Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte

22.03.2009



Guten Tag, zusammen,
unser Haus ist in den 50er gebaut worden und hat ein Sandsteinfundament. An manchen Stellen im Keller sind Salzausblühungen sichtbar die Feuchtigkeit liegt bei ca. 75 -80 %. Auf dem Kellerboden sind immer wieder Feuchte Stellen zu sehen, auch sind Salzränder erkennbar. Zum Einen möchte ich den Keller etwas trockener bekommen und zum Anderen auch den Sandstein vor zuviel Feuchte schützen. An der Südseite des Hauses ist ein Hang, der Boden ist meines Erachtens relativ locker also kein Lehmboden. Welche Schritte sollte ich einleiten: Abdichtung des Sandsteinsockels von außen, Dämmung?, Drainage? Abdichtung der Bodenplatte. Es soll im Keller kein Wohnraum entstehen, allenfalls eine Sauna soll mal hinein. Über eure Ratschläge würde ich mich sehr freuen!

Schöne Grüße

Michael Graeser



Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte



Hallo Herr Graeser,
Die Natursteine im Kellermauerwerk sind durch ihre große Wärmeeindringzahl nicht ganz ohne Probleme. Die Oberfläche ist kühl und es bildet sich schnell einen Feuchtefilm. Sandstein ist dazu auch noch porös und Feuchtigkeit kann so neben den Mörtelfugen auch durch den Stein gelangen bzw. wird gut gespeichert. Dies hängt aber von der jeweiligen Sandsteinart ab. Schauen Sie bei mir unter
www.ib-rauch.de/Beratung/feumauwe.html
Hier gibt es ausreichend Tipps und die Problematik wird ausführlich beschrieben. Dies dürfte Ihnen eventuell für weitere Entscheidungen helfen.



Abdichtung von Sandstein-Kellerwand, Bodenplatte



Ich danke Ihnen für Ihre Antwort. Ich habe auszugsweise Ihre sehr interessanten fachlichen Informationen gelesen. Folgende Fragen habe ich: Wie kann ich feststellen, ob Erdfeuchte, drückendes oder nicht drückendes Wasser für die Feuchtigkeit im Keller verantwortlich ist? Fachmann vor Ort befragen? Ich habe Ihrem Bericht entnommen, dass eine Abdichtung incl. Perimeterdämmung sinnvoll ist, um die Kellerwand wärmer zubekommen. Die Salze sind aber ein Problem. Dafür sollte ein spezieller Kellersanierungsputz verwendet werden, der gleichzeitig Feuchtigkeit an den Innenraum weiterleitet, aber auch in den offenen Poren die Salze aus dem Mauerwerk zieht. Richtig? In meinem Keller sehr ich an verschiedenen Stellen Salzablagerungen. Welchen Putz würden Sie empfehlen?
Oft wird eine Drainage empfohlen! Wann ist eine Drainage notwendig?

Vielen Dank für Ihre Hilfe
Graeser



Salze und Feuchte im Kellermauerwerk aus Sandstein



Hallo Herr Graeser,
Eine Perimeterdämmung bringt bei einem Ziegelmauerwerk Vorteile. Natursteine habe eine hohe Wärmeeindringzahl und ein großes Wärmespeichervermögen. Ich glaube nicht, dass es sehr viel bringt.
Da Regional etwa der gleiche Baustiel und auch gleiche Baustoffe verwendet wurden, ist es immer sinnvoll Nachbarn zu befragen, die ähnliche Probleme hatten und bereits eine Sanierung vorgenommen haben. Hat sich die Maßnahme bewährt, so kann man diese auch machen, ohne lange Experimente vorzunehmen. Wegen der Salze können Sie auch einmal bei http://aero-durit.de/ den EP 2010 ansehen. Eine Drainage ist erforderlich, wenn von außen (drückendes) Wasser anliegt. Es wird so vom Gebäude weggeführt. In diesem Rahmen ist auch eine äußere vertikale Abdichtung erforderlich. Nachteil ist hier, dass anschließend die Feuchte in diesem dicken Mauerwerk nur noch nach innen entweichen kann. Es empfiehlt sich einen Fachmann einzuschalten. Zwei bis drei Meinungen sind hierbei sinnvoll.