Altes Haus mit feuchten Mauern

24.01.2007



hallo,
ich habe ein steinaltes häuschen gemietet: sehr intererssanter materialmix: fachwerk, sandstein, ziegel, so eine art "mörtel" (eher sand), abenteuerlich zusammengezimmert, wahrscheinlich über die jahrzehnte zusammengemixt. das haus steht unter dem straßenniveau, die Bodenplatte aus Beton ist feucht, die unteren sandsteine auch total feucht, lösen sich teilweise schon auf. ich habe vor ein paar wochen einen bericht im fersehen gesehen von einem erfinder, der eine flüssigkeit entwickelt hat, die in solchen fällen, wo ein haus dauerhaft "nasse füße" hat, angewendet wird: sie wird mehrfach aufgespritzt, zieht in den pörösen Stein ein und macht ihn dauerhaft wasser dicht. leider habe ich meine aufzeichnungen verloren und kann mich an den namen nicht erinnern. wer kennt diese methode und kann mir weiterhelfen?
vielen dank
m. dilly



Altes Haus, feuchte Mauern



Solche märchenhaften Mittelchen werden immer wieder mal publik gemacht. Wirklich geholfen hat bisher in dieser wie von Ihnen beschriebenen Weise noch keins. Unkritisch eingesetzt können sie verheerende Bauschäden verursachen.

Viele Grüße
georg Böttcher



injektion



hallo,
würde mich in Ihrem Fall an eine Remmers Fachberatung in Ihrer Nähe wenden, nachschauen bei( www.remmers.de) und dann bei "Horizontalsperre in Mehrstufentechnik bei hohlräumigen und/oder rissigen Mauerwerk mit Remmers Bohrlochsuspension und Kiesol" nachschlagen bzw nachfragen .
Deren Berater schauen sich das Bauvorhaben vorher an und beraten.Auf gar keinen Fall "selbst mal probieren".Denn das ist eher was für eine Fachfirma!Was da im Fernsehen als Erfindung rüberkommen sollte gibt es schon ne ganze Weile.
Gruß F.Pukall



Vorsicht



bei derlei Versprechen, für mich ist es nicht vorstellbar, das eine Injektionslösung das Mauerwerk so durchdringen kann, das eine 100%ige Wassersperre aufgebaut wird und auch noch über Jahrzehnte funktionieren sollte. Und schon gar nicht durch oberflächliches Aufspritzen (auch wenn das mehrmals geschehen sollte).
Die Fachhochschule Zwickau hat im Erzgebirge die Trockenlegung der Grundmauern eines Kindergartens mittels Injektionsverfahren begleitet. Einer der Professoren hat mir auf meine Frage bezüglich des Erfolges zwei Jahre nach der Baumaßnahme keine Bestätigung desselben geben können.
Bei feuchten Grundmauern ist außerdem eine ganzheitliche Betrachtung anzuwenden (Herkunft des Wassers, Salzbelastung der Wand usw. usw.)
Gerne wird Ihnen auch Edmund Bromm hier im Forum weiterhelfen - da bin ich mir sicher.

Grüße, Frank Otto