Angst vor Einsturz




Hallo, ich habe ein paar dringende Fragen.
Wir wohnen zur Miete in einem 200 Jahre alten Fachwerkhaus. In diesem Haus befinden sich zwei Wohnungen wir wohnen im zweiten Stock.
Ich persönlich empfinde das Haus als sehr instabil, da der Boden sich an manchen Stellen gesenkt hat und sich z.b. einige Türen nicht mehr schließen lassen,dass sie auf einmal länger als der Rahmen sind. Wir haben auch in vielen Wänden rissen z.b. zwischen Küche und Wohnzimmer die Wand, ist komplett von unten nach oben durchgerissen, es sieht aus als hätte sie sich von der Außenwand getrennt. Jetzt möchte der Vermieter in unserem Hof die Garage abreißen und eine große
Halle bauen. Das heißt hier werden bald ein Bagger der Betonmischer und riesengroße Laster in den Hof rein und raus fahren, und wir haben wirklich Angst dass das Haus über unserem Kopf zusammen stützt. Meine Frage ist wie stabil sind denn solche Fachwerkhäuser.? Die Balken auf dem Dachboden z.b. sind zum Teil so morsch dass ich mit den Fingern das Holz herausholen kann. Des Weiteren ist unsere Treppe zum Dachboden 10 cm in den Fußboden gesackt. Den Vermieter interessiert das alles überhaupt nicht, er meint das wäre alles in Ordnung. Wir würden ja ausziehen aber der Wohnungsmarkt ist wie leergefegt, und ich mache im Moment eine Ausbildung zur Krankenschwester ich habe also auch nicht so viel Geld.
Wie kann man den.feststellen ob das Haus noch sicher ist? Hat jemand einen Tip?





Im Zweifel ist das eine bauordnungsrechtliche Angelegenheit. Wenn tatsächlich Bedenken an der Standsicherheit bestehen, kann das Gebäude nicht mehr bewohnt werden.

Zunächst trifft hier aber den Vermieter die Pflicht.

Es kann halt sein, dass er das Haus lieber entmieten möchte und deswegen sich an den doch, teils bedenklichen Zuständen nicht stört.

Ein Mietvertrag ist aber ein Garantievertrag. Also wenn der Vermieter seinen Hauptplichten aus dem Mietvertrag (§ 535 BGB), namentlich auch der Instandhaltungspflicht nicht nachkommt, macht er sich ersatzpflichtig.



Das klingt nach:



Auszug.

Sicherlich gibt es rechtliche Möglichkeiten. Schon ein Statiker kostet Geld. Das Ergebnis seiner Untersuchungen scheint absehbar, nützt Euch aber nicht wirklich. Anzeige beim Bauamt? Im Extremfall wird das Haus gesperrt... Sowas macht besser erst, wenn Ihr eine Ausweichmöglichkeit habt. In jedem Fall aber wird es langwierig und teuer. Zudem: Solltet Ihr tatsächlich den Vermieter bewegen können, mehr als nur Kosmetik zu machen, habt ihr über längere Zeit eine Baustelle und keine Wohnung.

So leergefegt kann kein Wohnungsmarkt sein. Vielleicht erweitert Ihr den Suchradius etwas? Sucht Euch eine andere Bleibe, die sicher ist.

Grüße

Thomas