FWH verschenken?

02.05.2012



Moin,

habe theoretisch die Möglichkeit, ein benachbartes Haus und Grundstück zu kaufen. Das Haus würde ich gerne abreißen, weil nur das Grundstück interessant wäre, beispielsweise als Parkplatz.

Nun böte sich natürlich an, das Haus zum Selberabreißen anzubieten.

Hat jemand damit Erfahrung? Woran muss ich alle denken?

Ich würde die Tage mal zum Bauamt und versuchen dort zu erfahren, ob ich es überhaupt abreißen dürfte, und ob ich ein Carport dort bauen dürfte.

Was muss ich beachten? Und wie müsste ich die Abrisskosten kalkulieren, sollte sich nach sagen wir vier Wochen niemand findet?



Zustand?



Die Vorgehensweise hängt auch davon ab, in welchem Zustand das Haus ist und wie hübsch oder außergewöhnlich es ist. Aber ich würde es für extrem unrealistisch halten, innerhalb von 4 Wochen jemanden zu finden, der ein Haus zum Abreissen kauft. Das ist ja nichts, was man mal eben so in den Kofferraum packt. Am ehesten könntest du noch bei Händlern für historische Baustoffe Glück haben. Aber ich an deiner Stelle würde davon ausgehen, dass du das Haus selber abreissen wirst. Das dürfte ein sehr teurer Parkplatz werden.



Klingt ja grässlich:



ein Haus mit Geschichte, in dem Generationen gewohnt haben, für die Aufbewahrung eines Autos mit einer Halbwertszeit von ca. 5 Jahren wegzureissen. Ihr heiliges Blechle rostet sowieso viel langsamer als sein Innenleben verschleißt.

Verschwendetes Geld und zerstörtes Haus.

Grüße

Thomas



Brrr, Thomas, brrr....



... nicht so schnell Thomas ;-)

Da steht doch nur "FWH", nicht dass es ein altes Fachwerkhaus mit Geschichte ist. Könnt ja auch eine 60er-Jahre Bausünde sein...

@Arne: Stell' doch bitte mal Fotos vom Haus ein, dann können wir vielleicht besser erkennen, ob da noch was brauchbares drinsteckt. Und ob wir Fachwerkliebhaber das Grausen kriegen bei dem Gedanken es abzureissen.



Ich halte...



Häuser für Menschen halt für weitaus sinnvoller als Häuser für Autos.

Hier darf man auch subjektive Meinungen schreiben.

Ein FWH aus den 60ern wäre ja schon eine interessante Rarität.

Grüße

Thomas



Logisch



Natürlich stimme ich Dir zu Thomas! Und subjektiv schreiben wir hier wohl alle, einiges was Fachwerkhaus-Fans tun ist wohl rational kaum begründbar :-)

Ich dachte bei meinem Beispiel auch eher an ein schadstoffverseuchtes 0815-Haus, totgedämmt und gammelig, zu denen es hier im Forum ja auch etliche Themen gibt.

(... und man kann das Fertig-Carport doch auch mit Fachwerkimitat verschönern! ;-) )



So ein wenig...



...war ich ja schon drauf vorbereitet, teils sehr emotionale Antworten zu erhalten ;)

Vielleicht beruhigt es ja: wir haben schon ein Fachwerkhaus, und das haben wir schon fast komplett saniert. Die Hardcore-Variante: alles raus, alles neu. Somit haben wir rein rechnerisch schon zwei Häuser gebaut, also dürfen wir ruhigen Gewissens eines opfern ;)

Spaß beiseite, das besagte Haus ist so groß wie das zugehörige Grundstück, also rundherum Grenzbebauung. Dazu ist es noch zwischen drei Parteien eingekeilt. Das Teil ist im EG bereits komplett gemauert, nur noch das 1. OG ist Fachwerk.

Vor ein paar Monaten wurde es geräumt (30 Kubikmeter Müll? Messihaus), der Schädlingsbekämpfer hat ein paar 1000 Mäuse gekillt. Drinnen stinkt es bestalisch. Das EG ist zu tief als dass ich Winzling aufrecht drin stehen könnte.

Bei unserem Haus habe ich noch gesagt "Das ist machbar", und im Nachhinein muss man sagen: "sehr optimistisch und mutig!" :) Bei diesem "Schätzchen" würde ich es nur noch weg haben wollen.

So viel zur Motivation. Ich denke nicht, dass es jemand an dieser Stelle haben möchte, für uns wäre es eine willkommene Erweiterung des eigenen Grundstücks.

Daher möchte ich zumindest die Balken, die Dachziegel, Teile des Lehms und alles, was man noch verwenden kann, verschenken.

Reden wir mal Klartext: die Fläche wäre sicherlich etwa 7.000 € wert. Wenn ich es für weniger entsorgt bekomme, ist es ein brauchbarer Deal, wird es teurer, werden wir darauf verzichten können, weil wir schon jetzt genügend Platz haben. Wenn es also jemand abbaut und de Fläche dafür besenrein hinterlässt --> die Top-Lösung!

Dass es machbar ist, weiß ich, weil ich vor etwa 25 Jahren mal dabei geholfen habe, eines abzureißen. Aber so wie ich es recherchiert habe, hat sich mittlerweile eine ganze Menge geändert, was den gesetzlichen Rahmen betrifft. Entsorgungsnachweis etc. pp.

Am Besten wäre es natürlich, wenn jemand so etwas schon durchgeführt hat.



Da...



...ziehe ich meine Einwände zurück. Klingt ja auch nach einer durchdachten Lösung.

Man muß auch loslassen können :-)

Grüße

Thomas



Abbruch



Hallo Arne,
Ich kenne die niedersächsische Bauordnung nicht so gut.

In Hessen muß man sich den Abriss genehmigen lassen.
Es kommt eine Auflage in die Genehmigung , das man NICHT in Eigenleistung abreißen darf.

Es muß ein Unternehmen mit Fachkunde machen.

Viele Grüße



Haus



Hallo,
hast du das Haus noch, ist daß ein Fachwerkhaus, wei groß ist wo genau steht das könntest du mir ein Paar Fotos schicken, was möchtest du dafür haben.
Gruoß
Raphael



Fotos



Hallo nochmal,

kleine Richtigstellung: das Haus gehört mir nicht, und ob ich ein Kaufangebot abgebe, hängt einzig und allein davon ab, ob der Abriss irgendwie rentabel ist.

Anbei eine kleine Fotokollage...

Vielen Dank für die vielen Beiträge und insbesondere Robert Göbel - das bringt mich dazu, doch nochmal bei der zuständigen Behörde nachzufragen, wie sich das in Niedersachsen (Braunschweig) verhält.

Die besten Grüße


Arne