Altbau Zimmertür / Holzsturz + Türlaibung aus Holzbohlen

25.03.2020 Holzbastler


Altbau  Zimmertür / Holzsturz + Türlaibung aus Holzbohlen

Hallo zusammen,

wir sind momentan an der Sanierung unseres 1. OG unseres Altbaus von 1948. Wir wollen u.a. neue Zimmertüren einsetzen. Die Türlaibungen sind mit 6 cm dicken Holz-Stürzen ausgeführt. Nun sollen allerdings die neuen Türen höher als die alten werden . Unser Architekt sagte es müsse der alte Holzsturz entfernt werden, zwei Steinreihen oberhalb der Tür entfernt werden und ein Ziegelsturz eingelassen werden.
Der Ziegelsturz soll beidseitig auf den Backsteinen (11,5 cm Wanddicke) mindestens jeweils 12 cm aufliegen. Das Problem: Das rechte Mauerstück bietet nur eine ca. 9 cm breite Auflagefläche (Foto) und dieses Mauerstück ist auch recht mürbe... Desweiteren soll in angrenzenden Türöffnung (diese ist um 90° zur anderen gedreht) ebenfalls ein neuer Ziegelsturz eingesetzt werden. D.h. beide Stürze würden in dem gemeinsamen Wandstück miteinander etwas kollidieren... Auf die Frage, ob es tragende Wände sind, kam keine rechte Antwort... Damit die Stürze mehr Auflagefläche bekommen, hatte ich in den Raum geworfen, man könne an der betreffenden Türlaibung (Es stehen rund 6-7cm Breite zur Verfügung) wie bei den anderen Türlaibungen eine 6 cm dicke Holzbohle senkrecht einsetzen, die den Ziegelsturz noch zusätzlich unterstützt... Der Architekt bejahte dies und schlug z.B. alternativ ein U100-Stahlstütze senkrecht unter den Sturz zu setzen und diesen seitlich irgendwie zu beplanken... Meine Frage ist: Was macht mehr Sinn, Holzbohle oder Stahlstütze drunter ? In dem Zimmer soll ein Bad entstehen, d.h. es müsste dann ein Stück Mauerwerk zur angrenzenden Holzbohle bzw.zum angrenzenden beplankten Stahlträger überputzt werden. Können an dieser Grenzstelle dann Risse entstehen ? Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Türverkleidung diese Stelle überdecken würde... Eine andere Idee, was mir eingefallen ist, man könnte einen 7 cm dicken Ziegelsturz senkrecht an das vorhandene Mauerstück andübeln +anmörteln, worauf sich der Türsturz abstützt...Es gibt ca. 2m lange Ziegelstürze... Der Architekt konnte mir keine rechte Antwort geben, ob es sich um eine tragende Wand handelt...Die Holzbalkendecke oben drüber liegt teilweise mit einem Brettchen als Unterlage auf dieser Wand auf, teilweise liegen die Deckenbalken nicht auf. Über Ideen und Vorschläge wäre ich sehr dankbar



Altbau Zimmertür / Holzsturz + Türlaibung aus Holzbohlen


Altbau  Zimmertür / Holzsturz + Türlaibung aus Holzbohlen

hier noch ein weiteres Bild



Eine 11,5 cm starke Wand



sollte keine tragende Wand sein. ich würde die Ziegelsstürze auflegen und halte 9 cm für eine ausreichende Auflage. Würde denn die lichte Rohbaubreite den Einbau wieder einer 6cm Holzbohlezur zusätzlichen Sicherheit hergeben um eine 86-iger bzw. 73 -iger Tür einzubauen? Überlege doch mal selbst, welche Bretteln das ganze bis jetzt 80 Jahre getragen haben.



Altbau Zimmertür



Wenn ihr verschiedene Materialien im Wandaufbau verwenden wollt, solltet ihr auf jeden Fall die Wand beplanken, da es sonst am Materialübergang unweigerlich zu Rissen kommt.

Nur so als Idee: DF Ziegel Hochkant, mit Mauerankern in die Laibung mauern.

Als Auflager sollten 6-7 cm Auflager eigentlich reichen auch wenn man damit von den anerkannten Regeln der Technik abweicht.

LG Phil



Sturz



Schon mal danke für eure Antworten.
Wenn seitlich an die Türlaibungen je eine 60 mm starke Bohle angebracht würde, die den Ziegelsturz zusätzlich stützt, so wäre noch genug Platz für eine 73erTür. Das würde also passen. Jetzt ist es aber so, dass die Backsteinmauer und die schmale Seite der Holzbohle später noch überputzt werden müssen und da habe ich Bedenken, dass es an dieser Stelle dann zu Rissen im Putz kommt... ev. wird dann der Riss durch die Türfalzbegleitung nicht ganz überdeckt wird... Hilft da Gewebe im Putz, was über Mauerwerk und Holz gelegt wird ?
Wie sieht es aus, wenn anstelle der Bohlen mehrere DF-Klinker (5 cm stark ?) hochkant an die Laibung angemauert werden und mit Mauerankern an die andere Mauer fixiert werden ? Ist dass nicht "Stückelei" ? Wäre da ein durchgehender Ziegelsturz (aus einem Stück) hochkant angemauert und ev. noch mit Dübeln angedübelt (sofern das wegen der Eisenbewehrung im Sturz überhaupt geht...) nicht besser ? Aber ich bin kein Maurer und will mich da auch nicht so weit aus dem Fenster legen ;-)

Für weitere Ideen bin ich euch sehr dankbar



Beistützung



könnte meiner Einschätzung nach auch wegfallen, wenn Ihr eine 86-iger Tür reinkriegt. Gibt doch nun mal ein derzeitiges Rohbaumaß an. Natürlich kann man Ziegel hochkant ( aber dann NF - Normalformat, , DF ist Doppelformat) vormauern und in den Fugen mit Ankern versehen. Und lass endlich mal einen Maurer sich das ansehen, wenn Du es nicht selber machen kannst. Wenn Gewebe bzw. Putzträger ordentlich angebracht wird, gibt es auch keine Risse.



Sturz



Wir haben mehrere Türstürze einzusetzen.

Bei den einen haben wir momentan in den Türlaibungen je eine 50 mm starke Holzbohle (ich hatte mich vertan, es ist keine 60 mm starke Bohle) und der Sturz ist auch eine 50 mm Holzbohle. An diesen Türen haben wir momentan eine lichte Öffnungsbreite von 900 mm. Dort sollen 86er Türen rein. Hier sollen neue und höherliegende Ziegelstürze oberhalb der späteren Tür rein. Die seitlichen Holzbohlen in den Laibungen sollen durch längere Bohlen, Steine hochkant, Ziegelsturz hochkant oder etc. ersetzt werden, damit auch hier mehr Auflage für den Sturz entsteht. Die spätere Tür muss auch wieder mittig zu der alten Türöffnung sitzen und darf nicht ausser Mitte verschoben werden ! (wegen Platzproblemen zu Türfalzverkleidung).

Die andere Türöffnung (wo das Problem mit der nur 90 mm breiten Auflagefläche besteht), dort muss eine 73er Tür rein, weil dort sonst zu wenig Platz zur späteren Badewanne ist (hier ran ist nichts zu rütteln). Hier kommt es mir entgegen, wenn das nur 90 mm lange Mauerstück, wo der Sturz aufliegen soll um rund 60 - 70 mm vergrößert wird, damit der Ziegelsturz mehr Auflagefläche hat und weil auch die Tür etwas aus der Türecke heraus muss! Hier ist es auch so, dass die andere Türlaibung (gegenüberliegend) neu hochgemauert wird und dort kein Auflageproblem mit dem Ziegelsturz besteht.

Mit einem Maurer stehe ich übrigens in Kontakt und werde das nicht selber machen. Allerdings sprechen wir immer Dinge gemeinsam durch und wir beide holen uns trotzdem gerne mal Rat und Ideen von Gleichgesinnten :-)



Türsturz



Zuerst feststellen was an Last von oben einwirkt-
Bei darauf liegenden Deckenbalken muß der Sturz natürlich mehr tragen als wenn sich darüber auch eine Tür befindet.

Bei geringer Breite der Ausmauerung zum nächsten Pfosten könnte diese ggf komplett durch einen breiteren Balken mit neuem Sturz ersetzt werden, was u.U. schneller geht und stabiler ist.

Zum nachfolgenden Verputzen Ziegelgewebe, Heraklith oder zementgebundene Platten aufschrauben.

Wenns optisch paßt können auch beidseitig der Tür gleich starke, sichtbare Holzpfosten mit neuem Sturzbalken gesetzt werden.
Wer mag kann diese dann mit Fälzen versehen und die Türen hier direkt einsetzen-
stumpf einschlagende Türen auch bündig mit dem so hergestellten Blockrahmen



Mit Kanonen auf Spatzen schießen


Mit Kanonen auf Spatzen schießen

In der Regel sind 11.5 Wände nicht tragend
Können es aufgrund von Satzungen werden

9 cm Auflager ist auch OK einen einbinden der wichtiger ist der andere endet davor

Vielmehr ist die Frage wo fange ich an lassen sie sich dies erklären. Vom Handwerker ihres Vertrauens
Mein Rat möglichst erschütterungsfrei
Heißt keine Hilti te 1000
Sondern eine schöne säbelsäge mit passendem Blatt
Der Rest berät sie ihr handwerker.

Der klügere gibt nach hoffe nicht sie
( Sondern der stei )
Viel Spaß und Atemschutz nicht vergessen



Altbau Zimmertür / Holzsturz + Türlaibung aus Holzbohlen



Mein Maurer schlägt vor, DF-Ziegelsteine im Format 5x11,5x24 hochkant an die Türlaibungen dranzumauern. In die Fuge zwischen jedem Stein wird ein starker Eisennagel bzw. Schraube mit Dübel in das angrenzende Mauerstück eingeschlagen/eingeschraubt.



Steine



Sorry aber die Steine kenne ich nur zurechtgesägt

Es ist eine 11.5 wand
Habe keine Angst du machst dir stres wo keiner ist.
Unlösbare verbindung. (Roter Steinkleber)
Dann gibt der Stein Auf bevor der Mörtel ,Kleber überhaupt nur dann denkt abzugehen.

So habe Vertrauen in den Maurer
Arbeite vibrationsarm dann hält das Mauerwerk und dir oder jemand anderes tut nichts auf den Kopf fällen

Imprenieren würde ja auch noch gehen
Bei schlecht haltenden Steinen
Geht's noch teurer selbst schneidende schrauben aus Edelstahl dazu einen ht Träger dann kannst du beruhigt einen Panzer draufstellen.

Hoffe sie haben die Ironie verstanden
Mfg lars.

PS dieser Stahlträger auf meinem Bild hat seit 45 oder so in der Wand seinen Platz und darauf liegt eine Betondecke und 2 Etagen drauf.




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