Alte Einschubdecke ohne Rieselschutz

26.01.2014



Hallo Profis!

Ich habe an einer HBD die untere Holzschalung sowie den Rohrputz entfernt. Ziel ist die Verbesserung der Schalldämmung zwischen zwei bewohnten Etagen im EFH. Dazu soll eine Unterdecke aus Gipskarton an Federschienen angebracht werden. Eine Trittschallverbesserung in der oberen Etage folgt später. Problem sind die alten Einschübe. Erstens wurde kein Rieselschutz eingelegt und zweitens sind die Schwarten teils gammlig und teils verrutscht. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass die Schlacke weiterhin fröhlich auf die Unterdecke rieselt. Ich schätze, dass insgesamt nur noch etwa 70% der ursprünglichen Schüttung in den Einschüben ist. Kann man nun die Einschübe noch retten? Z.B. durch antackern von Textilbahnen oder Hartfaserplatten an die Unterseite der Einschübe? Oder ist es sinnvoller gleich alles zu entfernen und die Hohlräume zwischen den Balken mit Mineralwolle zu dämmen? Sollte man dann in einem Bad ggf. eine Dampfbremse einbauen oder villeicht Holzfaserdämmplatten verwenden? Vielen Dank schonmal für die hoffentlich hilfreichen Antworten!



Nachtrag Gewicht



Falls die Einschübe entfernt werden, fehlt doch sicherlich die notwendige Last für den Schallschutz-Oder? Ich hätte im darüber liegenden Geschoss keine Aufbauhöhe für Estrich etc. zur Verfügung. Was macht man da?



Warum die Decke entfernt?



das war schon der erste Fehler. Deckenputz grob ausbessern (winddicht) und dann den Gipskarton drunter.
Alles andere macht man von oben.
Dielung aufnehmen, Schüttung raus nehmen und zwischenlagern, wenn notwendig Balkenhöhe mit seitlichen Bohlen ausgleichen, neue Dachlatten dran, Dämmung wenn gewünscht, Einschübe wenn notwendig ersetzen, Rieselschutz drauf und die Schlacke wieder rein. Fehlmengen mit trockenen Sand oder einer Trockenschüttung ergänzen, dann Fußboden aufbauen.



möchte FuBo nicht vollständig aufnehmen



Hallo fabig,

die obere Etage ist bewohnt und ich wollte die Decke/Balkenköpfe von unten begutachten. Ausserdem ist noch nicht ganz sicher, ob ich den FuBo in der oberen Etage später aufnehmen möchte/muss. Das heißt also Schalldämmung maßgeblich von unten verbessern. Ich denke mittlerweile, ich sollte die Einschübe wegen dem Eigengewicht der Decke erhalten. In der oberen Etage ist leider keine Höhe für zusätzlichen Estrich etc. vorhanden. Nun bleibt mir vermutlich nichts anderes übrig als die Einschübe von unten auszuräumen, wieder ordentlich einzusetzen, gleichzeitig Papier einzuheften und sukzessiv alte bzw. neue Schüttung reinzuschieben (Drecksarbeit:-O).
Oder hat villeicht doch noch einer einen genialen Vorschlag?





vergiss es.
In der Zeit hast du die Wohnung 3x ausgeräumt und den Fußboden neu gemacht.
Mach die Decke wieder zu und bau deinen GK mit Dämmung drunter.
Alles andere dann, wenn du oben mal was machen willst/musst.



Dampfsperre wg. Taupunkt an Aussenwand??



fabig, das ist 'ne Ansage. Bist du vom Fach? Noch die andere Frage, die mich quält: Muss ich im Bad Angst wegen Feuchtigkeit in der Decke haben und ggf. eine Dampfsperre oder Holzfaserdämmplatten einbauen? Der Raum darüber ist ständig gut beheizt. Allerdings zieht die Aussenwand in der Decke von 25 auf 12,5 cm ein, was bestimmt eine gute Wärmebrücke ist. Aussendämmung gibt es noch nicht.





neee vom Fach bin ich nicht.
Habe aber die letzten 2 Jahre die eine oder andere Tonne Schüttung umgeschüttet (100qm). So 60qm muss ich noch machen.
Bei mir war/ist es Lehm und keine Schlacke, deswegen aber nicht wirklich lustiger.
Dampfbremse hab ich keine verbaut. Habe aber überall Luftfeuchtesensoren und lüfte auch entsprechend intensiv.



Vielen Dank



Vielen Dank für die Tipps! Ich habe gesehen, dass du tw. auch Balkenköpfe sanieren musstest. Villeicht schreibt man sich bei der Gelegenheit demnächst mal wieder.