Altes Haus-nasse Wand-nasser, angefressener Dielenboden

07.01.2015 Mireille



.....und das auch noch im Schlafzimmer. Ich habe Anfang Dezember schon mal was zu dem Thema geschrieben. Inzwischen war eine Bautrocknungsfirma da, die festgestellt hat, dass die Giebelwand durchnässt ist (140 Punkte(?)auf dem Meßgerät, mein eigenes Meßgerät zeigt zwischen 20 und 29,5 % an, Tendenz in diesem Radius ab-und zunehmend), ebenso der Dielenboden und inzwischen natürlich auch die Raumluft. Sie haben eine technische Trocknung empfohlen. Wir sollen nun als Vorarbeiten auf einer Fläche von 2qm den alten Parkettboden, den Dielenboden darunter und die Schüttung entfernen. Dabei haben wir festgestellt, dass der teilweise morsche Boden zwar oberflächlich noch gut aussieht, aber an einigen Stellen die Unterseite schwarz, nass und zerfasert ist,dazu kommt, dass die Dielen an der Seite zum Teil ausgedünnt sind bzw. sich die fehlenden Stellen in Pulver umgewandelt haben. Der Zefall sieht aus wie bei Totholz im Wald, wenn es von außen nach innen zerfressen wirkt. Man sieht Löcher und Gänge. Offenbar war da noch zu oder gerade wegen der Nässe ein Fraßschädling am Werk (Nagekäfer?), von dem aber nichts mehr zu sehen ist. Genausowenig von dem Schwamm, der an der Giebelwand bereits den Putz zerstört hat und aus dem Holzboden stammen muss. Nun meine Frage: Soll ich tatsächlich erst mal alles trocknen lassen, bringt das überhaupt was, ohne vorher den Schädlingsbefall und den Grad der Versalzung, die ja auf der Wand schon sichtbar wird, analysieren zu lassen? Oder wäre es am wichtigsten erst mal die Durchnässung zu stoppen und sich dann in Ruhe um den Rest zu kümmern. Herzlichen Dank allen, die sich schon Gedanken um mein verkorkstes neues altes Haus gemacht haben und natürlich auch denen, die es noch tun werden. Grüße aus Südwest Mireille



Nasse Wand



In welcher Tiefe und an welchen Stellen hat die Trocknungsfirma gemessen?
Wurden Materialproben entnommen?
Üblich ist bei einer Feuchtemessung die Ermittlung des Durchfeuchtungsgrades an einer Stelle als Referenzwert, der muß labormäßig gemessen werden. Mittels Messgeräten kann man dann Feuchteprofile erstellen um die lokale Verteilung festzustellen. Der Durchfeuchtungsgrad kann dann durch Vergleich der Messwerte mit dem Referenzergebnis hochgerechnet werden.
Das grundsätzlich zur Vorgehensweise.
Was ich über den Fall gelesen und gesehen habe sieht zwar schlimm aus aber die Trocknung ist da nicht das Problem wenn der Schaden erst mal abgestellt ist.
Mieten sie sich einen Bautrockner und lassen den ein paar Wochen laufen. Ich denke das wird billiger als die Trocknungsfirma. Investieren Sie das Geld lieber in einen ordentlichen Berater/Planer.



Richtig,



die Trocknungsfirma bringt gar nichts, wenn nicht klar ist, woher die Feuchte kommt.

Ein bisschen Trockner in Eigenregie kann aber nichts schaden. Noch billiger als die Miete ist aber der Kauf eines gebrauchten Trockners. Für 300 + x Euronen sollte es ein brauchbares Teil geben, das während der gesamten Bauerei hilfreich sein kann und hinterher immer noch einen Restwert zum Weiterverkauf hat.

Grüße

Thomas



Vielen Dank



....für die Antworten. Das bringt mich wirklich weiter, weil ich bis vor kurzem nicht mal einen Nagel in die Wand schlagen konnte, ohne mich umzubringen und jetzt merke, dass ohne eigenes Wissen bzw. auch mal einen guten Rat nichts läuft.

@Georg Böttcher
Am Telefon hat mir der Techniker der Firma das Ganze ähnlich erklärt wie Sie, nur nicht so ausführlich. Es sollte ausdrücklich eine Bestandsaufnahme über den gesamten Schaden erfolgen und Proben genommen werden, um Versalzung, Durchnässung und Referenzwerte zu bestimmen. Erst dann würde man mir ein Angebot zukommen lassen mit allen notwendigen Arbeiten, auch solchen, die von anderen Firmen im Vorfeld durchgeführt werden müssten.
Tatsächlich aber wurde nur die Feuchtigkeit an den Wandoberflächen und im Raum sowie eine Etage darunter gemessen. Proben wurden keine genommen. Und das Angebot enthielt neben der Empfehlung, Wand und Fußboden zu trocknen, kein Wort zu dem Schädlingsbefall oder den Salzausblühungen.
Ich hatte diese Firma ausgewählt, weil es sich um ein großes Unternehmen handelt, das viel mit Wasserschäden in Industriegebäuden zu tun hat und dazu noch über jahrzehntelange Erfahnrung verfügt. Naja....ich krieg das mit dem Trocknen auch selbst hin.
Lieber such ich mir jetzt jemanden, der sich mit alten Sandsteinhäusern auskennt. Gar nicht so einfach um diese Jahreszeit und in dieser Gegend. Aber trotzdem würde ich das Haus immer wieder kaufen.

Ganz herzliche Grüße



Feuchteschäden



Für eine wirksame und dauerhafte Sanierung von Feuchteschäden ist eine exakte Voruntersuchung notwendig,die die Ursachen der Feuchtebelastung klärt und den Zustand des Bauteils erfasst.

Alles andere ist und bleibt murks



Wir dachten eigentlich....



wir hätten die Ursache schon gefunden....in Form einer falsch eingebauten Fensterbank. Ich bin mir aber nicht mehr so sicher, ob das das einzige Leck war. Deshalb will ich einen Installateur nach dem Heizungsrohr sehen lassen, das dort verläuft.
Ansonsten danke....



Es gibt...



...einen bunten Strauß von Möglichkeiten, woher das Wasser kommen kann. Die Fensterbank wirds wohl nicht alleine sein, und ein Installateur deckt das Feld nicht ab...



:-) Ja,



das mit dem bunten Strauß ist schön gesagt, aber ich werd es schon hinkriegen. Einfach Step by Step...nach dem Ausschlußverfahren. Wenn die Heizung in Ordnung ist, bin ich schon mal einen Schritt weiter. Ich hoffe aber auf eine Beteiligung der Heizung, denn dann wird es zum Versicherungsfall. Es steht sowieso eine Komplettsanierung von allem an, was oberhalb des ersten OG liegt. Also Dach, Dachgebälk, das soll alles abgerissen werden. Der Rest entkernt und umgebaut und der Dachboden ausgebaut. Da wird hinter den Holzverkleidungen noch einiges zutage treten, denke ich.
Nur ausgerechnet die Giebelwand war nicht mit eingeplant und die Heizung ist auch keine 10 Jahre alt. Beides hatte ich nicht auf dem Zettel. Schon gar nicht jetzt, die Finanzierung steht frühestens in ein paar Monaten.
Der Wasserschaden ist auch nicht der einzige Bauschaden, den mir der Ex Eigentümer hinterlassen hat. Die Styropor Dämmung auf der Giebelwand ist die nächste Baustelle. (Und bestimmt auch nicht ganz unbeteiligt an dem "Desaster").
Das hat mich jetzt doch alles kalt erwischt und zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, mitten in der Planung, dann noch kurz vor Weihnachten. Jetzt ist auch noch mein Miteigentümer ausgefallen und ausgerechnet ich, die keine Ahnung hat und sich eigentlich nur um den Finanz- und Papierkram kümmern sollte, reißt jetzt nebenbei noch Holzböden raus, klopft den Putz von der Wand, und klettert hinterm Kniestock auf dem Löschboden rum.
Naja, hört sich schlimmer an, als es ist....aber sollte die Heizung defekt sein, dann stehen mir finanziell alle Türen offen. Vorausgesetzt ich finde jemanden, der Zeit hat und weiß, was er tut. Das ist nämlich auch so eine Sache. Nur ein einziger Bausanierer ist in weitem Umkreis beim DHBV gelistet und der hat mich erst auf Januar vertröstet und jetzt ist er nicht mehr erreichbar, d.h. er ruft nicht zurück.
Dann muss es halt anders gehen.....der erstbeste Bausanierer ohne Empfehlung, sollte es eigentlich auch nicht sein. Dazu hab ich schon zu viel Pfusch gesehen. Viele Grüße



Falls...



es die Heizung ist: vorsichtig freilegen, Schadstelle Freilegen aber nicht entfernen, alles dokumentieren...

Egal wie bunt die Werbung einer Versicherung ist, zahlen wollen die allesamt nicht, oder zu wenig. Holen Sie sich in diesem Falle einen eigenen, sanierungserfahrenen Sachverständigen (den die Versicherung auch nach Ankündigung durch Sie bezahlen muss), der Schadensbearbeiter der Versicherung wird nur nach unten diskutieren.

Viel Erfolg

Thomas



Danke



...guter Tipp. Na denn.....schaun wir mal, was da geht.



Zu meinem ersten Thread...



....kann ich keine Kommis mehr schreiben. Ich habe auch erst gestern gesehen, dass es da Ende Dezember noch neue Kommentare gab. Darauf hab ich geantwortet, aber die Antwort ist im Gästebuch gelandet, und es gibt auch keine Möglichkeit, sie wieder zu den anderen Kommis zu kopieren. Vielleicht gibt es die Kommifunktion immer nur zu einer Frage, und sie ist bereits abgestellt. Wie auch immer....ich hab geantwortet. Zu lesen in meinem Gästebuch. :-) Danke und VG