Abflussrohr durch Holzbalkendecke aber wie? (noch ein Versuch)

09.01.2016 DWass



Am 23.09.2015 habe ich diese Frage gestellt. Suche ich immer noch Hilfe. Ich mache noch ein Versuch.

Hintergrund: EFH Baujahr 1882. in 1OG mache ich das Bad komplett neu. Decke zwischen EG und 1OG ist Holzbalken mit Einschubdecke: Schwarten mit Lehm/Strohfüllung obendrauf, dann Sand bis die Dielenboden von 1OG. Unter der Schwarten sind auch Lehm/Stroh und untendrunter dann Kalkputz auf Schilfrohr.

Um die Abflussröhre mit richtige Gefälle zu Verlegen (und aus anderen Grunde) habe ich entschieden vom 1OG (Bad) nach unten in die EG zu gehen, und die Röhre entlang der Wand/Decke zu führen bis zum Fallrohr. Fallrohr ist in der Nachbarzimmer.

Entzwischen sind die alten Dielen im 1OG schon ausgebaut worden (die waren faul).

Meine Frage: Wie bohr ich die Loecher zwischen 1OG und EG? Ich dachte erst mit einem langen kleinen Holzbohrer von unten nach oben (durch die Putzdecke, Schilfrohr, Lehm, Schwarten, Lehm, Sand) mehrere Löcher im Kreis und dann die Material ausstemmen/ausssägen. Da ich dann teilweise die Schwarten zerstöre, und auch die Schilfrohr zerstöre, besteht Gefahr das ein grössere Stück der Decke runterkommt. Das möchte ich vermeiden.

Gibt es eine andere/bessere Möglichkeit? Wie kann ich die Decke stabilisieren um solche Gefahr zu vermeiden?

Ich bin etwas unsicher und bitte um Ideen. Ich muss wahrscheinlich 3 solche Löcher bohren, für jeweils DN40, DN40, und DN90 (oder 110).

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

-DWass



Bi-Metall Lochsäge



Es gibt für kleines Geld, d.h. z.b. 100mm ca. 15 bis 35€ , Lochsäge die ziemlich Standfest sind, wenn sie nicht gerade die Lehmpackung auch durchbohren, wenige cm Lehm machen nichts aus. Durchsägte Schwartenbretter oder Lehmwickel halten erstmal . Sie sollten aber die Ränder von am bsten beidseitig etwas Freilegen so dass sie die durchsägten Holzteile, die nur noch vom Putz gehalten werden, ähnlich einem "Wechsel" mit angeschraubten Sperrholzbrettchenn oder Lochkonsolen mit den beidseitig nächstliegenden unbeschädigten Holzteilen verschrauben. Falls sie Decken mit Loser Schüttung (z.b. Perlite) durchbohren müssen, bohren sie etwas größer und setzen passgenau eine "Hülse" (.z.b. aus KG-Rohr Resten) ein. Damit das Zeugs nicht runterbröselt kann man es auch im Sägeschnitt mit pU-Schaum stabilisieren und nach erhärten den Schaum-Perlite-Klumpem weiter durchsägen,



AL durch Decke



Ich habe da schon mal was zu geschrieben.
Ist wohl nicht angekommen.
Um genaueres sagen zu können wären Fotos hilfreich.



Bilder sind hilfreich



Anbei ein Bild von oben. Die Balken verlaufen sich von rechts nach links. Fallrohr ist in das Zimmer nebenan (auch der rechten Seite). Wo Dusche und Badewanne stehen (oben auf dem Bild) habe ich kein Problem, da die Balken sowieso ersetzt werden müssen, habe ich schon Putz, Schilf, Schwarten, Lehm/Stroh, Sand schon enfernt. Beim Neuafbau kann ich die Röhrdurchbruch mit einplanen. Nur wo Bidet, WC, Waschbecken stehen (unten auf dem Bild) ist die Decke noch intakt, sodass ich die Röhre durch die Decke leiten müssen.

Welche Bilder soll ich noch hochladen?



AL durch Decke



Mit Bildern meinte ich auch Bilder, also Fotos.
Die Skizze ist kaum zu lesen.
Ich würde die Reihenfolge WT - WC - Bd ändern in WT - Dd - WC.
Auf dem Foto ist ein ähnliches Bad dargestellt.





Erste Frage? Vorwandinstallation? Warum nicht das Rohr dort laufen lassen?
Die geänderte Reihenfolge wurde schon als Lösung genannt.

Zum Loch.
Altes Stück OSB-Platte oder ähnlichen von unten gegen den Deckenputz schrauben und dann das Loch sägen. Probleme macht ja eher der Draht. Oder von unten vorsichtig den Putz wegpicken und Draht/Schilfrohr sauber mit Seitenschneider aufschneiden. Dann das Holz mit der Stichsäge raus nehmen.



Bad



"Erste Frage? Vorwandinstallation? Warum nicht das Rohr dort laufen lassen?
Die geänderte Reihenfolge wurde schon als Lösung genannt."

Immer Vorwandinstallation! Das ist ein minimalinvasiver Eingriff in die Bausubstanz.
Die geänderte Reihenfolge habe ich nicht gesehen.



Warum ohne Vorwandinstallation



ist eine berechtigte Frage. Hat viele Grunde:

1) Auf Wunsch wird eine Stand-WC im alten Stil installiert, mit eine Zisterne auf 2,3 meter Hoehe an die Wand fixiert (ein sogenannte "High level traditional toilet"). Siehe Bild hier

Diese (wegen der verchromte Spulrohr) passt nicht ganz mit eine Vorwandinstallation. Das Bidet sizt auch auf dem Boden (nicht Wandhaengend) und das Waschbecken sitzt auch mit einem Podest auf dem Boden (auch nicht Wandhaengend, aehnlich wie das Waschbecken auf dem verlinken Bild).

2) Ein Vorwandinstallation muessen relative dick um die Abflussrohr zu bedecken und da werde ich zu viel Platz verliere.

Auch mit eine Vorwandinstallation, muess am ende der Abflussrohr doch nach unten durch die Decke gehen, um an die Fallrohr zu kommen.

Ich kann die Reihenfolge der Sanitaergeraete auch nicht beliebig aendern, weil das Zimmer eine Dachschraege hat (auf der linken Seite das erste Bild oder auf der rechten Seite das zweiten Bild), sodass das WC leider nicht ganz links passt, wegen der 2,3m hoehe Zistern. Ich weiss das die Reihenfolge nicht das optimal ist, habe ich aber wahrscheinlich (aus verschiedene Gruende) kein andere Wahl. Ist alles nicht ganz einfach.

Die Idee mit OSB als "Putzschutz" finde ich genial. Danke!



Fotos?



Hans-Paul,

Das Zimmer ist komplett leer. Entkernt. Ist nichts drin. Ich denke nicht das ein Foto vom Zimmer viel Informationen bringt.

Das Erste Skizze ist ein seitlichen Blick (oben das Badezimmer, unten die Kueche in EG) zeigt die 3 Geraet (Waschbecken, WC, Bidet), und die Decke, und die geplannte Durchfuehrungen der Abflussroehre durch die Decke, und die Sammelleitung unter die Decke.

Das zweite Skizze ist von oben, und zeigt das Zimmer mit allen Sanitaergeraete und die Location das Fallrohr im Zimmer nebenan. Warm und Kaltwasserroehre sind vorhanden, die kommen von unten hoch auf der Schornstein entlang (oben links auf das zweiten Skizze).

Welche Information waere noch Sinnvoll zu der Diskussion?



Bad mit oder ohne Vorwandinstallation



" Auf Wunsch wird eine Stand-WC im alten Stil installiert, mit eine Zisterne auf 2,3 meter Hoehe an die Wand fixiert (ein sogenannte "High level traditional toilet")."

Ja dann, wäre vielleicht sinnvoll gewesen, dies direkt zu sagen.
Trotzdem bedeutet Vorwandinstallation weniger Eingriff in die Bausutstanz.
Ansonsten hat D.Selle ja schon Möglichkeiten des Deckendurchbruchs beschrieben.
Wird das Klo so wie auf dem Foto?

Viel Erfolg