Photovoltaik




Wir denken über den Einbau einer Photovoltaikanlage nach.
Wer kann mit Erfahrungen weiterhelfen ?



Photovoltaik



Habe unter anderem im Buch "Lebensräume..." (siehe Rubrik Bücher)gelesen, dass das eine gute Idee ist, sich aber z.Z. nicht wirklich rechnet. Eigene Erfahrungen haben wir keine, weil wir uns aus o.g. Gründen vorerst dagegen entschiedn haben.
Gruß Petra



Photovoltaik



wenn es sich auch zur Zeit nicht rechnet, irgendwann sind die fossilen Energieträger ja doch mal verbraucht, und dann?
Sicher wird so ein Einbau auch mal erschwinglich, also weiter informieren.
Danke für den Buchtip.



Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen



Ob sich PV-Anlagen rechnen, ist eine Frage der Förderung. Informieren Sie sich darüber nocheinmal und rechnen Sie neu:
ich glaube, anschließend wollen Sie nur noch Garagenhöfe kaufen, um eine zweite Miete zu kassieren.
Wetten ?



PV



hört sich doch erst einmal gut an.
Gibt es noch konkretere Hinweise?

mfg

DetlefRohnstei



Zweifelhafter Nutzen



Ohne die Umweltfreundlichkeit und den Nutzen regenerativer Energien generell zu bezweifeln, stehe ich mit PV aber auf Kriegsfuss:
Ich bin der Meinung, dass eine Technologie, die sich einzig durch massivste Subvension einigermassen verkaufen lässt, nicht wirklich etwas taugt. Du baust dir eine Anlage aufs Dach für die meisst ein Kredit gebraucht wird, da nicht wirklich billig. Dann wird über die Einspeisevergütung der Strom teuer ans Energiewerk verkauft. Selber kauft man seinen eigenen Strom billig zurück.
Das ist wie zu DDR-Zeiten, als wir die Tomaten aus dem Garten für gutes Geld an der Sammelstelle abgegeben haben, und wesentlich billiger aus dem Konsum zurückgeholt haben. (holländische gabs da noch nicht).
Es wird einem schön gerechnet, das durch den erzeugten Strom, der Kredit nach 10 oder 20 Jahren dann abgelöst ist, und ab dann die fetten Gewinne eingefahren werden. Hä? Wer garantiert mir das? Was ist mit den laufenden Kosten, gibts auch wirklich über die ganze Laufzeit das Geld für meinen Strom, ist meine Anlage nach 10-20 Jahren vielleicht schon Schrott?
Das Kohlekraftwerk um die Ecke wird trotzdem nicht entlastet, denn es muss Gewehr bei Fuss stehen um in der dunklen Tageszeit dir auch den Strom zu liefern.

Bei aller Liebe zu Umwelt, meiner Meinung nach ist solare Energienutzung (PV oder Wärme) momentan alles andere als wirtschaftlich und sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt oder man zu viel Geld oder Idealismus hat.
Der richtige Weg, um regenerative Energien konkurrenzfähig zu machen ist, die wirklichen Kosten der fossilen Brennstoffe umzulegen, als da insbesondere die nachhaltige Umweltverschmutzung wäre. Dann sieht die Wirtschaftlichkeit sicher ganz anders aus, aber das kann ich nun mal leider nicht beeeinflussen ....



Photovoltaik



Danke für die Antwort,

ist sicher alles richtig zum heutigen Zeitpunkt.
Aber die fossilen Brennstoffe sind nun mal begrenzt und werden immer schneller verbraucht. Was wird aus unseren Enkeln, die sind nunmal da und wollen auch vernünftig leben und deren Enkel auch. Ist doch vermessen, uns heutige Menschen für das Non plus Ultra der Welt bzw. für das Ende der Menschheit zu halten.
Über die Zeit vor einhundert Jahren sprechen wir von der technischen Revolution, weil die erste Dampfmschine die Pferde ablöste, vor 50 Jahren saßen unsere Eltern andächtig staunend vor dem Volksempfänger, heute wird über bemannte Raumflüge zum Mars nachgedacht. Den Entwicklungsstand in 10 Jahren kann man nur erahnen, es geht aber mit Sicherheit immer schneller, nur wird man auch in 100 jahren noch frieren, wenn nicht geheizt wird.
Hoffen wir einfach, daß in absehbarer Zeit die PV- Anlagen oder andere Alternativen erschwinglich werden. Wäre schön für uns, wenn es schneller geht.
Nachdem, was ich bisher gesehen habe , bringen ca. 4m² 1KW.(nur meine Intuition). Vielleicht sollte man sich ein Stück Sahara zulegen. (Hoffentlich führt dieser Satz jetzt nicht zu internationalen Konflikten).

mfg

Detlef Rohnstein



Sicher?



..."nur wird man auch in 100 jahren noch frieren, wenn nicht geheizt wird"???
Unseren Enkeln wird es viel zu warm sein....und Wasser wird sehr knapp sein...sicher!



PV



Also warten wir es ab. Ist ja modern geworden, das aussitzen.



Photovoltaik



Klar muss irgendjemand damit anfangen, alternative Energien zu nutzen, klar können wir nicht ewig Öl und Gas verheizen.
Wenn ich mich nach alternativen Energiequellen für mein Haus umschaue, muss ich aber auch wirtschaftlich denken!
Wenn ich nun mit meiner teuer bezahlten Anlage am Tag ein paar KW vom Dach hole und ins Netz einspeise, da ist niemanden geholfen, ausser dem, der der mir die Anlage verkauft hat.
Einen vernünftigen Einstieg in die (direkte)solare Einergienutzung müssten m.E. nach die Energieversorger vornehmen. Hier kommt die Masse her. Die paar Kleckerprozent der PV, die momentan durch engangierte Einzelpersonen möglich sind, haben doch keine Auswirkung auf irgendwas! Letztenendlich stimmt nicht mal die Energiebilanz der Herstellung der Solarzellen und deren "erzeugten" Energie über die Laufzeit (Bauchgefühl, nicht belegt).
Als sinnvoll betrachte ich hingegen z.B: die Erdwärmenutzung oder die Heizung mit Holz(pellets).
Natürich ist die Erdwärme auch nicht in jedem Fall wirtschaftlich z.B: 2oT€ müsste ich investieren um mein EFH mit einer WP warmzubekommen, jetzt habe ich pro Jahr ca. 900€ Kosten für Öl + Wartung. Die 900 fallen weg, dafür brauche ich vielleicht 400€ für Strom für die WP. Wie sich das armortisieren soll weiss ich auch nicht. Hierbei verbrauche ich aber das, was ich selber erzeugen kann für mich alleine. Zwar teuer erzeugt, aber ohne Subventionen. Der Nutzen ist wenigstens für mich fühlbar.
Strom zu erzeugen, bloss um ihn verkaufen zu müssen, damit sich die Investion in die Anlage irgendwann mal lohnt, will mir nicht so richtig schlüssig erscheinen.

Die grossen Verbraucher und Energierzeuger müssen eigentlich in der Pflicht sein, die regenerativen Energien einzuführen. Nur die haben die Mittel und Möglichkeiten, das effizient und wirksam zu tun. Warum werden die von der Politik nicht in die Pflicht genommen? (weiss ja jeder).
Oder es sollte z.B: eine regionale/kommunale Energieerzeugung möglich sein.
Ein Mix aus Wind/Sonne/Erdwärme/Biogas versorgt bestimmt manche Kommune/Ortsteil mit Energie.
Ich kann letztenendlich nur mein Gewissen beruhigen - ein Nutzen ist, im grossen Masse gesehen, (noch)nicht vorhanden.
Sicher bin ich somit ein "Aussitzer", aber ich muss nun mal sehen, wie ich meine paar Mark so einsetze, dass ich was davon habe. Von Vorbildrollen konnte ich mir aber noch nie was leisten. Das Hemd ist näher als die Hose - da beisst die Maus kein' Faden ab ;-)

Ich freue mich für alle, die den Entschluss zur solaren Energienutzung umsetzen - wenn sie es sich leisten können. Und ich hoffen, dass ich auch eines Tages meinen Beitrag leisten kann.



PV



Hallo Pummel,

ich bin auch kein Weltverbesserer, kann ich mir garnicht leisten.
Allerdings habe ich ca 30 m Südwand, rechts die Bode und links einen Mühlgraben.
Der Untergrund ist Kies und die Wasserstände schwanken ständig. Beim letzten Hochwasser, ich glaube 94, sind wir fast abgesoffen, sowas habe ich vorher noch nicht erlebt (also nichts mit Trockenheit und kein Wasser).
Für 2003 haben wir knapp 500 € Stromgeld nachbezahlen müssen, teils durch Mehrverbrauch (die Firma läuft Gott sei Dank), teils durch Preiserhöhung.
Muß man doch was tun!
(ist ja eine richtige Diskussion geworden)



PV-Anlagen



PV-Anlagen brauchen, um überhaupt hergestellt zu werden, Aussicht, gekauft zu werden. Diese Hürde ist jetzt mit den ersten Produktionsanlagen (vor allem in Gelsenkirchen) genommen. Das aber auch nur, weil als Markteinführungsstrategie massiv gefördert wird. Neue Techniken haben ohne diese Subvention keine Chance gegen die konventionellen fossilen und atomaren Energieträger.
Infolge dieser Subventionen rechnen sich PV-Anlagen auch für den Endverbraucher, wenn er möglichst viel verkauft.
Die Regel ist also:
- erst einsparen
- dann fremd bezogenen Strom verbrauchen
- schließlich eigenproduzierten Strom teuer verkaufen.
1 KV-peak oder 2 kV-peak sind für den Endverbraucher sinnvoll. Wenn er en Platz hat und jemanden findet, der ihm das finanziert, lohnt sich eine ganze Farm, z.B. die erwähnte große Südwand.
Auch die Industrie ist hier tätig:
Thyssen-Niederrhein hat mit (ich weiß es nur ungefähr) 300 qm an einer Werkshalle zum Rhein - Brücke A 42 - die größte PV-Anlage Deutschlands.

Etwas anderes sind solarthermische Anlagen: sie lohnen sich auch ohne Subvention schon, weil sie immer billiger geworden sind. Sie sind schließlich die eindeutig günstigere Alternative, wenn man feste Sparziele definiert hat. Auch hier gilt: je größer desto besser. Ganze Quartier kann man beispielsweise in Ravensberg, Friedrichshafen und Neckarsulm besichtigen, mit Flächen bis 7000 m² und mit langzeitwärmespeicher. Es tut sich also was, auch wenn das für den Huslebauer nicht immer sichtbar ist.



PV



Endlich mal einer, der Mut macht.
Muß ja nicht gleich morgen sein, vielleicht wird Photovoltaik auch mal billiger. Danke, Herr Beckmann.
Wurde auch langsam Zeit, ich kam schon in's schwitzen.
Ist zwar noch nicht alles zur Zufriedenheit geklärt, aber es ist schon Licht zu sehen.



PV-Anlagen



@Dietmar Beckmann
----------- Zitat ------------------
PV-Anlagen brauchen, um überhaupt hergestellt zu werden, Aussicht, gekauft zu werden. Diese Hürde ist jetzt mit den ersten Produktionsanlagen (vor allem in Gelsenkirchen) genommen. Das aber auch nur, weil als Markteinführungsstrategie massiv gefördert wird. Neue Techniken haben ohne diese Subvention keine Chance gegen die konventionellen fossilen und atomaren Energieträger.
Infolge dieser Subventionen rechnen sich PV-Anlagen auch für den Endverbraucher, wenn er möglichst viel verkauft.
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Und genau das halte ich irgendwie für den falschen Weg!
Eigentlich muss die herkömmliche Energie so teuer sein, das die alternativen Quellen von alleine als Ausweg am Horizont leuchten. Wäre kein Problem, wenn die ganzen Subventionen und Zuschüsse einfach mal gestrichen werden, die Verorgungsunternehmen die wirklichen - langfristigen - Kosten an der Umwelt tragen müssten etc.
Ich muss doch nicht krampfhaft umweltfreundliche Techniken subventionieren und gegen Windmühlen kämpfen, wenn die Techniken - unter fairen Bedinungen - sich selber durchsetzen können. Ich bin kein Wirtschaftsmensch oder sowas, aber das scheint mir der richtige Weg zu sein.
Hm, da bliebe dann also nur noch, mal schnell die Öl/Kohle-Lobby zum Teufel zu jagen, die Politiker aus den Aufsichträten zu entfernen und son Kleinkram ... Uups, am eigenen Ast sägen ... ooch nö, komm - gibt mal paar Mille Solarförderung rüber ... dass die Ökos ihr Maul halten.
Und Sie picken die Körner brav auf ... tätschel,tätschel.

Traurig, aber Realität.