Allgemeine Regeln für Fachwerkkonstruktion, speziell für Kellerbar (ökonomisch leicht?)?




Hallo.

Es ist eine Fachwerkfrage, wenn auch kein Haus.
Gibt es die Richtung weisende Informationen zum Bau einer "Kellerbar"? Oder sogar einen fertigen Plan?
Kennt jemand die "Standardmaße" solch einer L-förmigen Bar? So eine mit Arbeitsplatte und darüber ein Tresen.

Hier Daten von einem Teilstück solch einer Bar (nur der "L-Fuß"):
Obere Kante Arbeitsplatte: ~87,79cm
Untere Kante Tresen: ~116,28cm
Raum hinter der Arbeitsplatte: ~62,5cm
Tiefe der Arbeitsplatte (ist anhand einer sichtbaren und fühlbaren Tiefenänderung des Rand des marmorierten Plastik-Oberflächenbelag noch zu erkennen): 70cm
Der Tresen (über der Arbeitsplatte) hat 30cm Tiefe.
Ich habe Möbel in einer Skizze des Raum platziert, und da ergeben sich bei aktuell präferierter Aufstellung rund 3,5m Länge. Ob genau 3,5m passen würden müsste Ich noch genau messen.

Der ganze Aufbau sollte so leicht wie möglich, aber massiv und stabil wie nötig sein.
Da man es von außen verkleiden könnte (z.B. mit den gleichen 60x60cm-Kassetten wie man sie an die Decke machen kann) kommt es auch nicht zwingend darauf an, massive oder "schöne" Balken aus optischen Gründen einzusetzen.

Ist es egal welches Holz man dafür nimmt? Es darf ja wohl das billigste sein, oder?
Da gäbe es Konstruktionsvollholz, "Kreuzrahmen", oder gar "Latten". "Latten" gibt es maximal 3m lang, aber für 3,5m mit Winkel am Ende reichen wohl 3m am Stück, der "L-Fuß" würde dann den Rest ergeben.
Preisbeispiele von Hornbach (gerne Tipps welcher Baumarkt für Holz der Günstigste ist, HB ist es z.B. für Beton, Mörtel, Kalksandsstein etc..):
Latten:
24x 48x2000 ( 2.304cm²): € 0,68 (0,0295 Cent pro cm³)
17x 36x2000 ( 1.224cm²): € 0,88 (0,0719 Cent pro cm³)
24x 48x2000 ( 1.224cm²): € 0,92 (0,0719 Cent pro cm³), Tauchimprägniert
28x 48x3000 ( 4.032cm²): € 1,47 (0,0365 Cent pro cm³)
28x 48x3000 ( 4.032cm²): € 1,74 (0,0432 Cent pro cm³), Tauchimprägniert

Kreuzrahmen:
40 x 60x2000 ( 4.800cm²): € 1,48 (0,0308 Cent pro cm³)
60 x 60x2000 ( 7.200cm²): € 2,44 (0,0339 Cent pro cm³)
40 x 60x3000 ( 7.200cm²): € 2,70 (0,0375 Cent pro cm³), Tauchimprägniert
60 x 80x2000 ( 7.200cm²): € 3,20 (0,0444 Cent pro cm³)
80 x100x2000 (16.000cm²): € 5,60 (0,0350 Cent pro cm³)
100x100x3000 (30.000cm²): €13,35 (0,0445 Cent pro cm³)


Idealerweise ist die gesamte Breite durchgehendes Holz auf mindestens zwei Ebenen?
Beim Haus z.B. eine Seitenwand ohne Türe (das wäre mit der Barfront vergleichbar) am Boden und zwischen erstem und zweitem Geschoss. Das wäre bei der Bar der Boden und die "Decke" Arbeitsplatte.
"Zweites Geschoss" nur vorne der Tresen. Höhe im Barbeispiel oben zwischen Arbeitsplatte und Tresen ~26,84cm.

Und nur an Anfang und Ende so einen schrägen Balken, oder je nach Dicke der Elemente auch mehr?
Z.B. wenn die Elemente 24mm x 48mm oder 28 x 48mm hätten.
Reicht das evtl.? Oder reicht das evtl, aber nur in Kombination mit einigen dickeren?
Auf Fachwerkfotos von Häusern im Bau scheinen mir oft alle Hölzer identisch.
Ich erkenne nicht die Dicke, aber evtl. 16x16cm? Wenn das für ein Haus reicht, reichen für eine Bar nicht auch z.B. 24x48 oder 28x48? Oder sollte es in jedem Fall quadratisch sein.
Ist zumindest bei den Maßen in diesen Beispielen nicht möglich, außer bei dicken 10x10cm...

Die Verbindungen...
1. Auf Fotos sehe Ich Splinte, also scheinbar mit Zapfen und Löchern zusammengesteckt.
Aber lohnt sich das für eine solche Kellerbar? Besonders bei den kleinen Holzdicken an die Ich hier dachte.
Und das viereckige Aushöhlen erscheint mir etwas "rätselhaft" (zumindest für vor x-Hundert Jahren). Ich kann mir das senkrechte Einschneiden HEUTE mit einer Vibrationstauchsäge vorstellen. Supercut/Multimaster... Aber danach mehrfach mit dem Forstnerbohrer rein, und dann ausfräsen?

Oder sollte Ich hier einfach(er)e Alternativmethoden einsetzen?

2. Da wären Metallwinkel und Schrauben.
3. Oder ganz einfach nur Schraube/Schrauben durch das eine Holz in das Ende des anderen Holz?
4. Oder eine seitlich durch (wie zuvor, zum festziehen der T-Verbindung), und dann zwei Schief durch das aufgesetzte Holz in das Holz auf das es aufgesetzt ist.

5. Alternativ auch eine Schraube durch den einen Balken seitlich in die Spitze des Anderen, aber zuvor eine evtl. nur 5-10mm Vertiefung seitlich in das Holz mit der Vibrationssäge etc. einschneiden?
Nähme man z.B. die 24x48 oder 28x48 würde man die Latten/Balken (ist ja ein Übergangsbereich) also mit der breiten Seite nach vorne setzen, damit z.B. die 5-10mm ein kleinerer Anteil der Dicke ist.
6. Was man auch wieder mit drei Schrauben kombinieren kann.

Was wäre der ökonomischste Aufbau ohne Einbußen in der Stabilität?
Eine Verkleidung würde sicher auch noch einen Teil dazu beitragen. Wie beim Auto die Karosserie.
Wenn es aber schon ohne nicht gerade "wackelig" ist, kann man mit der Verkleidung flexibler sein.
Theoretisch kann man da ja alles aufsetzen. Auch "Teppich" mit oder ohne Bauplatte drunter, oder Bambus, oder...
Wenn man auf Leim verzichten kann, kann man das ganze jederzeit wieder zerlegen


Ist evtl. noch bekannt wo man generell, oder hier in der Gegend (hier Erftstadt, 25km SW von Köln) Holz am günstigsten bekommt? Und welcher unter den Baumärkten am günstigsten ist?


Danke...a


P.S.:
Für jemand der "in Fachwerk denkt", und evtl. auch eine 3D-Software bedienen kann, müsste so eine Bar für die Allgemeinheit doch "mal eben" konstruiert sein :-) . Und dann auf DIY-Plan-Webseite(n) veröffentlicht. Ist auch "Werbung" für das Forum...



All das...



...hat nichts mit Fachwerk zu tun.

Nagel Dir das Gedöns zusammen, achte darauf, daß der Tresen nicht schief wird...und prost.



Suchen Sie mal Bilder von Weihnachtsmärkten



da finden Sie tausende von Varianten solcher Theken. Oder urige Kneipen oder ...

Wenn die Theke zu privaten Zwecken genutzt werden soll, folgen Sie dem Rat von Thomas und machen Sie da nicht so ein Aufriss von.



@ Restauratio GmbH



Ist das so eine "religiöse" Sache? Die Antwort kommt irgendwie so rüber, als könne sie für sie rufschädigend verstanden werden.

Würden Sie als Unternehmen also ablehnen dem Hausbesitzer auch noch ein Barfachwerk aus Fachwerk einzubauen? Wenn davon evtl. auch noch der gesamte Hausbauauftrag abhängt?
Sind die Hausbauten aus Holz in den USA etwa auch kein "Fachwerk"?

"Fachwerk" braucht keine ausgefüllten Gefache, um zu dem Zeitpunkt schon "Fachwerk" zu sein.
Falls es darum ging bei der Bar.
Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit die Bar NICHT zu verkleiden, und statt dessen die Gefache mit Ziegeln etc. auszumauern. Darüber denke Ich ernsthaft nach.
Dann wäre "irgendwas zusammen kloppen" Qualitativ und optisch problematisch.

Ich könnte leichter ohne Hinweise und Fachleute "ein Haus zusammen kloppen" als solch eine Bar ;-).
Fotos von Fachwerken von Häusern findet man viele, und die Form ist tatsächlich weniger komplex als die einer Bar mit Tresen oben drauf. Das einzige "Problem" wären die Mindestmaße der Dicke der Balken. Nimmt man "zu viel" kostet es Platz..... Wenn ich sternförmig (weniger Steckdosen pro Kabel, z.B. 1:1 für Hausautomation) Stromkabel verlege und überall 2,5mm² oder gar 4mm² einsetze brauche Ich auch keine Berrechnungen ;-) . Ist nur etwas teurer und je nach Anzahl der Leitungen kann es in Kanälen eng werden...

Und "einfach zusammen kloppen" heißt dann bei einer Bar evtl,. dass es wackelt oder zusammenfällt etc..
Dass die Latten/Balken evtl. zu gering dimensioniert sind etc..
Z.B. 2,4cm x 4,8cm. Es gibt ja scheinbar einfache Formeln für die Holzstärken.
Aber Länge durch 20 wären z.B. bei einem Rähm vorne in der Front von 250cm Länge ganze 12,5cm, und das erscheint doch recht dick.
Aber auch deshalb frage Ich ja. Schwerst belastet ist so etwas zwar nicht, aber evtl. auch mal drauf stellen sollte so etwas wohl aushalten können.
Oder ob man im Inneren unter der Arbeitsplatte auch noch Ständer oder sogar Riegel braucht.
Ständer wären notfalls möglich, wenn man vorher Geräte, Schrank etc. plant die darunter kämen.
Wenn man das aber später noch einbauen könnte, wäre das gut.
Denn im Grunde ist so eine L-Förmige Bar wie ein halbes Haus.



P.S.:

Ich hatte in einem Heimwerkerforum gerade zufällig in einer Raumskizze in der es nicht um Billardtische geht einen Billardtisch. Da kam direkt ein Anhänger der "Billard-Sekte" und riet mir mehr Platz um den Tisch zu schaffen. Kam noch ganz normal rüber. Als Ich erwähnte dass die im Bild befindlichen Rechtecke um den Tisch die Bereiche für Beinfreiheit (keinerlei Objekte), und die zweite die für den Queue-Radius um den Tisch (überall mindestens 147cm) darstellen (wo aber unter Tischniveau Sofa etc. stehen darf) sind, tickte der aus und erklärte trotzig [QUOTE=Woody]wenn du meinst........................................dann mach es halt so, wie du geplant hast. Ich sag zum Thema Billardtisch und Umfeld nun nichts mehr dazu.[/QUOTE].
Das geht noch extremer. In einem Computerforum fragte Ich nach allen Fully-Ruggedized-Notebooks (also solche die man in den Matsch werfen und dem Geländewagen drüberfahren kann). Er setzt einen Link zu einem SEMI Ruggedized Sofortkauf bei einem Händler rein, und wird richtig aggressiv als Ich nicht im nächsten Beitrag zusage das zu kaufen, sondern dass Ich erkläre dass das Fully Ruggedized ist, und Ich nicht zum Festpreis beim Händler kaufen wolle.
Einfach unverständlich wie aus dem nichts Menschen in ihrer Ehre verletzt sein können, und so reagieren.



Konzentrier dich auf das Wesentliche



und formulier die Frage als Frage und nicht als schriftgewordene Mind Map mit angehängter Hornbachpreisliste, dann klappt es vielleicht auch mit den Antworten. Streich mal aus der ursprünglichen Frage alles raus, was überflüssig ist. Dann bleiben zwei, drei Kernsätze übrig. Davon nimmst du einen, vielleicht den letzten und hängst ein Fragezeichen an. Mal sehen, was genau du dann von uns wissen willst.



Ich...



bin völlig unverletzt in dieser Sache, keine Sorge. Meinem Ruf geht es auch gut.

Es gibt einfach keinerlei Regeln in dieser Sache. Deshalb fallen mir auch keine allgemeinen Ratschläge ein. Ich kenne Deine Möglichkeiten und Fähigkeiten nicht. Das Ganze hat keine statische Relevanz wie ein echtes (wandbildendes) Fachwerk. Ob Du der Platte nun einen Fachwerkunterbau gibst oder einfach nur 4 Beine, es ist egal. Ob Du echte Holzverbindungen machst (Schlitz/Zapfen nennt man sowas zum Beispiel), oder mit Verbindungswinkeln arbeitest, es ist egal. Birnbaum oder Fichte: egal. Also gestalte es so, wie es Dir gefällt, dann wird es genau so, wie es sein soll. Und: Genieße den Bau. Davon kannst Du noch lange reden.

Eines noch: Preise mit 4 Stellen hinter dem Komma sind lächerlich! Bei den geringen Materialmengen ist die zwanghafte Suche nach dem "günstigsten" Preis schlicht unangebracht. Der Preisunterschied zwischen "günstig" und "mittelteuer" dürfte den Preis von 4 halben Litern im Schankhaus Deines Vertrauens nicht übersteigen. Dem steht die immense Ersparnis durch den künftigen heimischen Genuss "günstiger Biere" aus dem Sonderangebot entgegen.

Viel Erfolg

Thomas