holzwurm bekämpfen, aber wie?




hallo,
ich habe ein 40 jahre altes haus gekauft, das zuletzt 2 jahre leer stand, das haus hat parkettböden. in zwei zimmern sind die zierleisten voller holzwurmlöcher (1mm). ein parkettbrett ebenfalls. das dieses ausgerechnet im Kinderzimmer ist, wüsste ich gerne, wie ich den Wurm bekämfen kann, ohne meinen sohn zu gefährden...
ach ja, ich (bzw mein sohn) würde gerne Teppich auf das Parkett legen
zu den zierleisten: was kann ich mit denen tun? wegschmeissen? oder retten?
dann das zweite problem: in einem Keller ist ein holzlagerraum eingerichtet, dort hörte ich "fress"geräusche. bei näherem hinsehen fand ich schwarze ameisen, ca 5mm lang, die zwischen holzstoss und Wand ein nest gebaut haben und lustig durch den holzstoss krabbeln. (im haus hat es ein paar kleine, rote verwandte). wie bekomme ich diese wirksam los?

vielen dank im vorraus und schöne grüsse

fiona



Fachmann zur Begutachtung



Guten Tag,
zum "Holzwurm im Parkett"
Es ist sichrzustellen, daß aktiver Befall vorliegt, bei einem Altschaden ist eine Bekämpfung überflüssig. In Parkett findet man meistens Splintholzkäfer, diese Käferlarven können noch in sehr trockenem Holz überleben. Ein Fachmann sollte das vor Ort klären. Zur gesunden Bekämpfung: Wenn es möglich ist Bauteile zu erstzen ist das die geundeste Maßnahme. Begasung ist sowieso für Ihren Fall unangebracht, Heißluft ist Problembeladener und unökologischer als es auf den Ersten Blick scheint. Wen bekämpft werden muß, dann ist wahrscheinlich der Ausbau evtl. flankiert durch kleinflächige chemische Bekämpfung angebracht. Insektenbekämpfende Holzschutzmittel sollten das Ü-Zeichen (darf auch für tragend Bauteile, ist aber eigentlich dem Fachmann vorbehalten) oder das RAL-Prüfzeichen haben. Wirkstoffe wie Pyrethroide und Carbamate wirken sofort, sind aber relatif gefährlich. Bei Anwendung entsprechend der technischen merkblätter und ggf. Zulassung ist nach heutigem Stand nicht mit Gesundheitsbeeinträchtigungen zu rechen. Unbedenklicher sind zB. die neuste Generation der Mittel mit Häutungshemmern wie z.B. Flufenoxuron. Diese Mittel behindern die Chitnproduktion der Larve. Da der Mensch kein Chitin produziert werden sie als sehr unbedenklich angesehen. Bis sich die volle Wirkung entfaltet kann es im extremfall noch jahrelang zu vereinzeltem Insekenausflug kommen. Bor ist eine weitere Wikstoffgruppe, die ebenfalls langsam zur Wirkung kommt, aber nicht ausgast. Wenn Säuglinge an behandelten Flächen lecken können ist es gefährlich. Ihr Parkett wird versiehgelt sein, so daß Sie bei erhalt der Versiegelung nur jedes einzelne Ausschlupfloch tränken können. Es ist schwer eine ausreichende Schutzmittelverteilung und Eindringtiefe zu erreichen.
Zum Keller:
wenn der Keller auch nur etwas feucht ist, ist er wenig geeignet Brenholz zu lagern. Ameisen treten meiner Erfahrung nach fast immer zusammen mit holzzerstörenden Pilzen auf. Das muß auch ein Fachmann vor Ort prüfen. Es gibt fressköder für Ameisen, die entweder recht unspezifisch oder vom Profi ausgewählt ganz speziell gegen einzelne Arten oder Gattungen wirken.
Ihr Ansprechpartner wäre ein "Sachkundiger für bekämpfende Holzschutzmaßnahmen", ein IHK-Gprüfter Schädlingsbekämpfer, Sachverständige der genannten Felder, Mitarbeiter von einschlägigen Instituten an Universitäten und Materialprüfungsanstalten usw. Das Anwaltsküro Omankowsky in Köln fürt die Liste der Sachkundigen.
mfG. Ulrich Arnold



Holzinsekt und Ameisen!



Guten Tag,

Per Ferndiagnose ist eine Bestimmung immer schwer; ich vermute aber im Parkett ebenfalls Lyctus = Parkettkäfer (bitte Fachmann beiziehen!)
Zur Bekämpfung hat Hr. Arnold eh schon einiges gesagt! Austausch, flüssige Chemikalien (Borsalz, etc.). Das klassische Heißluftverfahren ist bei Parkett sicherlich zu überdenken, wegen evt. auftretender Schäden. Vom ökologischen Standpunkt aus würde ich das Heißluftverfahren nicht unbedingt problematisch einschätzen. Sicherlich die Emissionen durch die Verbrennung sind da, die haben Sie während der Heizperiode z.T. auch.
Zu den Ameisen: Ameisen bauen z.T. Ihre Nester in Holz; sie bevorzugen erdnahes und feuchtes Holz, das schon pilzbefallen ist; sie können aber durchaus auch nicht pilzbefallenes Holz für Ihre Bauten verwenden.
D.h. das Holz im Keller dürfte etwas feucht sein; Aus diesem Grund ist Vorsicht geboten! Weniger die Ameisen sind das Problem, als dass u.U. ein Pilz auf dem Holz wächst. dies kann u.U. zu einem größeren Problem werden (siehe auch Beiträge über Pilzbefall!).
Also kontaktieren Sie möglichst bald einen Fachmann, der Ihnen kompetent Auskunft gibt!

Gruß aus dem sehr heißen Salzburg



Holzwurm



Wenn Ihre Zierleisten durch und durch verwurmt sind, lohnt wahrscheinlich ein Erhalt nicht. Bei sehr kleinflächigem Befall mit Lyctus oder anderen Anobiiden habe ich gute Erfahrungen mit einem Heißluftföhn aus dem Baumarkt gemacht: Man glüht die Insektenlarven einfach aus, bis zur Größe eines Türblattes etwa ist das sehr einfach und schnell zu bewerkstelligen. Die Löcher verspachtelt man dann mit simplem Holzspachtel und schleift die Flächen wieder plan. Ein wirklich tot-sicheres Mittel ist Epoxydharz: verspachteln und die Leichenreste oder ein einzelner Überlebender findet sich in Gießharz eingebettet. Das Verspchteln ist meistens notwendig, weil nach dem Ausblasen mit Heißluft auch das Bohrmehl ausgeblasen ist und nur noch Reststrukturen des Holzes vorhanden sind, die wieder aufgefüllt werden wollen.

Mit freundlichem Gruß

Dietmar Beckmann



holzwurm



hallo zusammen,

vielen dank für die antworten, sie haben mir sehr weitergeholfen!!

gruss

fiona