Abdichtung Kellerwand im Altbau

05.11.2021 Groxo


Hallo liebes Forum,

obwohl ich ein Haus aus den 90er Jahren habe, was nicht im Ansatz ein Fachwerkhaus ist, hoffe ich auf eure Hilfe. An anderer Stelle habe ich nämlich schon recht professionellen Rat gelesen.

Zu meinem Problem.
Streifenfundament, Betonblockstein, aufsteigende Feuchtigkeit, Horizontalsperre auf ca. 24cm Höhe intakt. Darunter ist die Wand nass.
Behebung von Außen nicht möglich.

Nun habe ich schon zig mehr oder minder Fachfirmen zur Besichtigung da gehabt, auch einen Architekten zur reinen Schadensanalyse. Und (natürlich) sagen alle etwas anderes. Bei allen ist das Konkurrenzprodukt Mist und das eigene der Heilsbringer.
Bisher wurde angeboten: Abdichtung durch Dichtschlämme, Innenabdichtung, Injektage durch Verkieselung+Innenabdichtung, Injektage mit Harz, Injektage mit Silikonmikroemulsion, Injektage durch Paragin.

Überzeugt hat mich der jeweils letzte anwesende Vertreter.

Abdichtung ist raus: Ich habe das Gefühl, dass es zwar die Optik beheben wird, aber mehr nicht. Gefühlt möchte ich aber kein Wasser in der Wand. Deshalb genügt mir Abdichtung alleine nicht.

SMK hat mich eigentlich überzeugt. Allerdings unter der Prämisse, dass mein Mauerweks zu 100% feucht sei und nur die angebotene Silikonmikroemulsion da Abhilfe schaffen könnte.

Der Parafin-Verreter meinte, wäre die Wand zu 100% feucht, würde das Wasser raus laufen. Außerdem würde selbst dann auch Parafin möglich sein, ohne Vortrocknung.

Ich blicke nicht mehr durch. Wie soll man da durchblicken? Jeder neue Termin redet das bisherige schlecht und sieht nur sein Prodult als das Wahre.

Habt ihr Tipps, worauf ich achten sollte? Oder nach was könnte ich gehen?



Also,



zum Verständnis;
Du hast eine Horizontalsperre nach der 1. Schicht Mauerwerk.
Darüber ist es trocken, darunter ist es nass.

Klingt schon mal gut.
Ursache: Vermutlich ist die Hohlkehle außen zwischen Fundament und Mauerwerk abgerissen.
Behebung von innen:
Putz bis zur Horizontalsperre abschlagen, einen Streifen Estrich (10-15cm breit) entfernen
Eine Nut ca. 5 cm hoch und tief in Fundament und Mauerwerk (also 3- 5 rein, 2,5 runter ins Fundament und 2,5 hoch in den Stein) stemmen, so erzählst Du eine sehr gute Verzahnung und Dichtfläche
Diese Nut mit Dichtmörtel gut verschließen und eine Kehle ausbilden, anschl. Nass in Nass die erste Lage Dichtschlämme aufbringen und nach Technischem Merkblatt der Dichtschlämme weitere Gänge aufbringen, min. noch einen.

Ein so ausgebildeter Wandsohlenanschuß sollte weit über Dein EOL halten.

PS: Wasser tut dem Stein nichts


Frohes Schaffen