Sandstein angleichen

11.06.2009



Hallöchen, ich besitze ein älteres haus Bj 1919. Das EG ist aus massiven roten Sandstein gemauert. vor zwei Wochen hab ich jetzt neue Türen bekommen. Bedingt dadurch das diese im gegensatz zu den alten absulut senkrecht eingebaut wurden, hab ich jetzt ein paar spalten die ich gerne e´verfüllen wurde. Hinzu kommt das ich dabei alten,lieblos angebrachten und mittlerweile sich lösenden Mörtel, der in den 60er jahren benutzt wurde als die vorgänger Türen eingebaut wurden, entfernen möchte um dadurch wider ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten. Hat mir da jemand einen Tipp wie ich das am geschicktesten hinbekomme? Anbei ein Bild wie der ist Stand aussieht



Türen einbauen



Leider sind die Türen jetzt schon eingebaut; ich empfehle Ihnen sie wieder ausbauen zu lassen.
Dann kann man die Auflageflächen der Rahmen sauber senkrecht beiputzen und die Laibung aus Sandstein vernünftig anpassen.
Darauf können dann die Türen neu montiert werden.
Zum sachgerechten Einbau werden Ihnen die Tischler im Forum sicher noch Hinweise geben.

Viele Grüße





Zunächst mal danke für die schnelle Antwort, aber dafür muss ich gestehen hab ich kein Geld (wenn ich bedenke was der Ausbau der alten und einbau der neuen Tür gekostet haben) und die Türen wurden von einem Fachbetrieb eingebaut. Gibt es eine günstigere Lösung? Schlielich kann ich auch nicht tagelang Tag der offenen Tür machen bis alle Putze getrocknet sind und die Türe wieder eingebaut werden könnte



Wenn ich den Anschluss so anschaue,



würde ich den alten Putzanschluss wegklopfen, Fensterdichtband einbauen und mit dem gleichen Material wie in den Fugen die Anschlüsse anputzen.

Grüsse Thomas





Auch hier zunächst danke. Darin liegt ja meine Frage, was für Material nehm ich dafür am besten und wie bekomme ich das Farblich einigermasen gleich. Kann man das auch passend überstreichen (hätte die Mauer aufgrund Abplatzungen und der damit verbundenen Farbunterschiede eh vielleicht optisch nötig)



Türeinbau



Ich muß deutlicher werden:
Der Einbau der Türen erfolgte nicht fachgerecht.
Ich vermute, Sie wollten die Laibung steinsichtig lassen; das nachträglich Anbringen und Einputzen eines Dichtbandes mag die technischen Probleme lösen, aber mit einer veränderten Ansicht.
Außerdem gehört der winddichte Einbau mit zur Montage.
Schreiben Sie der Montage Firma eine Mängelanzeige und verlangen Sie eine den Regeln der Technik entsprechende Montage der Türen.
Falls es ein Innungsbetrieb der HWK war, können Sie sich Hilfe vom Obermeister holen.

Viele Grüße





das Verputzen war nicht Auftragsbestandteil, die Türe ist aber absolut Dicht. Außerdem muss man dazu sagen vorher sah es noch schlimmer aus mit der Alten Tür da der Mörtel teilweise unnötig dick über den Sandstein gezogen wurde und ich jetzt gerne eine einigermassen reine Sandsteinoptik herstellen möchte. Problem ich auch was hier nicht richtig erkennbar ist der Sandstein ist teilweise oberflächlich abgeplatzt deshalb hatte man in den 60ern den grauen Betonmörtel drübergemacht und die alte Türe war auch nicht ganz im Wasser. Die neue sitzt aber im Wasser dadurch wurden die vorhandenen Fugen teilweise etwas größer. Das ist aber unschön von der Optik ist. Wie gesagt es gibt null technische sondern lediglich optische Probleme. Ich hab aber mal irgendwo was gehört das es sowas wie modelierbaren Mörtel in Sandsteinoiptik gibt. Auf dem Bild wird es etwas deutlicher wie die in den 60ern die Optik verhunzt haben



Es gibt roten Fugenmörtel,



der jedoch eher "knallig" erscheint. Ich habe damit mal die Fugen einer roten Sandsteintreppe im Garten ausgebessert und war nicht sonderlich begeistert. Ein dezentes Grau wirkt tatsächlich angenehmer. Außerdem ist dieser für das verfugen von Fliesen gedacht und daher nicht das Mittel der Wahl. Könnte man zum einfärben verwenden, aber unbedingt Vorversuche durchführen.

Sika bietet diverse Kartuschenware für alle denkbaren Verfugungen und Materialien an, evtl. auch in einer passenden Farbe. Das sieht bei der erforderlichen Fugenbreite allerdings auch nicht soo schick aus....

Ich würde ein "Rähmchen" aus 3mm Hartfaserplatte ca. 3-4cm breit basteln, mit Tape rundherum am Türrahmen ankleben, bis an dieses Rähmchen anputzen (Lugato, Fugenbreit grau???? - bitte bei der Mörtelfraktion nochmal nachfragen, nicht mein Fachgebiet!) Wenn der Mörtel angezogen hat Tape weg, Rähmchen seitlich rausziehen, anständig trocknen lassen und den entstandenen Spalt mit gutem Silikon abdichten.

Gruß, Boris





Okay, aber was für Mörtel nimmt man da am besten, ich hab mir sagen lassen Sandstein verträgt sich nicht mit jeder Art Mörtel. Außerdem würde ich gerne dis abgeplatzen Sandsteine wieder aufbauen und da halt auch Farblich gerne nah ans Original rankommen



Äh, wie lang



wolltest du dich damit beschäftigen??? Den Sandstein mit einem Mörtel farblich nachahmen zu wollen, halte ich für nicht machbar = du wirst es immer als Pfusch erkennen. Dann lieber ehrliches grau am besten passend zu dem alten Fugenmörtel den du schon hast. Die Oberfläche auch nicht glattstreichen, sondern versuchen die Oberfläche etwas aufzurauhen(das geht gut, wenn der Mörtel angezogen, aber noch nicht hart ist).
Vielleicht käme ein abgetönter Putz für dich in Frage - ist leichter als Mörtel und bappt in der Regel besser. Den abgeplatzen Sandstein kannst du mit speziellen 2K-Klebern wieder ankleben, wenn du das Bruchstück noch hast. Hier kann dir ein ansässiger Steinmetz vielleicht weiterhelfen. Der kennt sich mit "eurem" Sandstein besser aus.

Erwarte aber nicht zuviel - verhunzt bleibt erstmal verhunzt.

Viel Glück, Boris



Steinergänzung



Hallo Jan,
ich antworte hier als Heimwerker, nicht als Fachmann. Du suchst vermutlich Material zur Steinergänzung / Restaurierung. Schau mal z. B. bei Krusemark.de unter Mineros. Es gibt natürlich auch andere Anbieter. Ich habe damit im Innenbereich meiner Scheune Sandsteine ergänzt. Man schickt ein 5-Mark-Stück großes Probestück ein, danach wird die Mörtelmischung in Farbe und Körnung hergestellt. Bei der Verarbeitung war in meinem Fall günstig, der noch nicht ganz ausgehärteten Oberfläche bereits die erforderliche Struktur zu geben. Dürfte eine Tüftelei werden, erwarte Dir trotzdem keine Wunder.
Für die Fugen habe ich Kalkmörtel in zum alten Mörtel passender Körnung genommen (Solubel) und in Versuchen die richtige Abtönung ausprobiert. Über die Vorteile von Kalkmörtel und seine Verarbeitung findest Du alles auf den Seiten von Konrad Fischer.
Viele Grüße
Uwe



Wie Ihnen



Georg Böttcher schon geschrieben hat, wurde beim einbauen der Fenster die Luftdichtung vergessen! Diese Luftdichtung sollte auf alle Fälle noch angebracht werden.
Der Anschluss an das Fenster würde ich mit dem gleichen Materialwie in der Fuge verwendet wurde anputzen.
Das gibt zwar einen breiteren Putzstreifen, sieht aber allemal Besser aus, wie den Sandstein mit Farbe anzugleichen.
Was in den Fugen verwendet wurde, sollte von einem Fachmann Vorort geklärt werden.

Grüsse



Sandstein angleichen



Jetzt, nach den weiteren Bildern,komme ich mittlerweile auch zu der Erkenntnis, das die Steinsichtigkeit der Gewände weder gestalterisch noch technisch die bessere Lösung ist.
Es war und ist völlig unüblich, Gewände und Anschläge ín grobem Bruchsteinmauerwerk auszuführen. Egal wie die Wand aussah bzw. aus was sie gemacht wurde- für Fenster- und Türgewände wurden immer besonders sorgfältig bearbeitete, sauber und eng gefugte Werksteine oder Ziegel verwandt.Nur so hat man eine genaue Passung zwischen Stein und Fenster bzw. Tür.
Solche Gestaltungen wie hier waren im vorigen Jahrhundert, in den 30-igern, in Mode.
Die Frage ist, wie dann der Anschluß an die Wandfläche aussehen wird.

Viele Grüße





Naja, mann muss wissen, als diese Gebäude gebaut wurden (es handelt sich hier um eine Reihenhaussiedlung bei der die Türen alles so eingebaut wurden) handelte es sich um ein Wohnraumschaffungsprogram kurz nach dem 1WK. So wurde damals mit Sicherheit auch etwas an den Baukosten gespart und daher nicht alles nicht alles in höchster Handwerkskunst ausgeführt. Und wie erwähnt wurde in den 60ern (immer nich im bestand des Sozialen Wohnungsbaus) bei der Grundsanierung wenig Rücksicht auf Optik gesetzt und die Fugen des Sandsteinmauer doch recht Großzügig verfugt. Das abgeplatze Material dürfte damals in den Bauschutt gewandert sein. Aufgrund der Mase (0,9 x 1,95m) und Form ist es aber nicht möglich die Tür anders einzubauen ohne das der Eingang zu klein würde, so das ich halt versuche das Beste aus dem vorhandenen zu machen. Den trotz allem sind die Gebäude sehr solide und in einem guten Grundzustand, das ich nicht alles in Optische perfektion bringen kann ist mir auch klar, aber zumindest vielleicht in einen besseren Zustand als der vorhandene. Aber zumindest mal danke für die bisherigen Tipps, ich hab mal eine Gesamtansicht dazugestellt, vielleicht hat ja noch jemand eine gute gestalterische Alternative auf die ich nicht gekommen bin.

Ach ja, bzüglich der luftdichtung was für Material sollte denn dort verwendet werde. Denn erwähnt hab ich auch bewußt nicht alles an die Firma vergeben sondern noch arbieten offen gelassen die ich selber ausführen wolte, wie eben das Beiputzen bzw. optische angleichen so das ich mich jetzt frag hat die Firma tatsächlich was vergessen hat bzw. es dann einfach an mir liegt wenn alles beigeputz wurde diese Luftdichtung noch anzubringen.


Grüße Jan





So sah das ganze vorher aus



Türen einbauen



Jetzt, mit den Fotos von der Gesamtansicht der Fassade bleibe ich bei meinem ersten Beitrag:
-Tür wieder raus (dauert 10 Minuten),
- den restlichen alten Fugenmörtel der senkrechten Türfuge der äußeren Laibung raus,
- den Anschlag sauber und lotrecht einputzen,
- Tür mit Kompriband wieder einsetzen,
- Fuge zur inneren Laibung mit Stopfhanf füllen,
- Dichtband setzen,
- einputzen.
Dann kann man die Anschlußfuge zur Tür mit Kalkzementmörtel ergänzen.


Viele Grüße





Okay und mit was Verputz man am besten das ganze senkrecht?



Türen einbauen



Mit Kalkzementmörtel PII.