abzgl, schlimmsten, Wasserbett

19.03.2014



Hallo,

es geht wieder mal um ein Wasserbett in Mietwohnung, Altbau. Der Vermieter ist zu Faul die Statiker-Unterlagen zu suchen und behauptet von sich aus, der Boden wird es nicht tragen. Baujahr des Wohnhauses zwischen 1959 und 1963. Größe des Zimmers 3,8m x 4m. Wir sind uns noch nicht einig ob es 180x200 oder 200x220 Bett sein wird.
Aber ok, mal von 200x220 und 800kg Gewicht des Bettes ausgegangen, habe ich folgende Berechnung gemacht:

3,8x4 = 15,2 m² Zimmergröße. Wie ich gelesen abe, sind seit 1945 minimal 150kg/m² vorgeschieben. Also im schlimmsten Fall 15m² x 150kg/m² = 2.250 abzgl. Kleiderschrank (5-türich) 500lg geschätzt, abzgl. wasserbett 800 kg, abzgl. 2 personen rd. 200kg, + Kleinmöbel. Es könnte doch auch im schlimmsten Fall passen oder?
oder sollen wir doch dem Mieter richtig mal auf den Keks gehen, damit er die Statik überprüft?



No Risk,



no Fun!
Ralph Schneidewind



Entscheidender



... sind die Punktlasten über das Bettgestell... immerhin steht das ja im Extremfall auf vier Füßen mit wenigen Quadratzentimetern Auflagerfläche... Wenn man mal die 800kg als gegeben ansieht, die 200 Kilo "Personen" dazunimmt und dann noch mal eine gewisse Dynamik als menschlich annimmt, dann kommt da schon ordentlich was zusammen... auf den paar Quadratzentimetern...

MfG,
SH



Unser...



Unser Wasserbett hat keine vier Füße sondern liegt flächig auf. Dadurch verteilt sich die Last natürlich. Als wir damals, bei Mietinteresse für ein Fachwerkhaus, einen Statiker befragt hatten gab der sein Ok bei der Balkendecke.

Gruß
Tommy



Wasserbetten



Hallo


Ich würde in mein Haus Bj 57 KEIN Wasserbett stellen, nachdem ich den Bodenaufbau bei einem Treppenloch gesehen hab. 10 cm Beton, auf 3 cm von unten eine Lage 10x20cm 5mm starkes Bewehrungsgeflecht.

Ohne Statiker würd ich bei einem Bau aus der Zeit ab 1945 bis 1970 gar nicht über solche Deckenlasten nachdenken, sondern prüfen lassen.


Andreas



Deckenbelastung



Ich schließe mich der Meinung von A. Kapitzke an: solche dünnen Betondecken habe ich in Bauten aus den 50ern ebenfalls vorgefunden, nicht nur als oberste Geschossdecke zum nicht genutzten Dachraum, die nur mit 1 Kn/m2 gerechnet waren, sondern als normale Wohnungstrenndecken, die bei größeren Spannweiten auch schon mal deutlich in der Mitte durchhingen. Das Wischwasser sammelt sich dann in Zimmermitte.

Im aktuellen Sanierungsfall BJ 1956 gibt es Hohlbetondeckenelemente von 12cm Stärke als frei verlegte Elemente im wilden Verbandwechsel. Der Statiker tut sich schwer damit, diese Decken zu rechnen ohne die Bestands- oder die alte Typenstatik zu kennen und ist dementsprechen vorsichtig mit den Lastannahmen.



der Boden wird es nicht tragen



"Der Vermieter ist zu faul die Statiker-Unterlagen zu suchen und behauptet von sich aus, der Boden wird es nicht tragen."

Das kommt einem Verbot gleich, ein Wasserbett aufstellen zu dürfen - wenn ihr euren Vermieter nicht umstimmen könnt, braucht ihr über nichts Anderes nachdenken.

Wenn doch, würde ich 1,80x2,20 empfehlen :-)