Kellerabgang in Bruchsteinkeller. Einkleiden Ja oder Nein?

16.01.2005



Wir haben ein altes Fachwerkhaus mit einem Bruchsteinkeller.Die Treppe besteht aus Steinen, nicht isoliert in Erde gelegt.Der Abgang war mit einer Tür verschlossen.Der Abgang ist zur Zeit (ca.3 Jahre) offen. Bei Wetterumschwüngen ist die Treppe nass.
Wenn wir den Treppenabgang wieder verschliessen was passiert mit der Staufeuchtigkeit? Wir wollen mit Ständerwänden arbeiten. Oder ist eine massive Bauweise sinnvoller? Die Decke über dem Keller ist mit Holzbalken gebaut. In der Decke ist eine Dampfsperre eingebaut.
Wie können wir den Abgang am besten verschließen, damit das Haus keinen Schaden nimmt?



Feuchte vom Keller



Wie Sie selbst beschreiben, besteht Ihre Kellerdecke aus Holz mit einer Dampfsperre.
Und genau da sehe ich ein sich entwickelndes Problem!
Früher gab es auch keine Sperren in diesen Konstruktionen und diese wurden mehrere hundert Jahre alt.
Heute, wo sich natürlich die Nutzungsansprüche komplett verändert haben, wird plötzlich eine Folie o.ä. eingebaut.
Und da beginnt das Thema!
Genau an der Kontaktebene zu den organischen Bauteilen bildet sich Kondensat und dieses wird von den Holzbauteilen wie ein Schwamm aufgenommen. Und nun braucht man sich nur noch an den Fingern abzuzählen, wenn es zur befallserscheinung mit Pilz, Schwamm o.dgl. kommt.
Bevor Sie sich um die Gestaltung Ihres Kellerabganges Gedanken machen, sollte erst einmal die Gesamtsituation mit der vorhandenen Konstruktionsausbildung ein Fachmann vor Ort sich begutachten und Ihnen Lösungsvorschläge erarbeiten.
Ferndiagnosen sind da nicht gerade sinnvoll!

Grüße vom Handwerker.



Ohne vor Ort



Begutachtung ist das Problem ich nicht zu klären!