Akkustische Holraumdämmung zwischen Doppelhaus

07.01.2017 Snotspoon



Hallo zusammen,
wir haben das Glück, eine charmante Backsteidoppelhaushälfte aus dem Jahr 1912, erworben zu haben.
Der Schallschutz zwischen den Häusern ist stark verbesserungswürdig. Nun haben wir festgestellt, dass zwischen den beiden Häusern ein Hohlraum von ca. 10-15 cm besteht. Spricht etwas dagegen, den Hohlraum mit losem Dämmmaterial zu befüllen als akkustische Dämmschicht?
Vermutlich ist so eine Maßnahme zwischen den Besitzern beider Haushälften abzustimmen.
Da die Häuser über keine abgedichtete Bodenplatte verfügen, haben wir natürlich immer mit Feuchtigkeit im Keller zu tun.
Die Frage ist, ob der Dämmstoff in dem Hohlraum zwischen den Häusern davon nachteilig betroffen sein könnte.

Hat jemand einen fachkundige Meinung/Erfahrung dazu?

Lieben Dank für Ihre Rückmeldungen.



Schalldämmung



Das Ausblasen des Hohlraumes könnte die Wärmedämmung verbessern. Ob das auf die Schallübertragung Auswirkungen hat hängt von der Art des Schalls und die Art der Schallübertragung ab.
Wenn die Schüttung kapillar Feuchte leitet haben Sie die falsche Schüttung gewählt. Außerdem reicht die sowieso nicht bis auf den Baugrund. Unten liegen bestimmt ein Meter hoch Steinabschläge und Mörtelbatzen im Spalt.



Gebäudetrennwand



Auch ich gehe davon aus, das der Hohlraum zahlreiche Störungen und Einengungen aufweist, die eine durchgehende Verfüllung eher unwahrscheinlich machen. Die Gründe hat Herr Böttcher bereits genannt. Meine eigenen Erfrahrungen bestätigen dies. Neben den Dämmungs-Fehlstellen können auch Steinreste und Mörtelbrocken als Schallbrücke fungieren und den Effekt der Dämmung zunichte machen.

Dazu kommt, das der Hohlraum allseitig definiert geschlossen werden muss und im Keller-/EG-Bereich prinzipiell mit einer Feuchtebelastung aus nicht vorhandener Bauwerksabdichtung zu rechnen ist.

Ich würde eher empfehlen, unter dem Aspekt des Schallschutzes über eine innere gemauerte oder eine Trockenbau-Vorsatzschale nachzudenken, die dann allerdings in allen Etagen realisiert werden müsste.

Grundsätzlich sollte die Situation erst einmal in einer Bauaufnahme analysiert werden, um dann zielgerichtet, konzeptionell eine Lösung erarbeiten zu können. Alles andere wäre ggf. eher teurer, aber letztendlich nicht unbedingt zielführender Aktionismus.