Alter PVC bei schwimmender Dielenverlegung weg?

12.03.2015 Maralein


Hallo.

Wegen zu geringer Raumhöhe möchten wir schwimmend (Klammern) 20 mm Lärche verlegen.

Darunter soll 2mm Kork und darunter ... ? Darum gehts.

Momentan liegt noch alter am Estrich festgeklebter PVC-Belag. Der geht auch ganz schwer ab (nur mit "Rasierklingenschaber".

Eigentlich würde ich den gern weg haben und dann eine neue Dampfsperre Verlegen (etwas feuchtes Haus.. Drainage kommt später).

Ist das sinnvoll? Oder sollte ich den PVC einfach liegen lassen und darauf eine Dampfsperre legen?

Oder kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich den PVC abbekomme vom Estrich (Wasser funktioniert nicht, Stripper wäre mein nächster Versuch).

Vielen Dank an das Forum.

Frank



Solch ein...



elektrischer Schaber machts etwas einfacher. Raus sollte das Zeug unbedingt, schon wegen der Audünstungen.

Danach den Strich grob überschleifen und einen Abdichtanstrich bringen. Und darauf würde ich die Lärche kleben. Diese Klammersysteme sind Spielzeug und halten massives Holz nicht sicher auf dem Boden.

Andere Frage: Kann der Estrich nicht 'raus? Darunter ist sicher ein Unterbeton, und es ließe sich die Aufbauhöhe für einen richtigen (und gedämmten!)Unterbau gewinnen.

Grüße

Thomas



PVC entfernen



hallo Frank
die Frage wäre wie lange der PVC schon liegt- falls schon Jahrzehnte wäre es natürlich möglich daß praktisch nichts mehr ausdünstet und minimale Reste mit einer darübergelegten stärkeren PE Folie am Ausgasen gehindert würden.
Entweder Raumluftanalyse machen lassen, die dann evt das Herausreißen erspart oder selbst entscheiden.

Andererseits wäre das PVC natürlich auch eine gute Feuchtigkeitssperre wenn es verbleibt.

Wenn es auf jeden Fall weg soll in schmale Streifen schneiden, am Ende mit zwei Holzstücken und festgeschraubter Zwinge eine Art Griff herstellen und damit herausreißen.
Es gibt auch spezielle 'Teppichreißer' für Bodenleger, der ähnliches macht.
Oder einen schwereren Stripper ausleihen- je nach Flächengröße.
Es ist jedoch auch möglich, daß du anschließend den Boden reparieren mußt- je nach Qualität des Estrichs.

Ansonsten wie von dir schon gedacht vorgehen.

Ich habe in meinem Haus vor ca 20 Jahren einen Massivboden aus Buche mit 20 x 120 mm auf einer durchgehenden Fläche von 60 qm im Dachgeschoß mit Klammersystem auf Holzfaserplatten verlegt- bisher ohne Probleme, obwohl Buche eher schwieriger ist als Lärche.

Auf Einhaltung der Randabstände und einer einigermaßen gleichbleibenden Luftfeuchtigkeit achten, da der Boden als Ganzes arbeitet und nicht primär innerhalb der einzelnen Dielen.
Meine waren von der Fa Holz-Berthold- welche wolltest du nehmen und wie groß ist die Fläche?

Handelt es sich bei dir um einen Erdgeschoßraum und ist es ein üblicher schwimmender Estrich oder Verbundestrich ?
Wann wurde der Boden hergestellt?
Falls schwimmend und die Höhe knapp ist könntest du noch überlegen, den heraus zu stemmen und die Dielen auf Holzunterkonstruktion zu legen-spart die relativ teuren Klammern und gibt bessere Dämmung.

Andreas Teich



Es ist...



die Rotbuche (massiv) ein ungeeignetes Material für ein Parkett, daher ist es schlüssig, sie mit einem ungeeigneten Verlegeverfahren zu kombinieren. Nur wird aus der Potenzierung von Fehlern nichts Gescheites.

Das Klammerverfahren kann in keiner Weise mit dem Arbeiten des Holzes mithalten. Auf den Spread von ca. 4-5 % Holzfeuchteänderung lassen sich beachtliche, und bei Rotbuche auch noch sehr schnelle Größenveränderungen des Holzes berechnen und auch beobachten. Ich sitze öfters mal bei einer Bekannten zum Doppelkopf auf einem Eschenboden des benannten Systems, und der sieht jedesmal anders aus. Im Sommer ein Hügelein vor dem Kamin, und im Winter große Fugen. Und je nach Jahreszeit klappert es, Hirnfugen öffnen sich...

Aus diesem Grunde halte ich obige Behauptungen von Herrn Teich entweder für wissentlich oder unwissentlich falsch; oder aber das Klima in dem betreffendem Raum ist ganz ungewöhnlich gleichmäßig.

In einem üblichen Wohnraum, der keine Luftentfeuchtungsanlage hat, ist das sommerliche Ausdehnen des Holzes wie das winterliche Schwinden nicht vermeidbar.

Insofern halte ich Klammersysteme für überdurchschnittlich fehlerbelastet und generell nicht empfehlbar. Schleifbar sind solche Böden nur mit deutlichen Qualitätseinbußen, in die Fugen läuft beim Ölen schnell überdurchschnittlich viel Öl...

Wenn Sie die Teile schon haben, und den Estrich drinlassenwollen, kleben Sie besser. Oder Sie weichen auf eine Dreischichtdiele aus. Die kann schwimmend verlegt werden.

Grüße

Thomas