Haus dämmen (Hausnummern von Preisen)

09.12.2009



Hallo erstmal - ich bind er Micha - 26 Jahre alt und möchte die nächste Zeit (ganz so schnell wirds nicht gehen) - ein altes Bauernhaus BJ 1910 renovieren.
http://img299.imageshack.us/img299/6070/bf3basicfy0.jpg
http://img299.imageshack.us/img299/9095/bf1basicpy4.jpg
den Bauplan habe ich etwas im paint an die wirklichen gegebenheiten angepasst:
http://img215.imageshack.us/img215/5235/bauplanaktuell.jpg

Nun bin ich dabei für mich erstmal ein paar Kalkulationen bzgl der Kosten der einzelnen Posten aufzustellen - eine davon ist die Dämmung.

Fange ich mal an:
Wände
aufgrund der Äusseren Optik kommt Aussendämmung nicht in Frage - bei der Innendämmung habe ich auch ein bischen flaues Gefühl. Die Wände bestehen aus Sandstein und Ziegelstein (System der Verteilung scheinbar relativ willkürlich) - eine Horizontalsperre besteht nicht - im hinteren Bereich des Hauses gibt es einen Nassen Bereich der Wand (Ich hoffe das kommt durch die 99Jährige Abwesenheit einer Regenrinne - diese wurde zwischenzeitlich ergänzt - mal schaun...)
Das einzigste Was ich bisher gefunden habe was mir einigermassen zusagt ist eine vollflächig vermauerte Vorsatzschale aus LEichtlehmsteinen.
HAt dafür jemand einen ca Preis/m² Wandfläche?

Dann soll nächstes Jahr das Dach neu gemacht werden (kommt somit vor der Wand) - die Ziegeln sind orginal - es gibt auch etliche Brüche/Jahr. Somit will ich neue Ziegeln decken (Ich habe bedenken das ich nen Ziegelbruch zu spät bemerke - und somit die Isolation Schaden nimmt - die alten Decke ich auf die Scheune (diese sind zwar schöne Handgestrichene - ich habe aber dieses JAhr ca 50stk nachstecken müssen)

Jetzt habe ich die Qual der Wahl

-Styropor (sagt mir nicht zu)
-Mineralwolle
-Flachs
usw.

hat hier jemand Erfahrungswerte für Preise?

Vielen Dank!

Gruss

Micha



Haus dämmen



Zuerst sollte das Problem mit dem ehemaligen Stall gelöst werden.
Falls diese Nutzung bestand, sind Wände und Fußboden mit Nitraten belastet.
Das müsste erst abgeprüft werden, vom Ergebnis hängen die weiteren Überlegungen zur Art der Dämmung ab.

Viele Grüße



?



Was soll denn der Blödsinn mit den Nitraten?
Es ist uns doch noch garnichts über die geplante Nutzung bekannt.
Falls der Stalltrakt einmal eventuell vielleicht Wohnraum werden sollte, sollte man sich vor einer Innendämmung gedanken über den Nitratgehalt des Mauerwerks machen.
Leider habe ich keine ca Preisangaben für dich, aber einen Tip. Schau dich nach einem Planer um, der sich mit dem Instandsetzen von alten Häusern auskennt. Nicht um Geld zu vergraben, sondern um in bestimmten Situationen Hilfe anfordern zu können. Dann kann man an die ganze Sache schon viel entspannter rangehen.

Ansosnten Herzlich Willkommen Micha, tolles Haus. Von wann ist es denn und wo steht es ungefähr?

Lg, Anja (hab auch mit 26 angefangen ein altes Haus wieder flott zu machen)



Es kommt



immer auf dei Abnahmemenge an.
Da lassen sich die besten Preise machen.



Haus dämmen



Liebe Anja,
bevor Du hier weiter fluchst,
solltest Du Dir den Erdgeschossgrundriss einmal ansehen.

Viele Grüße





Oh, jetzt habe ich das Bad im Stall auch gesehen.



Hallo Micha....



... für Preiseangaben sind Deine Infos noch ein wenig dünn.

Du fragst ja bereits nach einzelnen Gewerken (Wände, Dach) und schreibst auch, was Du zuerst machen willst. Dennoch mal eine Rückfrage: Hast du ein Gesamtkonzept für dieses Haus? - Möglichst mit jemanden abgestimmt, der da viel Erfahrung mit alten Häusern hat?

Ich hege den Verdacht, dass es da noch fehlt. Z.B. würde ich bei der Wand nicht über dämmen nachdenken, wenn noch kein Heizungskonzept steht. Wenn Du ein Gesamtkonzept hättest, dann würdest Du auch schreiben, wie dick Deine Dämmung sein soll.

Grundsätzlich würde ich auf dem Dach eine regenfeste Unterdachplatte aus Holzfaser nehmen. Diese kann gerne eine leichte Aufsparrendämmung darstellen (Dicke ist abhängig von den nötigen Blecharbeiten und der Ansicht). Dann folgt eine Zwischensparrendämmung. Aber nun gehen die Fragen schon ins Detail: Voller Dachausbau geplant? - kann eine Dampfbremse sinnvoll verlegt werden? - Wie dick sind die Giebelmauern? - Wie siehts mit dem Kamin aus? - Treppenaufgang? etc., etc.

In der Reihenfolge würde ich vom Material her folgende Dämmstoffe am Dach vorziehen: Holzdämmplatte / Flachsfaser / Hanf / Holzflex / Zellulose - aber da gibt es bestimmt noch andere Meinungen hier.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo,
@georg:
der Grundriss ist ein Ist-Zustand - d.h. das Bad wurde bereits in den 1980ern erstellt (und soll auch erstmal dort bleiben. Die Wände sind im ehem. Stall mit Ziegelsteinen vorgemauert (hochkant) - da der Kalkmörtel leider nicht mehr der beste ist, muss diese Vorsatzwand sowieso entfernt werden.
Auf dem Boden sind vorm Bad auch Fliesen auf dem Boden verlegt - diese Liegen hier seit 25Jahren ohne Auffälligkeiten.

@Frank:
Du hast Recht - ein Vollständiges Konzept habe ich noch nicht - bis jetzt wurden nur kleinere Arbeiten Ausgeführt.
-Regenwasserverrohrung Haus &Scheune (Scheune hat auch noch keine dachrinnen, die Vorhandene Verrohrung (Ton) am Haus war durch den Baum sehr stark im Durchschnitt verengt zzgl nur 20cm tief verlegt) - insgesamt ca 100m KG-Rohr.
Dann wurden alle kaputten Ziegel am HAus und an der sCheune nachgesteckt - am Haus etwa 50 - an der SCheune etwa 400. Am Haus wurde der deutsche Kamin bis zur Dachkante abgetragen - er war Einsturzgefährtet und versottet (Ein Balkenauflager ist am KAmin) - wenn das Haus neu gedeckt wird, wird der Balken getauscht und der REst auch noch abgebrochen.
Ich möchte erst das EG fertig machen - das OG kann erstmal warten.
Somit ergibt sich folgendes:

-Dach abdecken, 3defekte Balken ersetzen, neu Latten (zuvor ggf 30mm Aufdoppeln und Holzfaserplatte - ob innen oder aussen Aufgedoppelt wird hängt von der dicke der Holzfaserplatte ab...) - neu eindecken mit Biberschwanz (Die Kosten - ausser der Holzfaserplatte - hab ich schon kalkuliert)
-Heizung (vmtl konventionelle Heizkörper mit Holzvergaserkessel) - Auslegung hat ein Fachmann zu machen - Standort der Heizanlage im ehem. Stall
- ggf erst nur im EG
-Dachdämmung
-Wasserinstallation neu (ins OG soll noch ein Bad - evtl nur Vorbereitung hierfürm (ist noch nicht kalkuliert - muss ich mich mal mitm Katalog hinsetzen und die Materialkosten ausrechnen)
-Elektroinstallation neu (Bereits Kalkuliert - der dachständer verschwindet - 2010 wird ein Erdanschluss gelegt - E-Installation alles neu)
-ggf Wanddämmung (Das ist eine Kostenfrage - muss man die Heizkosten gegenrechnen [vmtl gelingt das nur sehr pi mal] - vorteil wäre man hätte ein einfacheres Verlegen der Installationsarbeiten - nachteil sit der Raumverlust (ich gehe von max 15cm [11,5cm sind die steine wenn ich mich nciht irre] aus - hier ist natürlich keine Top-Dämmung zu erwarten]
-neue Fenster (Holz, zweiflügelig mit Oberlicht, dünne Fensterstege)
-verputzarbeiten innen aussen (Erst mal jemand finden der noch "weiche" Putze verarbeitet

ich hab jetzt sicher noch einiges vergessen...

Ziel ist es das EG in 2-3 Jahren fertig (einzugsfertig) zu haben - den Rest irgendwann...

Im Moment bin ich erst gross am rumplanen und rechnen - muss erst mal wieder Geld verdienen...

Gruss

Micha



Haus dämmen



Also- Erst mal ein anständigs Sanierungskonzept erstellen!

Viele Grüße



Selberplanen?



Na dann, mal viel Vergnügen.
Ich frage mich ernsthaft, warum Ingenieure und Architekten jahrelang studiern müssen, wenn man das mit ein paar Katalogen und Internet alles regeln kann.
MfG
dasMaurer





@dasMaurer: die Antwort ist wohl einfach - damit sie den Kunden fachgerecht beraten und effektiv planen können. [Warum kommen solche "Standardantworten" eigendlich fast nur in Bauforen? (wenn ich woanders frage wie ich eine Bremsanlage komplett insten kann, bekomme ich ja auch ne sinnvolle Antwort)]
Manche Gewerke werde ich selber angehen, so z.B. Strom (war teil meiner Ausbildung - Abnahme der anlage dann über nen befreundeten Inst. Betrieb), Wasser (hab ich bei nem Onkel in den Ferien früher schon gemacht - da bekomme ich zur Planung auch Hilfe), Dachdecken (auch schon an ein paar Häusern geholfen)

Andere Sachen traue ich mir wiederum nicht zu - wie z.B. Wände verputzen, Heizung usw... - aber auch hier werde ich keinen Bauing oder Architekten zur Hilfe nehmen müssen - hierfür gibt es Fachkräfte...

Ich möchte einfach ein paar Preise haben um für mich grob was zu kalkulieren - ist das so schwer zu akzeptieren?

Gruss

Michael





@frank: danke für deine Infos

Grundsätzlich würde ich auf dem Dach eine regenfeste Unterdachplatte aus Holzfaser nehmen. Diese kann gerne eine leichte Aufsparrendämmung darstellen (Dicke ist abhängig von den nötigen Blecharbeiten und der Ansicht). Dann folgt eine Zwischensparrendämmung. Aber nun gehen die Fragen schon ins Detail: Voller Dachausbau geplant?
*Ja- irgendwann
- kann eine Dampfbremse sinnvoll verlegt werden?
*vermutlich ja, da die jetzige Verkleidung (Verbrettert, Röhrchen, Verputzt leider etwas desolat ist und deshalb erstmal abgerissen wird)
- Wie dick sind die Giebelmauern?
*50cm im EG, ca 30cm im OG
- Wie siehts mit dem Kamin aus?
*der deutsche Kamin wird durch einen neuen in Absprache mitm Schorni ersetzt - der andere soll evtl bleiben (kommt auf das Urteil des Schornis an)
- Treppenaufgang? etc., etc.
*bleibt im Haus wie im Plan angegeben

In der Reihenfolge würde ich vom Material her folgende Dämmstoffe am Dach vorziehen: Holzdämmplatte / Flachsfaser / Hanf / Holzflex / Zellulose - aber da gibt es bestimmt noch andere Meinungen hier.
*da muss ich mich jetzt erstmal einlesen - gibt aber - wie ich gesehen habe jede Menge pros und contras - jeweils auch von Profis...

Gruss

Kami



Ja, Micha,



ich kenne einige solcher Baustellen, und für das Geld, das dort versiebt wurde, hätte man bequem ein Team von Stararchitekten anheuern können und noch was übergehabt.
Aber niemand ist verpflichtet, auf Warnungen zu hören. Fröhliches Schaffen weiterhin.
MfG
dasMaurer





ich habe jetzt ein bischen bzgl Dachdämmung rumgesucht - die Seite von Gutex fand ich ganz interessant.
Mal ne Beispielhafte Dämmung fürs Dach
Multiplex-top 35mm
Thermoflex 140mm
Thermoflex 60mm
Dampfsperre

Fürs U-Wert Berechnen habe ich dann für die Sparren (140x140mm) und Querlattung (60x50mm) einen Durchschnittswert erstellt - jeweils ein Sparrenfeld betrachtet - dann die Fläche Dämmplatte und Sparren bei einem qm bestimmt - davon den Durchschnittswert - als Holz habe ich lambda=0,19 angenommen (so in meinem tabellenbuch gefunden) - macht lambda=0,64 für die 140er - 0,52 für die querlattung (allgemein für Holzfaserplatte lambda=0,4 angenommen)
die Holzfaserplatte auf den Sparren sit mit 0,47 angegeben
so komme ich auf u=0,24...
Kosten rd 37,50€ zzgl Dampfsperre pro qm lt. Preisliste - wieviel davon bei ca 250qm übrigbleibt wäre dann wiederum ganz interessant.
(Da hier scheinbar keiner Preise hat wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben als für alle möglichen Varianten Preise beim Baustoffhändler anzufragen - und wieder einmal um jedes % zu feilschen...)

Schönen Abend

Micha





11.12.09 - Wenn Du eine Wärmedämmung einplanst, dann solltest Du besser außen als innen dämmen. Wegen der äußeren Gestaltung - diese Struktur der Fassade kann auch jederzeit auf den Oberputz einer Wärmedämmung übertragen werden. Ist natürlich mehr Arbeit als ein glatte Fläche mit Scheibenputz überziehen. Schau mal auf meine älteren Bilder in meiner Galerie. Dort habe ich mit Putzmörtel ein Fachwerk imitiert. In der Gestaltung sit also vieles möglich. Haus muß natürlich trocken sein.

Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Olaf aus Sachsen | 11.12.09

eine Aussendämmung fände ich eher unschön, da ich hier den Sichtsandstein (Simse, Hausecken)aus optschen Gründen als Verblendung aufsetzen müsste (überall wo ich das gesehen habe fand ich das ausserdem unschön(künstlich). Diese option kommt für mich deshalb nicht in Frage.

Gruss

Micha



50 cm Mauerdicke ....



... wenn Du konsequent die Heizungsverlegung an den Außenmauern entlang führst und viel Strahlungsfläche und wenig Konvektion einplanst (gerne auch Wandheizung), dann solltest Du ohne Dämmung auch gut auskommen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



49,-€/m³



kostet mich die Climacell-Einblasdämmung (WLG 040)(Zwischen die Sparren im Dach oder Deckenbalken, wenn der Speicher ungedämmt bleiben soll.

Nur das du mal nen Preis hast...

Gruss, Boris

P.S: Preise gibts nur beim Baustoffhändler, der kassiert ihn doch auch...Menge, Tageslaune, Entfernung machen dann den Rabatt.



An Ihrer Stelle würde ich mir



Angebote von Fachfirmen oder Baustoffhändler aus Ihrer Region machen lassen und nicht in einem Forum erfragen.

Was ist das eigentlich für ein Preis von 37,50?





"
Was ist das eigentlich für ein Preis von 37,50?"

Kosten rd 37,50€ zzgl Dampfsperre pro qm Dachfläche lt. Preisliste - reiner MAterialpreis...

Für ne Übersicht freu ich mich trotzdem über bezahlte Preise...für nen Überblick sollten sie reichen - wenns ums bestellen geht muss ich sowieso bei regionalen und überregionalen Baustoffhändlern Preise holen... (und dannach solange drücken bis ich mit dem Preis leben kann - das system das man jedesmal bei 20-30% Rabatt auf deren Liste anfangen muss um dann bei 40-85% anzukommen finde ich - sagen wirs mal - anstrengend...)

Gruss

Micha



Hallo



..Aussendämmung bei dem Haus würde mir ein bisserl das Herz bluten...

Du solltest Dir vielleicht über die Heizung richtig gedanken machen. Wenn Du eine Holzververgaser in Betracht ziehst wofür dann der Gasanschluss? Küchenherd? Wenn nicht spar die die teuren Anschlusskosten ins Haus. Solltest Du über Wandheizung nachdenken, kannst Du eine z.B. Hanfleichtlehmdämmung von Innen einsetzten, Wandheizung drauf oder Lehmbauplatten und die Wandheizung dann darein, Lehmpuzt drauf und wohlfühlen

Viele Grüße





Gasanschluss ist hier nicht möglich - hab ich davon was geschrieben?
Aussendämmung kommt für mich nicht in Frage weil damit der Charme des HAuses verloren gehen würde.
Gruss

Micha



ups schon wieder verlesen..;-)



.. es war der Elektroanschluss Sorry =)



@ Micha



Auch wenn Dir diese Antwort ebenfalls nicht passt: Ohne ein brauchbares Konzept ist das hier sinnlose Tipperei, und Du wirst im Nachgang viel Geld verballern. Steht ein Konzept, wirst Du mit Deiner offenbar vorhandenen Sachkunde vieles selber umsetzen können. Gibt es kein Konzept, wirst Du höchstwahrscheinlich nach vielen Jahren Bastelei feststellen, daß Du das Dreifache eines Neubaus investiert hast, den größten Teil davon in schöne neue Mängel.

Ich weiß das aus eigener, inzwischen längst vergangener Bauerfahrung. Damals habe ich auf meinen (inzwischen EX-) Schwiegervater) vertraut, der alles konnte, aber jeweils nur ein bisschen. Und ich sehe es seit Jahren auf Baustellen. Ein altbauerfahrener Planer nutzt Dir mehr, als er kostet.

Grüße

Thomas