Altes Bruchsteinhaus von innen mit Cellulose d?mmen.

02.12.2015



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich m?chte die Au?enw?nde von einem alten Bruchsteinhaus mi Cellulose d?mmen. Vor der Wan soll eine Leichtbauwand entstehen wo auch gleich die neuen Elektroleitungen mit verlegt werden sollen. Die Leichtbauwand soll aus St?nderwerk und Riegips bestehen.
Nun einige Daten: Mauerst?rke ca. 50-60 cm, von innen verputz,Baujahr ca. 1900, Fenster ja, die neue Leichtbauwand soll 5cm dick werden, der entstehende Holraum soll mit Cellulose ausgeblasen werden.

Meine Frage: Kann ich den Umbau so vornehmen ohne das ich mit Schimmel rechne muss.

Mit freundlichen Gru?

Herbert Zeller
Nun meine Fragen:



Innendämmung



Ein solches Dämmkonzept zu entwickeln, die passenden Materialien und Bauteilaufbauten zu finden, macht zunächst eine umfassende Bauaufnahme notwendig.

Ohne den Erhaltungszustand Ihres Hauses zu kennen, die Rohbaukonstruktion, eventuelle Bauschäden/Feuchtebelastungen, vorhandene oder fehlende Bauwerksabdichtungen etc. kann keine langfristig schadensfreies Sanierungskonzept geplant werden. Vor allem müssen Feuchtebelastungen jeglicher Art in den zu dämmenden Bauteilen zuverlässig und dauerhaft behoben und vermieden werden.

Die angedachte Konstruktion ist nicht 1. Wahl. Das Bruchsteinmauerwerk ist nicht per se schlagregendicht. Die 5cm Innendämmung mit Cellulose erzielen einen U-Wert von 0,55; erforderlich sind 0,28 nach EnEv 2014. Die Temperatur auf der Innenseite der Bruchsteinwand liegt bei -5°C außen knapp über dem Gefrierpunkt innen. Frostschäden sind also nicht auszuschließen. Das Kondensat wird zwar von der Cellulose kapillar in den Raum zurücktransportiert, hat allerdings die GK-Platte vor sich, die dabei eventuell durchfeuchtet: Die absolute Kondensatmenge überschreitet die Menge, die während der Trocknungsperiode wieder verdunsten kann. Die Wandkonstruktion wird dauerhaft durchfeuchten.

- Die Wandkonstruktion entspricht nicht den Anforderungen der EnEV
- Die Wandkonstruktion funktioniert -theoretisch- nur mit dem Einsatz von Dampfbremsen. Praktisch nicht schadensfrei anwendbar.
-Innendämmungen sind hier nur mit kapillaraktiven, mineralischen + feuchteresistenten Materialien möglich, die hohlraumfrei aufgebracht werden und eine 100% Rücktrocknung des Kondensates ermöglichen.
- Sie können das Haus nicht partiell dämmen - sie müssen alle wärmeübertragenden Außenbauteile in das Dämmkonzept mit einbeziehen.

Wenn Sie die Wirkungsweise und die Zusammenhänge nicht wirklich verstehen, sollten Sie von der Ausführung selbst erdachter Dämmkonstruktionen absehen. Hier empfiehlt sich die Investition in Beratungs- und Planungsleistungen eines Fachmannes. Ausführen können Sie die Arbeiten dann immer noch in Eigenregie.



Bei einer Innendämmung



ist es wichtig darauf zu achten das der Wandaufbau bzw. die verwendeten Materialien ein hohes Trocknungspotential besitzen.

Hier gehören für mich Gipskartonplatten ganz klar nicht dazu!

Wichtig ist auch das sich die Schlagregenbelastung in Grenzen hält.

Grüße



Innendämmung mit Zellulose



Am besten im Nassverfahren / CSO, und etwas mehr darf es schon sein. Statt Gipskarton lieber Gipsfaserplatten.

Siehe auch http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/aussen-kalkzementverputz-238750.html .

Ist die Wand aussen verputzt ? Verputz in gutem Zustand ?



Im



Nassverfahren mit dem Kleberanteil?

Langzeiterfahrung gibt es dazu keine.