Dachstuhlverkleinerung möglich?

11.01.2013 Neuzugang



Hallo,
wir interessieren uns für ein Fachwerkbauernhaus, das allerdings ein enorm großes Dach und einen entsprechenden Dachstuhl aufweist. Der Dachstuhl ist zum großen Teil nicht begehbar, da mit Stroh und Heu bedeckt, der sichtbare Teil weist aktiven Wurmfraß auf. Da das Dach für uns nicht nutzbar und mit Ondoline eingedeckt ist, meine Frage, ob man einen Dachstuhl verkleinern kann oder ob das die gesamte Statik durcheinander bringt. Und ist ein Abriss des Hauses (da insgesamt modernisierungsbedürftig) sogar kostengünstiger? Ich wäre für fachmännische Ratschläge und Anregungen sehr dankbar.



Abriss



Hallo,
Wenn Sie über einen Abriss nachdenken, ist es dann nicht besser nach einem geeigneten Grundstück Ausschau zu halten?

Oder ist die Lage so gut?

Wenn es sich bei dem Standort um "Aussenbereich" handelt , prüfen Sie bitte ob ein Abriss/ Neubau überhaupt genehmigt werden kann.

Ohne das Haus zu kennen, gehen sie mal von mind. 20.000,- Euro Abrisskosten aus.



Grundsätzlich möglich...



... ist eigentlich alles.

sh



Ratespiel



So ist das ein reines Ratespiel. Aber bei der Beschreibung würde ich eher sagen: weitersuchen. Da müssten es schon extrem gewichtige Gründe und ein Hammer-Grundstück sein, bevor ich auch nur im Ansatz vor dem Kauf schon über Abriss und Neuaufbau nachdenken würde. Da ist es zeit- geld- und nervenschonender gleich ein wirklich passendes Objekt zu kaufen und lieber ein wenig mehr Zeit in die Suche danach zu investieren.

Machbar ist vieles, aber es muss auch genehmigungsfähig sein und die Kosten sind auch nicht zu verachten. Statik ist nur eine Komponente, ein Änderung der Dachneigung kann auch an Denkmalschutz oder den Vorgaben im Bebauungsplan scheitern.



Moin,



war da mal ein Reetdach drauf? Wäre meine Vermutung und dann wäre ein Ziegeldach zu schwer für die Konstruktion gewesen, also Onduline.

Ob der Wurmbefall bedenklich ist, kann dir nur ein Zimmermann vor Ort sagen. Dann weisst du, was an Kosten auf dich zukommt und ob der Preis stimmt.

Vorher kann dir hier keiner was vernünftiges raten.

Den Dachstuhl zu verkleinern sieht im Zweifelsfall unmöglich aus - wollt ihr später dort ausbauen?

Gruss, Boris



Fotos bitte!



Hallo,

wie schon geschrieben: Ohne weitere Infos - und am besten Fotos - kann man da kaum mehr sagen. Aber bei "enorm großes Dach" und Region Schleswig-Holstein muss ich sofort an einen Haubarg denken (http://de.wikipedia.org/wiki/Haubarg), eine ganz besondere Hausform. Wenn so ein Haus noch irgendwie zu retten wäre, dann wär ein Hauskauf zum Abriss sehr sehr schade...

Anregung: Mal auf der Webseite der Interessengemeinschaft Bauernhaus nach Kontaktstellen in der Nähe schauen. Die helfen meist auch bei Besichtigungen - und können wertvolle Tipps geben, wie man weiter vorgehen kann.

Viel Erfolg bei der Haussuche - egal ob bei diesem oder halt einem anderen Haus!

Dirk



Wie wäre



mit einem erfafahren Planer? Sie brauchen doch eine ordliche Vorortberatung.
Den Dachstuhl zu verkleinern ist sicherlich teurer als die Bestandsanierung. Außerdem erfordert die Maßnahme eine Baugenehmigung inkl. Statik. Holzwurmbefall bei noch gegebene Tragfähigkeit ist nicht so gefährlich weil die meisten Holzer üblicherweise aus Stammholz betehen und häufig überdimensioniert sind.
Viel Glück
Thams



Vielen Dank...



...für die zahlreichen Antworten. Selbstverständlich ist uns klar, dass wir uns das Haus mit einem Fachmann ansehen müssen, aber 3 Fachleute - 5 Meinungen, daher meine Fragen auch hier im Forum. Ich gehe davon aus, dass das Haus (übrigens kein Haubarg) früher mit Reet eingedeckt war und daher eben keine andere Eindeckung als Ondoline in Frage kam. Mir ist auch klar, dass das für Fachleute alles ziemlich abenteuerlich klingen muss, aber die Lage liegt uns so am Herzen, dass wir die Möglichkeiten zumindest alle abklopfen möchten, bevor wir sagen, dass es nicht geht. Es handelt sich um ein kleines Dorf, wo definitiv auch keine Baugrundstücke ausgewiesen werden. Es ist Aussenbereich und auch da wissen wir, dass es mit Abriss und Neubau nicht unbedingt klappen wird. Wir bemühen uns um einen Architekten in der Nähe, aber es ist nicht so einfach, auch jemanden zu finden, der sich mit alten Fachwerkhäusern auskennt. Also vielen Dank noch einmal und ich melde mich wieder, wenn neue Fragen auftauchen.... :-)