Alte Sickergrube

06.07.2021 Dirk


Ich möchte die alte Sickergrube zu einer Zisterne umnutzen.
Die Grube ist mit Hohlblocksteinen gemauert und innen veputzt.
Der Putz bröckelt aber schon und muss runter.
Die Frage ist jetzt, wie dichte ich die Grube ab?
Ich hatte vor, innen Styropor an die Wände zu Kleben und dann eine Teichfolie einzuziehen. Da kann ich die Ein- und Auslässe super abdichten. Die Grube ist aber in drei Kammern unterteilt und die Trennwände gehen bis fast unter die Decke. Ich wollte die Wände stehen lassen, da sie den Druck von außen aufnehmen.
Geht auch Dichtschlämme direkt auf die Mauer?



Moin,



Vorhanden Putz , sofern lose abschlagen, Wand auf Haftung prüfen, Wandsohlenanschluss einstemmen und mit Zementmörtel füllen, Wand mit Zementputz verputzen, bituminöse Abdichtung aufbringen.
Die Trennwände unten öffnen.
Alternativ geht auch eine mineralische Schlämme, dann aber elastisch, eine glasharte Schlämme verzeiht keine Risse



Hatte ich mir schon gedacht.



Dann werde ich es mal neu verputzen und dann abdichten. Die Trennwände wollte ich eh unten öffnen.



Folie geht auch



Das hat ein Bekannter von mir vor 30 Jahren schon gemacht und die Zisterne ist heute noch dicht.
Als Dachdecker hat er allerdings eine Folie zur Abdichtung von Flachdächer verwendet, die verschweißt wird. Seiner Meinung nach ist die haltbarer/stabiler als Teichfolie. Für den Fall, dass man mal in die Zisterne rein steigen und sie von Schlamm reinigen muss.



Schweißbahn



Schweißbahn wäre auch eine Mögkichkeit. Da muss ich mir aber eine Atemschutzausrüstung besorgen.
Das Zeug mit dem Brenner an die Wand kleben in eine 2m tiefen Grube mit 2 mal 40x40cm Öffnung in der Decken lasse ich lieber. Da steht dir das CO2 in kurzer Zeit bis zur Hüfte.
Das neu verputzen ist da drinnen wegen der Dauer schon riskant.
Am liebsten wäre mir eine Dichtmasse dierekt auf die Steine zu streichen, wie für Wandabdichtungen im Erdreich, auch mehrfach.



Du kannst



Natürlich die Abdichtung direkt auf das Mauerwerk schmieren, dumm ist es nur wenn das ganze nicht funktioniert und wenn dann die Grube noch am Haus steht und sich die Wand wegbewegt weil das Fundament unterspült ist...viel Spass



Abdichtung



Ich gebe Olaf recht, eine Abdichtung nur als Anstrich wäre mir in so einem Fall auch zu unsicher. Zumal du auch die Durchlässe der Kammern rundum abdichten musst, damit das Wasser nicht durch die in die Außenwände einbindenden Zwischenwände (Hohlblocksteine) weg "diffundiert".
Die Folie muss auch nicht unbedingt eine Bitumenfolie sein, die heiß verschweißt wird. Es gibt auch z. B. PVC-Folien die kalt verklebt werden. Und, die Folie muss nicht unbedingt vollflächig an den Wände kleben. Du könntest schon außerhalb der Zisterne für die 3 Kammern 3 passgenaue "Säcke" aus Folie zusammen kleben und diese dann in der Zisterne nur am oberen Rand an den Wänden fixieren. Sprich, evtl. einfach mit Kappleisten an den Wänden/unter der Decke festklemmen. So bräuchtest du nur die Durchlässe der Kammern in der Zisterne mit Folienstücke (Folie auf Folie) verkleben und müsstest dich nicht stunden-/tagelang im "Grubengas" aufhalten.
Trotzdem ist dann zwar Atemschutz angesagt, aber eben nicht sooo lange.
Ohne Gewähr, wenn du einen Druckluft-Kompressor hast, kannst du damit etwas Frischluft in die Zisterne pumpen. Denn bei 100% CO2-Gehalt in der Zisterne nützt auch eine Atemschutzmaske nicht mehr viel.....

Hier ein Beispiel zum abkupfern: http://www.oekodil.de/produkt.html und http://www.oekodil.de/einbauanleitung-zisterne.html



Teichfolie



Das mit den drei Kammern außerhalb vorbereiten, hatte ich mir auch überlegt. Dafür wollte ich dicke Teichfolie nehmen. Da es dunkel in der Grube ist, sollte die auch lange halten.
Ich werde erst mal, wenn es mal wieder aufhört zu regnen. die Grube säubern und den alten Putz entfernen. Dann sehe ich auch, wie es darunter bestellt ist. Ich werde auch die dem Haus abgewandte Seite bis zur Sole Freilegen und mir von außen ansehen.Das Gelände/Garten ist abschüssig zur Grube hin. Die Grube wird später von einem Wintergarten überbaut, der aber größer ist als die Grube und somit nicht auf den Wänden steht.




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