Altbau unbekannten Alters bekommt schon mal neuen Deckel...nur wie...

19.07.2014



Guten Tag,

eben ein paar Worte zur Vorgeschichte:

Ich habe im April ein Haus gekauft, dessen Baujahr bauurkundlich nicht ermittelbar ist, der este Eintrag rührt aus dem Jahr 1908, wobei zu dem Zeitpunkt sowohl das unterkellerte Haupthaus als auch der Anbau, welcher auf einem Streifen Fundament fusst.

falls jemand anhand folgender Angaben eine zeitl. Einschätzung des Baujahres vornehmen könnte, wäre das super:

Ziegelmauerwerk aussen, Innenfachwerk, 3 m hohe Räume im Haupthaus mit Spalietdecken, vermutlich. Original Holztreppe mit gedrechseltem Pfosten, welcher wie eine stilisierte Dameschachfigur anmutet, der Anbau scheint ehemals als Schweinestall genutzt worden zu sein...

Die diversen unschönen modernden Überraschungen, welche ich nach Entfernung der teils doppelten Holzvertäfelungen und Styroporauskleidungen vorgefunden habe, muss hier wohl den meisten nicht näher darlegen.

Bei dem anschließenden Abtragen des "Siffs" habe ich eine Erkenntnis über mein Haus gewinnen können: Desto mehr ich an die ursprüngliche Bausubstanz komme, desto besser und massiver wurde gebaut.

Aktuell soll nun als erstes die Dacheindeckung, wurmstichiges und nicht mehr tragfähiges Gebälk, durchfeuchtete bzw von Wespen als Nest genutzte Glaswolle sowie die Unterspannbahn des Anbaus erneuert werden, analog dazu möchte ich die Dampfbremsfolie, welche vom Vorbesitzer drangefuscht wurde, ergänzen und vernünftige und dichte Anschlüsse erstellen, zur ergänzenden Innendämmung möchte ich Holzleichtbau platten in 5 cm Stärke vorsetzen und die anschließend mit Kalkrollputz versehen.
Die Elektroinstallationsebene wird innerhalb der " Heraklith-Schicht" eingebunden.

Das sollte so in Ordnung sein, oder?

LG aus Dortmund

Annette



Wenn überhaupt...



Sehr geehrte Frau Annette,
... helfen Bilder von den Ansichten und besonders typischen Bauteilen. Es könnte im 19. Jhd. errichtet worden sein???

Was den Ausbau anbelangt, ich gehe davon aus Sie sind nicht im Bauwesen tätig, würde ich empfehlen, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Bei Zweifeln kann man hier fragen. Grundsätzlich sollten die Dinge vor Ort gründlich beraten und abgestimmt werden, wenn es keine bösen Überraschungen geben soll. Und die kann es durchaus geben, wie sie selbst festgestellt haben.
Mit freundlichem Gruß
M. Schmidt