstrich mit Osmo Landhausfarbe gemacht, um schon mal den richtigen Farbton zu finden, und sehe nun ein Problem: teilweise glänzt der Anstrich (wo noch alte Ölfarbe in festen(leider!)Schüppchen vorhanden ist, teilweise sieht er sehr matt aus (wo bereits rohe, vom Regen ausgewaschene Holzmaserung zu sehen war). Wie krige ich einen gleichmässigen, am liebsten glänzenden Look? Muss ich ne andere (dickere) Ölfarbe nehmen? oder kann ich mit was anderem als Finisch drübergehen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den Untergrund wirklich komplett von der alten Farbe befreien kann, und ganz gleichmässig bekomme...
Danke für Euche Hilfe im Voraus
Gruss von ursula Taylor aus der Prignitz



Ein Anstrich -



--- ist kein Anstrich.
Wenn auch noch alte Anstriche punktuell vorhanden sind,
darf man einfach nicht übersehen, daß dort, wo praktisch da s rohe Holz vorhanden ist, andere Gegebenheiten herrschen.
Das soll heißen, daß dort, wo die alten Farbschichten noch vorhanden sind, bei einem Neuanstrich ein anderes Glanzverhalten des Anstriches zu erwarten ist.
In den Bereichen, wo das Holz keinerlei Anstrich mehr hat,
muß man davon ausgehen, daß der erste Anstrich vom Holz ge-
wissermaßen " gierig " aufgenommen wird - "
Erst nach der Aushärtung dessen, kann man erwarten, daß
nach der Aushärtung der Folgeanstriche eine gewisse
" Glanzbereitschaft " des Trägermaterials entsteht.
-
Nach jedem völlig durchgetrocknetem Anstrich ist ein
Zwischenschliff mit feinem Sandpapier durchzuführen.
- Körnung 120 --- oder feiner.
-
A.M.





Lieber Herr Milling,

vielen Dank für die kompetente Antwort.
Ich war am Wochenende fleissig am Schleifen und Abbrennen (Abbeizen brachte wenig). Würde es etwas helfen, dananch mit Halböl zu grundieren, um eine "ausgelichene" Oberfläche zu haben?
Gruss und Dank, Ursula Taylor