Ameisenbefall

24.04.2016 Jassi



Jedes Jahr Ende April/Anfang Mai habe ich ein Ameisenproblem in der Wohnung. Ich wohne zur Miete in einem ehemaligen Fachwerkhaus aus dem 18 Jahrhundert. Man sieht nichts mehr vom Fachwerk, aber der innere Aufbau ist vorhanden. Mein Vermieter hat viel selber gemacht.

Der Ameisenbefall betrifft jedes Jahr Küche und Wohnzimmer. Nun habe ich hier ein wenig gelesen und stelle fest, dass man sich etwas mehr Gedanken machen sollte, wenn der Befall im ersten Geschoss auftritt.Das könnte bedeuten, dass die Ameisen ihr Nest in der Zwischendecke gebaut haben und Holz zerstören. Sie kommen auch aus der Fußbodenleiste.Ich finde es sehr lästig. Mein Vermieter gibt mir immer nur chemische Mittel zur Hand und meint, damit müsse man in einem alten Haus leben. Da Haushaltmittel nicht helfen muss ich diese wohl oder übel ausbringen (Spry und Köderdose). Das wirkt auch. Wie können die Ameisen trotzdem jedes Jahr wiederkommen? Muss mein Vermieter mehr machen?

Lg, Sandra



Ameisenbefall



es stimmt, dass die Ameisen das Holz zerstören. Du darfst aber nicht warten bis auch der Erdgeschoss befallen ist. Du musst jetzt handeln. Es sollte umgehend nach der Befallsursache geforscht und eine professionelle Ameisenbekämpfung eingeleitet werden.





Ameisen sind keine holzzerstörenden Insekten im engeren Sinne, sie nisten aber gerne in Holzbauteilen, die durch Pilze oder andere Insekten vorgeschädigt sind.

Wenn man also Ameisen immer an der gleichen Stelle findet, ist etwas 'faul', z.B. eine alte vergammelte Fachwerkschwelle.

Auf dem Bild kann man eine alte Schwelle sehen, der Teil mit den Gängen war unten und stand wohl längere Zeit im Wasser. Überall, wo das Holz Feuchtigkeit ausgesetzt war, ist es dunkler und auch die Struktur ist anders und nur hier sind Fraßgänge.
Die beiden anderen Löcher sind von Menschenhand.

Das Problem lässt sich sicher nicht dur Auslegen von ein paar Ködern dauerhaft beheben.

Gruß

GE



Ameisenbefall



Wenn der Befall nicht durch dich als Mieterin gefördert oder verursacht wird,
zB durch herumliegende Krümel, Essensreste, offenstehende Außentüren etc.
ist es grundsätzlich die Aufgabe des Vermieters, die Schädlingsbekämpfung vorzunehmen,
und durch entsprechende bauliche Maßnahmen dem Befall vorzubeugen.

Bei immer wiederkehrendem Befall ist's sinnvoller einen darauf spezialisierten Betrieb zu beauftragen.
Du kannst natürlich auch Naturschutzverbände etc konsultieren und nach Möglichkeiten forschen,
zB außerhalb des Gebäudes alternative Wohnmöglichkeiten für solche Viecher schaffen-

die wollen ja auch irgendwo wohnen und haben ihre Aufgaben.

Andreas Teich