Fachwerk ausmauern

25.04.2013 alk



Hallo,
bin neu und habe folgende Frage.
Im Scheunenanbau meines Hauses geht das Fachwerk direkt bis auf die Granitschwellen, also es gibt dort keine untere Holzschwelle, die Staken sind direkt zw. der Granitschwelle und dem ersten Riegel verkeilt und mit Lehm ausgefacht. Zumindest gewesen. Dazu kommt die Granitschwellen liegen sehr tief nur ca. 10-15mm über dem Gelände im Bereich des ehem. Tores sogar darunter. Das Fachwerk zieht daher ständig Nässe und ist dem entsprechend stark zerstört, zwei Ständer waren auch angegriffen diese habe ich bereits angeschuht.
Ich hätte da gern Ruhe drin und alles aus der Erdfeuchte raus. Daher würde ich gern bis zum ersten Riegel ausmauern und dann die Ständer entspr. kürzen.
Die Granitschwellen sind mit Bruchsteinmauerwerk (in Lehm gesetzt) gegründet.
Da von außen die Scheune komplett mit Brettern verschlagen ist und das auch so bleiben wird, habe ich optisch keine Bedenken. Statisch sollte man evtl. ab und an einen Anker setze.
Was sollte ich beachten? Wo könnte es Probleme geben?



Nicht schön



...kann man aber durchaus machen.
Ich würde allerdings dann als oberen Abschluss des Sockel einen Ringanker einbauen in den Metallanker betoniert werden die dann mit den Stützen verbolst werden, sonst besteht die Gefahr das sich einzelne Stützen in der Flucht verschieben können.



Rückfrage Ringanker



Hmmm. Dazu müßte ich ja das ganze Fachwerk komplett abfangen.
Um einen Ringanker zu gießen muß ich ja mit einem Mal auf voller länge arbeiten...also müßten die Ständer komplett wegschneiden. Einen durchgehenden Ring bekomme ich auch nicht hin, da an jeder Gebäudeseite eine Tür ist.

Ich hatte mir gedacht, nach Entfernung der Gefachereste, untermauere ich die Riegel pyramidenförmig (zwischen den Ständern) bis ca. 15-20 mm Fuge nach oben bleiben. Dann wenn die Mauer abgebunden hat unterkeile ich mit Eiche-Auflagern, so das das Gewicht jetzt auf den Riegeln liegt.
Jetzt kann ich die Ständer zurück schneiden und untermauern (die Wand schließen).
Hatte mir außerdem überlegt evtl. die Ständer nicht bis zu den Riegeln zu kürzen, sondern ca. 20 cm in die Mauer ragen zu lassen. Somit wären sie seitl. in ihrer Lage gesichert.

Was mir nicht sorecht klar ist, wie/ob ich die Ständer noch in der Tiefe sichern muß. Also gegen ein Abgleiten vom Mauerwerk nach innen oder außen. Könnte mir das wenn dann mit Lochplatten und Mauerwerksankern (FAZ o.ä.) vorstellen.
Ist das nötig? Vorher standen die ja auch nur auf den Granitschwellen auf.
Ergibt sich die Lagesicherung nicht aus dem Fachwerk selbst? Solange die Riegel, Ständer und Streben alle ineinander greifen ist das System doch relativ starr. die Ausfachungen steifen ja noch zusätzlich aus.



Wenn



du das so machen willst ,schneid die Ständer bündig mit den Riegeln ab,die Last soll der Ständer tragen,der Riegel steift nur aus.
Eigentlich ist eine Verankerung nicht notwendig,normale Schwellen liegen ja auch nur auf.

Grüße Martin





Genau um das abgleiten nach innen oder außen geht es ja, das verhindert gewöhnlich ein durchgehendes und mit jedem Stiel verbundene Schwell, darum sollten Sie wenn das weg ist ein neues oder eben ein Ringbalken aus Beton einbauen.
So was kann man auch abschnittsweise machen.



Grundschwelle



Was denn nun, ein Ringbalken oder ein Ringanker?



Wenn



bis unter die Riegel aufgemauert und die Ständer ebenfalls auf dem Stein stehen wird die Last vom Ständer abgetragen und die Riegel verhindern ein seitliches Verschieben.

Eine durchgehende Schwelle wäre natürlich besser,die müßte alk aber auch 30-40cm höher setzen,da kann ich schon verstehen ,das er direkt bis unter die Riegel aufmauern will.

Grüße Martin



hamse mal …



ne Skizze oder nen Foto … oder 2

Florian Kurz





Herr Böttcher

Keine Antworten aber blöde Fragen,
konstruktiv sieht anders aus!
Wenn Sie schon raushängen lassen müssen das es einen Unterschied zwischen beiden gibt den Sie aber kaum ein Laie kennt dann klären Sie doch lieber hier den fragenden Laien auf und empfehlen das aus ihrer Sicht richtige.
Alles andere ist dezent gesagt affig.

Ich bitte dennoch vielmals um Entschuldigung das ich Sie verwirrt habe.

Da hier überwiegend Schub- und Biegekräfte eliminiert werden müssen nennen Sie es als Profi einen Ringbalken, alle Laien nennen das Dingen ruhig weiter Ringanker.

@alk
Fachwerkstiele die unten nicht in ein durchgehendes Schwell eingebunden sind können Sie nach entfernen der Gefachausmauerung mit einer Hand ohne weiteres 20 bis 30 cm vertikal von innen nach außen bewegen und das ist hier das primäre Problem.

Googlen Sie mal nach “Betonschwell” oder Betonschwell-Fachwerk” da sehen Sie wie so was gehen kann und das auch das Absteifen kein Teufelswerk ist.
In jedem Fall sollten Sie mit dem Absteifen einem Zimmerer- oder Baubetrieb beauftragen, das wird nicht die Welt kosten und Sie sind auf der sicheren Seite.

So wie Sie es derzeit vorhaben sollte Sie lieber tunlichst die Finger davon lassen.



Grundschwelle



Noch mal:
Was soll denn der Fragesteller nun bauen, einen Ringbalken oder einen Ringanker?
Immerhin haben SIE ihm beide empfohlen, nicht ich.
Welchen soll er denn nehmen?
Die Frage sollten Sie beantworten, nicht ich.
Und nebenbei können Sie ja auch den Rest aufklären (auch mich) warum Sie Ihre Wahl so getroffen haben und was der Unterschied zwischen beiden ist.
Der Profi nennt es so und der Rest anders- ein bisschen dürftig als Erklärung.
Ist wahrscheinlich auch so mit Kaliumcyanid und Calciumcyanamid. Der Apotheker nennt es so, der Laie so, klingt fast genauso, wohl alles ein Gelumpe. Solche Art Erklärungen sind etwas dürftig für jemanden wie Sie der unter einem nervösen Magen leidet.


Viele Grüße

p.s. der Profi sagt entweder Ringbalken oder Ringanker und meint es auch so.



Tja Georg



… das ist der Unterschied vom Blubberer, der wild um sich schmeisst mit Fachbegriffen, die er in der Blödzwitung aufgeschnappt hat … und mit denen er Lischen Müller hinterm Ofen beeindrucken will …

Was dem einen Sein Anker ist dem andern sein Balken (im Aug) … 

Da trennt sich halt recht schnell die Spreu vom "Weisen" … 

Is doch eigentlich das selbe … Balken … Anker … hört man doch schon am "Vorwort: RING"

… und DAS dann direkt über dem Fundament … da müssen auch wir alten Hasen, den Hut ziehen … ach wo ist er nur … ah der liegt auf der Ablage … hinten im Auto …
:-)

Florian Kurz





Herr Bötcher

wie kleinkariert sind sie denn?
Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Frage beantwortet, ich denke auch so das der fragende Laie das gut verstehen konnte, andernfalls kann er nachfragen.

Warum antworten Sie hier eigentlich nicht auf die Eingangsfrage?

Alk würde sich sicher über konstruktive Lösungsvorschläge freuen, und ich könnte möglicherweise auch mal aus einem anderen Blickwinkel auf die Sache schauen und im günstigsten Fall etwas lernen.

Das hatte ich mir übrigens bei dem Bodenaufbau mit Glasschaumschotter auch erhofft, aber da warn sie dann leider weg.

Herr Kurz
Eben nicht direkt überm Fundament sondern unterhalb des ersten Riegel, das ist dann so Minimum in ca. 1m Höhe.



bpB



Na Hallo

Sie schreiben:
und ich könnte möglicherweise auch mal aus einem anderen Blickwinkel auf die Sache schauen und im günstigsten Fall etwas lernen.

Das nehme ich Ihnen nicht ab … Sie schmeissen doch wie ein Berserker mit Fachtermini um sich, von denen Sie KEINE, ich wiederhole: KEINE Ahnung haben … und wenn man Sie freundlich, wie das Georg gemacht hat, darauf hinweist, ob Sie denn den Unterschied selbst kennen, den Sie da rumballern … werfen Sie ihm "Kleinkariertheit" vor …

Das zu dem Thema:
und ein RingBalken oder RingAnker in ca. 1 Meter Höhe … in Ihrem Haus möchte ich nicht leben …

… na dann: "Gute Nacht" …

Balkenauge sei wachsam … (allgemein zu verstehen)

Florian Kurz



bpd



Nicht schön kann man aber durchaus machen...ist ne Aussage...etwas tiefer dann...So wie sie es derzeit vorhaben sollten sie lieber tunlichst die Finger davon lassen...ok dazwischen war noch en Ringanker,aber was den nu?

Ein Ständer der sich 20-30 cm vertikal verschieben lässt ,hat ne völlig schlampige Zapfen/Loch verbindung!

Aktuell stehen die Ständer ja auch stumpf auf,ich geh mal davon aus das die nicht im Granit eingezapft sind,das Ding steht aber ja bis heute.

Grüße Martin



Aua



Herr Kurz
… Sie schreiben:
“und ein RingBalken oder RingAnker in ca. 1 Meter Höhe … in Ihrem Haus möchte ich nicht leben …”

Warum Sie in einem Haus mit Ringbalken nicht leben möchten wird wohl in Ihrer Abneigung von Zement begründet sein, Sie können ja wie immer Luftkalk von Solubel nehmen ;-)

Wenn Sie aber die Frage gelesen hätten wäre Ihnen auch nicht entgangen worum es hier geht.

Der Fragesteller schrieb nämlich:
“Im Scheunenanbau meines Hauses…”

Nun bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr so ganz sicher ob der alte Hase Kurz überhaupt den Unterschied zwischen einer Scheune und einem Haus kennt.

Was Sie von mir halten oder was Sie mir abnehmen geht mir ganz salopp gesagt am Arsch vorbei.



Zitat



aus Ihrem Beitrag:

Herr Kurz
Eben nicht direkt überm Fundament sondern unterhalb des ersten Riegel, das ist dann so Minimum in ca. 1m Höhe.

Davon hab ich nichts geschrieben, Sie Leuchte …

Wie Sie den Unterschied zwischen Ring-Balken und Ring-Anker kennen, kenne ich den Unterschied zwischen A und A …

oder gehen Sie nach England … da braucht man gute Ruderer … denn im "Zurückrudern" als Trockenübung fehlt es Ihnen wahrlich nicht an Erfahrung

Und einen letzten Tipp an Sie noch …
Lassen Sie die Finger von Ihrem eigenen Haus, denn das geht SO wahrlich schief …

Florian Kurz



Wäre doch schön,



wenn ein Bild´l zu sehen wäre. Es ist nur von einer Scheune die Rede und von Fachwerk. Es wäre 1. toll zu wissen in welcher Gegend die Scheune steht, denn Fachwerkbaustile sind regional verschieden. Dann wäre 2.der Fachwerkgrundtyp interessant, Geschoß- oder Stockwerkbau?
Und 3. wäre interessant zu wissen, ob die jenigen, welche hier fachliche Höhepunkte zelebrieren, solche Arbeiten selbst schon ausgeführt haben?



Sind sie besoffen Herr Kurz?



Das hier haben Sie geschrieben kein anderer!

“...Is doch eigentlich das selbe … Balken … Anker … hört man doch schon am "Vorwort: RING"
… und DAS dann direkt über dem Fundament … da müssen auch wir alten Hasen, den Hut ziehen …”




---Forenreferenz-----------
Tja Georg -
… das ist der Unterschied vom Blubberer, der wild um sich schmeisst mit Fachbegriffen, die er in der Blödzwitung aufgeschnappt hat … und mit denen er Lischen Müller hinterm Ofen beeindrucken will …

Was dem einen Sein Anker ist dem andern sein Balken (im Aug) … 

Da trennt sich halt recht schnell die Spreu vom "Weisen" … 

Is doch eigentlich das selbe … Balken … Anker … hört man doch schon am "Vorwort: RING"

… und DAS dann direkt über dem Fundament … da müssen auch wir alten Hasen, den Hut ziehen … ach wo ist er nur … ah der liegt auf der Ablage … hinten im Auto …
:-)

Florian Kurz mehr ...
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So viel zum blubbern ;-)





@Martin

Sie schreiben:

“Aktuell stehen die Ständer ja auch stumpf auf,ich geh mal davon aus das die nicht im Granit eingezapft sind,das Ding steht aber ja bis heute.“

Na dann brauchen ja nur die verfaulten Stiele rausgeschnitten und die Fehlstellen ausgemauert werden, oder wie?



@bpB



Nöö ,das Fachwerk absteifen und das ganze im ordentlichen Verband untermauern.
Ist fachlich nicht in Ordnung,funktioniert aber ,habe ich selber schon gesehen,was nicht heißt das es bei alk genauso funktioniert,aber das ist nun mal das was der Fragesteller vor hat.

Grüße Martin



Endlich mal wieder was los hier.....



...ich dachte schon der Laden verkommt hier zum Tummelplatz von Kalkputzverstehern und Lehmflüsterern......;-)

Passende musikalische Untermalung gefällig?:

http://vimeo.com/60331094

Schönen Sonntag noch,

Boris

@alk: Je gute Fotos, desto brauchbare Antworten - siehst ja was sonst dabei rauskommt.



???



Hallo die Herren,
das hier so eine Grundsatzdiskusion inkl. verbalem Steinewerfen entsteht, find ich etwas befremdlich.
Es wär sicher der Sache dienlich, wenn man sich hier aufs wesentl. begrenzt, sowas hat in Foren m.E. nichts zu suchen.

Noch mal kurz zu mir, ich habe Holztechnik studiert meine Diplomarbeit befaßte sich mit Sanierungsstatik im Holzbau. Ich bin also durchaus in der Lage ein statisches System zu erkennen vor dem ich stehe. Ebenso kann man mich mit Fachbegriffen nicht einschüchtern.

Hier kurz die Beschreibung. Es geht um ein Bauernhaus in der Oberlausitz. Das EG bis auf den Scheunenteil ist massiv aus Mischmauerwerk. Der Scheunenteil (Grundfläche nur ca. 3 x 7 m) ist komplett in Fachwerk errichtet (Geschoßbau) und bildet den Nordgiebel des Hauses. Es gibt und gab hier nie ein Schwellholz, die Ständer stehen stumpf auf und die Ausfachung geht bis auf die Granitschwellen.
Die Konstruktion ist kurz gesagt Murks, war sie aber auch schon immer. Zumindest konnte ich keine Hinweise auf ein früheres Schwellholz finden.
Nur aus diesem Grund, also weil die Konstruktion nicht gerade dem entspricht was normal ist / im Lehrbuch steht. Bin ich auf die Idee des Ausmauerns gekommen und wollte mich hier nach Erfahrungen und Hinweisen erkundigen. Ich habe auch nicht geschrieben ich wollte den Lastabtrag über die Riegel gewähleisten. Nur für den Zeitraum "Ständer-einkürzen-Ausmauern-Abbinden" (ca. 2Tage), dannach sollen die Ständer ihre Funktion wieder übernehmen.
Prinzipiell finde ich dan Gedanken eines Ringankers nicht schlecht. Ich bezweifle zwar das sich eine Fachwerkständer um 20cm versetzen läßt (da müßten ja alle Zapfen fehlen), aber Bewegungen bis 5-6cm sind durchaus denkbar.
Die Sache mit dem Ring ist nur die. Für mich macht der nur richtig sinn, wenn er voll durchläuft und mit dem Mauerwerk des Wohnteils verbunden ist. Es befindet sich aber jeweils eine Tür zwischen massivem Haus und Fachwerkscheune. Ich könnte daher höchstens ein U gießen, der lange mittlere Schenkel (7m) wäre unter dem Giebel, die zwei Seiten wären nur etwa 1m bzw. 2m, dann kommen die Türen. Das ergibt einfach keinen Ring, auch die Verbindung zum Mauerwerk wird so nix. Stückweises gießen birgt immer die Gafahr von Rissen, hier könnte man sich mit entspr. Bewährung behelfen....
Insgesammt scheint mir aber der Aufwand für den nachträglch wirkenden "Teilring" übertrieben, denn theoretisch könnte sich auch der verschieben (er hat ja keine Verbindung zu anderem Mauerwerk, Gründung u.ä.) , wenn auch allein des Gewichtes wegen eher unwahrscheinlich.

Andere Idee:
Wie wäre denn die Idee die Ausmauerung als Stützwand auszuführen? Ich könnte ja an den Ecken (evtl.1 x 1 m) und dem Giebel innenseitig neue Fundamente gießen 0,8-1m tief, das Ganze ca. 25 cm breit und bis zur Höhe der Granitschwellen. Das Ganze wird dann im Verband mit Ziegelmauerwerk übermauert (neues+altes Fundament), sollte min. eine 36er Wand ergeben. Ansonsten würde ich wie urspr. angedacht vorgehen, im Bereich der Ständer könnte ich Flacheisen, Winkel o.ä. in die Fugen einlegen die dann mit den Ständern verspillt werden.
Das ist in meinen Augen die praktikabellste und stabilste Lösung. Hatte ich auch zuvor schon einmal so erdacht.
Aber evtl. ist das auch übertrieben?

Man sieht ja häufiger Ausmauerungen von Fachwerk gerade im erdnahen Bereich. Ich hab nur noch nie gesehen, dass das derartig massiv gemacht wurde. Da sind sogar meist nur einfache (12er) Wände zu finden.
Daher frag ich mich ob es sinnvoll und nötig ist. Ich hatte wegen des besseren Verbandes an eine 24er Wand gedacht.

Mir wären eigene Erfahrungen oder Beobachtungen hier die liebsten, Antworten. Im theoretsches Steineklopfen bin ich auch nicht der schlechteste, nur davon Rückt die Baustelle kein Stück vorran.





Wenn Sie statisch keinerlei Probleme sehen ist die Art der Ausführung ja nur noch Feintuning, von daher verstehe ich dann allerdings denn Sinn der Ausgangsfrage nicht so ganz. ;-(





Meine Intension ist und war es, mich hier nach Erfahrungen anderer zu erkundigen um Problemen und Fehlern aus dem Weg zu gehen. Im Bereich Holzbaustatik und -konstrution bin ich fit. Ein großes "?" sind für mich die Gründung und das Mauerwerk. Hier habe ich weder theoretische noch praktische Erfahrungen.
Ich wäre jetzt z.B. einfach davon ausgegangen, das die alte Gründung ausreichend ist, ob dem so ist weis ich aber nicht. Woher auch? Eben so ist klar das selbst eine einfache Ziegelwand die anfallenden Druckkräfte aufnehemen kann. Es gibt genügend Bestandsgebäude in denen die Obergeschoße und Giebel nur einreihig gemauert wurden. Aber wie ist es mit Schub???
Daher frage ich nach einschlägigen Erfahrungen.
In der Form wie:
"Geht, habe das so und so gemacht." Oder: "Geht so nicht, gab bei mir folgendes Problem."





Eben wegen dem Schub würde ich es nicht ohne ein Schwell machen und weil Sie optisch keine Anforderungen stellen kann man das sehr gut auch aus Stahlbeton machen.
Um die Gründung würde ich mir die wenigsten Sorgen machen, das Dingen steht ja schließlich schon ein paar Jahre da drauf.
Eine weitere Möglichkeit wäre der gesamte Neuaufbau der Wand bis zum Rähm, Vorteil hier:
Sie haben gleich eine unversalzene und trockene Wand.
Könnte ja für die spätere Nutzung auch interessant sein.



Hallo Alk



Ich kann ohne Bild nur Mutmaßen, doch hört es sich für mich sehr nach schlesicher Holzbauarchitektur an. Langständerbau der typisch gekürzt auf Sockelsteinen bzw. Sockelmauer ruht.
Vermutlich ein regional typisches, freitragendes, langstrebiges Hängefachwerk (langstrebiger Umgebinde Grundtypus). Diese Konstruktionen sind weder Murks noch falsch!!!!!Herr Böttger behauptet so etwas auch immer mal gern !! Bevor man ein Diplom über Sanierungsstatik schreibt sollte man die Holzbauarchitektur genau kennen. Langständer-Bau ist der ältere Grundtypus und ist auf schlesichem Gebiet in zahlreichen Variationen anzutreffen. Bei wirklichem Interesse kann ich Ihnen gern weiter helfen.

MfG



@Sträselkucha



Vielen Dank, den Begriff "Langständerbau" kannte ich so nicht, ist aber zutreffend.
Murks ist das in meinen Augen schon, wenn Holz im Erdfeuchtenbereich verbaut wird. Evtl. lag das Gelände früher tiefer, Straßenbau usw. das Thema kennt man.
Und statisch/konstruktiv besser ist ein unteres Schwellholz allemal um Schubkräfte aufzunehemn. Die vielen Umgebinde in meiner Region zeigen aber das es auch ohne geht. Wobei ich schon immer etwas verblüfft bin das die Ständer dort wirklich nur durch das obere Rähm und die Kopfbänder auf den Granitschwellen in ihrer Position gehalten werden.
Im modernen Holzbau ist sowas nicht denkbar, dort müßte man mit Pfostenträgern, Schwertern o.ä. arbeiten.
In wieweit die Konstruktion schlesischen Ursprung hat, kann ich nicht sagen, dafür kenne ich mich geschichtl. zu wenig aus. Regional liegt das Gebäude im Randbezirk der Oberlausitz, der Böhmische Raum und die Dresdner Heide liegen weitaus näher als das niederschlesische Gebiet.



Warum verblüft?



Ich glaube es wird viel über Fachwerke geschrieben, auch in diesem Forum. Aber keiner erkennt wirklich die statischen Systeme. Da wird über Schwellenhölzer und Ringanker philosophiert, die bei diesen Langständerbauten kaum Einfluß haben.
Langständer (Geschoßbauten)mit hängendem, langstrebigen Fachwerk funktionieren, weil:
-die Langständer im Ausknickbereich "eingeschoßene" Deckenbalken (Ankerbalken) haben
- diese in mehreren Achsen Hausteilend als Gebinde (Bundwände) den Traufenschluß und damit den Zug halten
- diese Langständer durch Bundwände von oben aufgehängt mit Weihschwanzverbindungen durch Strebewerk und Schußriegel gegen Schub gesichert sind.
- Die Lagständer im Gegesatz zum Stockwerkbau kein Gelenk im OG am DB bilden
- Die Dachbalken DG aufgekämmt sind und den Traufenschluß (Zug) nochmals halten.
-in Verbindung mit Firstsäulen, Kehlbalken, Hahnbalken und Längsstrebenverband ein selbsttragendes Hängegefüge bilden
-der Dachbalken den Schub als Zugstab nimmt
-Bei großen Gebäuden Mittelgurte mit Mittelsäulen hängendem Strebewerk ausgestattet sind.
u.u.u.
Schlesien ging bis Uhyst Kreis Hoywoy. In Merzdorf bei Uhyst stand bis 1933 ein Musterbau einer Langständerkirche

Also immer schön aufgemerkt Sanierungsstatik im Holzbau ist schwieriger als es manchmal den Anschein hat.

LG





Längständerbauten?

…mit Riegeln zwischen den Längständern?
…mit einer Grundfläche von 3x 7 m?

Sehr interessant aber äußerst unwarscheinlich



@bpB



Sie scheinen sich ja sehr gut auszukennen im historischen Holzbau!
Dan lassen sie mal den Schub durch die Schwelle ;-)



PS



Langständerbau nicht Längsständerbau;-);-) ;-) ;-);-) !!!
Sie amüsieren mich.



Begeisterung



Sie kennen sich aber auch bestens aus, möglicherweise hauen Sie aber hier einiges etwas durcheinander.

Ständerbauweise wird als Geschossbauweise bezeichnet. Die von der Schelle bis zum Dachgebälk durchlaufenden Ständer, darum und nur darum Langständer, tragen die gesamten Lasten über mehrere Stockwerke ab. Gebäude mit mehreren Stockwerken wurden daraufhin als Langständerbau bezeichnet. Die auf einem gemauerten Sockel errichteten Ständer waren durch waagrechte Balken, die so genannten Ankerbalken, miteinander verbunden. Die Ankerbalken dienten gleichzeitig als Auflage für die Deckenkonstruktion der einzelnen Geschosse.

Ständerbauweise ohne Schwell o. Ankerbalken = eine primitive Pfostenbauweise und die hat sich nun mal nicht bewährt und wurde eben durch die Ständerbauweise ersetzt.



Ich lasse sie mal in Ihrem Glauben!



Da sie scheinbar Prof. Ing. sind und dazu noch Zimmerer, der die alten Techniken beherrscht, kann ich mich nur vor Ihrem geballten Wissensschatz in Demut verneigen.
Prof. Ing. e.h. Gustav Wolf wäre blass vor Neid.





Machen Sie das Herr Herbst.



Psst



bpb, ich wohn in so ner Hütte,nur heißt dein beschriebener Ankerbalken hier Schwellriegel....



Schön



das sie uns über Ankerbalken aufklären wollen bpB.
Das wurde schon 3 Antworten eher getan.
Na da! Fröhliches Betonieren noch.
Das nennt man struvsche Dekadenz.



Watt nu



Entweder Anker- bzw. Schwellbalken oder Riegel, ein Riegel liegt immer nur zwischen zwei Ständern. Das könnte ein Verweis darauf sein das es entweder eine Pfostenbauweise war oder der jetzige (Schwell)Riegel durch Kürzug der Stiele zwischen ursprünglichem Schwell und erstem Riegel dazu gemacht wurde, ähnlich wie der Fragesteller das hier vor hat.



Der



Fragesteller macht s dazu....hier war s schon immer so....und nicht nur bei unserer Hütte....warum so verbissen daran festhalten das es nur den und den haustyp gibt.

Grüße Martin



Nö, nicht verbissen



Ich bezweifele nur das die Häuser ursprünglich so errichtet wurden, historische Belege scheint es dafür ja auch nicht zu geben.





Es war in meinem Fall definitiv so, das es kein unteres Schwellholz gab. Ich habe am Feiertag die Reste der Gefache entfernt und mir alles genau angesehen. Die Granitschwellen sind recht grob behauen und wirken verdreht, nur im Bereich der Ständer wurde auf eine einigermaßen plane Fläche geachtet, dafür wurde aber sehr genau eine Nut für den Einschub der Stacken eingemeiselt.
Hatte ich so noch nicht gesehen.