Abdichtung Bruchsteinwand in einem Kriechkeller




Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Besitzer einer Immobilie aus dem Baujahr 1914. Dieses Haus hat einen Keller und einen Garten. Der Garten liegt etwa 1m unter dem Niveau des 1. Obergeschosses. Im Keller befindet sich u.a. ein Raum der als Kriechkeller ausgelegt ist. Die Höhe beläuft sich auf ca. 80 cm. Eine Wand des Kriechkellers, welche aus Bruchstein ist, grenzt an das Erdreich des Gartens an. Die „Fugen in der Wand bestehen aus meiner Ansicht aus Sand. Nun musste ich feststellen, dass es aus mindestens einer „Fuge“ in der Bruchsteinwand ein kleines Bächlein in den Kriechkeller fließt. Ich kann nicht genau sagen, ob dies nur bei Regen der Fall ist oder auch „gesammelte Feuchte“ aus dem Erdreich oder eine andere Ursache ist.
Meine Fragen sind nun:
-Was kann die Ursache sein?
-Wie kann man dies in Griff bekommen?
-Können die „Fuge“ bzw. die ganze Bruchsteinwand von innen abgedichtet werden? Wenn ja, mit was (Dichtschlämme?) und wie?
Hinweis: von außen kommt man nur mit sehr viel Aufwand an die Wand, da zunächst das Erdreich vor der Wand des darüber liegenden Esszimmers entfernt werden müsste (ca. 2,5 m Höhe) und anschließend die Höhe des Kriechkellers.

Ich hoffe meine Beschreibung ist einigermaßen verständlich. Falls nicht können Sie gerne nachfragen.
Ich bedanke mich schon vorab für die Antworten, Vorschläge und Tipps.

Mfg
T. Maniura



Der Beitrag ist von mir



Hallo Liebe Forumsmitglieder.

Die Frage habe ich gestellt.

Die Anmeldung im Forum habe ich erst danach getätigt.

mfg

T. Maniura



Kellerabdichtung



Ein Foto würde helfen.
Nur bei Bodenfeuchtigkeit gibt's keine Bächlein-
das kann nur bei Regen oder defekter Entwässerung vorkommen.
Um sicher zu gehen auch die Installationen überprüfen-
Hauptwasserzuleitung absperren und beobachten sich etwas ändert.

Die Fugen müßten erst einmal gesäubert und dann mit Zementmörtel verfugt werden.
Es gibt dann div Mittel, die sich für die Innenabdichtung "Negativabdichtung" eignen-
ich habe dafür zB 'Multibaudicht 2K', das Risse überbrückt und auch für Wasserbehälter mit wesentlich größeren Wasserdrücken verwendbar ist.

Wenn's nur um die Abdichtung geht genügt so etwas-
glatt und schön aussehen muß es nicht, sodass Putz verzichtbar ist.

Andreas Teich



Bild, Wasserleitungen



Hallo,

danke schon mal für die Info.

Ich werde versuchen in den nächsten Tagen ein paasr Bilder zu machen.

Die Installationen kann ich eigentlich ausschließen, in diesem Bereich gibt es kein Wasseranschluss bzw. -leitung.

Möglich wäre das Regenwasser von der Terrasse. Die Rohre liegen jedoch auf der Höhe des Esszimmers, wo die Wand trocken zu sein scheint.



Keller naß



Fallleitungen werden auch gelegentlich nur in ein Kiesbett entwässert ohne Kanalanschluß.
Am besten Bild auch von außen, ggf per Mail

Andreas Teich



Kaum zu glauben welch falsche Ratschläge hier erteilt werden



Herr Teich schreibt dazu: Herstellen einer Abdichtung...
"Fugen säubern und dann mit Zementmörtel verfugen".
Solch einen Vorschlag kann nur ein Laie oder ein Tischler geben.
Da hilft es auch nicht weiter, wenn ein ansonsten guter Materialhersteller erwähnt wird.
Bitte Herr Teich lassen Sie solche unsinnigen Empfehlungen einfach weg.
Selbst wenn Sie ein Loch damit Abdichten können kommt es durch den aufstauenden Druck an anderer Stelle doch wieder rein. Möglicherweise auch von unten.
Ein Bild hilft da auch nicht weiter!
@
Maniura, Wegen was sollte denn jetzt abgedichtet werden wenn der Zustand schon seit über hundert Jahren so ist?
Wie soll denn der Keller in Zukunft genutzt werden?



Genau lesen



'Fugen säubern und mit Zementmörtel verfugen'
scheint mir ein Plural zu sein und sich nicht nur auf ein Loch zu beschränken.
Schon klar, dass Wände komplett abgedichtet werden müssen-
das bedarf sicher keines ausdrücklichen Hinweises und läßt sich in jedem techn. Merkblatt nachlesen

Andreas Teich



Nutzung des Kellers



Also der Kriechkeller soll an sich gar nicht genutzt werden.
Im restlichen Keller werden teilweise lebensmittel, Getränke gelagert. Es befindet sich die Gastherme und ein Kaminofen darin.

Ich bin mir nur unsicher dass das Wasser Schaden anrichten kann wenn es nicht schnell genug versickert.
Ob der Zustand schon so lange besteht weiß ich nicht. Zumindest der Anbau wurde erst Anfang der 70er errichtet.



Herr Teich lassen Sie es bitte solche Empfehlungen zu geben...



..ich habe geschrieben, dann läuft es halt durch den Boden!
Sie müssen nicht immer als Tischler zu einem Thema Stellung beziehen und Ihr Halbwissen einbringen. Es hilft doch niemanden.



Bächlein



Hallo ich hatte etwas Ähnliches!
Ich würde es mal beobachten. Bei mir war es ein Riss in der Fassade. Daas Wasser verteilte sich dann im Keller großflächig. Wie gesagt, wichtig ist rauszubekommen woher das Wasser kommt. Ich habe es erst gefunden, als wir zu zweit mit Wasser aus einem Gartemschlauch gepielt haben. Wie schon geschrieben wurde, wenn der Grund für das Bächlein nicht gefunden wird, wird es sich bei Abdichtung ein anderen Weg suchen.

mfg



Nassen Keller von innen abdichten



Wenn das Wasser schon an den Wänden runterläuft würde ich abdichten, da es sonst weitere Auswaschungen ohnehin sandiger Fugen gibt und auch die Luftfeuchtigkeit im Kriechkeller steigt, was die darüberliegende Konstruktion schädigen kann.

Geringere Wandfeuchtigkeit wäre sicher tolerierbar.

Wenn das Bild kommt kann die Situation besser beurteilt werden.

Bis dahin Fugen reinigen, tiefe Fugen zB mit Zementmörtel auswerfen und anschließend Abdichtungen auftragen, die für Negativabdichtungen (also von innen) geeignet sind.
Siehe Systeme von Remmers, Köster etc-
die nur für die Optik und nicht für dieAbdichtung zuständigen Deckputze können entfallen wenn der Keller nicht genutzt wird.

Andreas Teich



Bächlein



Ich denke das Bächlein läuft schon länger, da wird eine Woche für die Ursachenforschung den Kohl auch nicht fett machen. Wenn die Wand erstmal dicht ist, denke ich ist es schwerer die Ursache zu finden, da sich das Wasser sicher großflächig verteilt. Ich bin aber kein Fachmann was Dichtungsmaßnahmen betrifft.

mfg



Einfach laufen lassen?



Soll ich nun das Wasser einfach weiter in den Keller laufen lassen?
Damit habe ich irgendwie Bauchweh.

Was kann man noch machen bzw. was kann die Ursache sein?



Wohndauer



Seit wieviel Jahren wohnen Sie dort und konnten das Geschehen im Kriechkeller beobachten? Aus Ihrer Anfrage geht nicht hervor, ob es wirklich ein neues Problem ist. Ich kenne einige Keller auf dem Lande, gerade unter Scheunen, dort sind kleine Rinnsale nichts ungewöhliches. Falls es zuviel wird, einen kleinen Pumpensumpf schaffen und eine Tauchpumpe hinein, sodass der Wasserzufluss erstmal unter Kontrolle ist. Und dann, wie beschrieben beobachten und dokumentieren.



Ich



hab mal von einen Fall gehört, wo das RW planmäßig in den Kriechkeller geleitet wurde und einen, wo es in eine Schotterauffüllung zwischen Streifenfundamenten UNTER das Gebäude geleitet wurde. Heutzutage ist alles möglich, sie sehen ja, was sich alleine hier in diesem Forum tummelt. Also, schauen Sie mal wohin Ihr Regenwasser geleitet wird.
Aber zur Zeit ist ja Schneeschmelze, denke mal das liegt daran.



Antwort Wohndauer



Ich wohne seit knapp drei Jahren dort.
Den Kriechkeller habe ich vor ca. 2 Jahren entdeckt.
Das Problem ist mir nicht ganz unbekannt, wollte der Sache aber mal auf den Grund gehen.
Mit so einer Pumpe wäre es natürlich auch möglich, packt aber die Ursache nicht beim Schopf...



Innenabdichtung



Genau das ist der Sinn von Negativabdichtungen, nämlich von außen auf das Mauerwerk einwirkendem Wasserdruck durch eine raumseitig aufgebrachte Abdichtung widerstehen zu können-
die genannten Abdichtungen sind für solche Zwecke freigegeben.

Einfach die techn Merkblätter lesen und beachten, dann wird Vieles klarer.

Ich hätte auch Hemmungen, fließendes Wasser im Keller zu haben und mich nur auf eine Tauchpumpe zu verlassen.
Provisorisch mag das funktionieren- auf Dauer sicher zweifelhaft.

Andreas Teich



Nein Sie können es einfach nicht



Erstmal muss man sich doch fragen, kann eine Abdichtung überhaupt funktionieren? Dies mag ja bei Beton, wo der Untergrund noch die Kräfte aufnehmen kann angehen. Da kann man auch die Festigkeit "berechnen".
Hier geht es doch um "unbekannten" Bruchstein.
Nein Herr Teich Sie liegen wieder falsch!



Bruchsteinwand abdichten



Wenn etwas unbekannt ist kann doch kaum eine negative Meinung dazu geäußert werden, oder?
Der Bruchstein müßte schon extrem weich sein, um eine solche Abdichtung nicht zu ermöglichen-
es geht hier nicht um enorme hydrostatische Drücke, sonst würde das Wasser nicht als Rinnsal laufen sondern wie eine Springbrunnenfontäne aus allen Mauerfugen schießen.
Das gibt's bei Hochwaser am Rhein-
hier offenbar nicht, sonst wäre der Keller schon vollgelaufen.

...und dass auch die angrenzenden Bodenfugen mit einer vorherigen Hohlkehlenausbildung abgedichtet werden müssen geht wieder aus den technischen Merkblättern hervor-
deshalb empfiehlt sich deren Lektüre.
Ständig Negativbeiträge zu bringen hilft dem Fragesteller kaum weiter- (auch wenn's hier um Negativabdichtungen geht!)
Positive Äußerungen verhelfen eher zu Erkenntnissen- auch wenn's schwerfällt.

Oder wird womöglich vorgeschlagen nichts zu machen und laufen lassen
oder doch mit enormem Aufwand außen aufzugraben als die einzigen Alternativen?

Andreas Teich



Abdichtung



Warum dann nicht einfach mitteilen wie es richtig ist???





Das hilft ja nun nicht wirklich weiter. Als erstes muss man sich mal die Gesamtsituation außen anschauen um möglicherweise der Ursache auf die Spur zu kommen. Da helfen auch keine Bilder wirklich weiter.
Zunächst müssen "hausgemachte" Ursachen ausgeschlossen werden, Regenwasserableitungen geprüft werden etc.

Bei Bedarf kann ich mir das mal vor Ort ansehen um eine Vorgehensweise vorzuschlagen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kellerabdichtung



Darauf habe ich auch schon im ersten Beitrag hingewiesen-
Installationen, Entwässerung etc zu überprüfen ist sicher die erste Maßnahme.

Ohnehin ist auch klar, dass zumindest Fotos erforderlich sind, um die Situation genauer beurteilen zu können und am besten natürlich eine Ortsbesichtigung vornehmen.

Bis dahin können logischerweise nur Möglichkeiten dargestellt werden, woraufhin zB Herstellerfirmen kontaktiert werden können, um die Verwendungsmöglichkeiten deren Produkte abzuklären oder verschiedene Abdichtungsvarianten zu untersuchen.

(die kleinen Ausfälligkeiten, die es in jedem Forum gibt, lasse ich besser unkommentiert- wieweit die technische Erkenntnisse bringen und zur Problemlösung beitragen kann jeder selbst beurteilen)

Wenn zB Christoph Kornmeyer sich das ansehen würde wäre es interessant zu erfahren was sich als Ursache herausstellt, welche Art der Abdichtung vorgenommen wird und was dann hoffentlich geholfen hat.

Andreas Teich



Es ist nicht zu glauben was Halbwissende hier alles schreiben.



Schade ist nur, dass dies ein gut besuchtes Forum ist mit vielen Menschen die Hilfe brauchen und dann so etwas lesen müssen.
@ Herr Teich an Sie die Bitte, hören Sie doch auf mit Ihren unausgegorenen dummen Ratschlägen.
Eine Abdichtung setzt voraus, dass alles dicht werden muss.
Da sonst nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren das Wasser von unten eindringt. Dabei ist auch zu beachten, dass die kleinste Fehlstelle bzw. Öffnung alles was abgedichtet wurde zu Nichte macht.
Ihr Vorschlag ist falsch! Es reicht eben nicht eine Hohlkehle zu erstellen und auch nicht wenn diese mit einer Wandabdichtung verbunden wird.
Ihre Vorschläge zielen nur darauf ab fragwürdige Geschäfte machen zu wollen. Richtig weiterhelfen und eine brauchbare Lösung vorzuschlagen schaut anders aus.
Bei allem was da noch an Vorschlägen übrig bleibt ist auch zu bedenken der Aufwand sollte noch in einem vernünftigen Rahmen bleiben.
Es steht jedoch fest, dass es keine Überschwemmung gibt sondern nur ein kleines Bächlein (was auch immer damit gemeint ist) in einen nicht genutzten Kriechkeller fliest.
Hierzu gab es schon einen wie ich meine brauchbaren Vorschlag mit einem Pumpensumpf usw.
Kostengünstig und vorerst gut überschaubar.
Was mich auch noch stört ist der Vorschlag - das schaue ich mir mal an. Ja was sieht man den außer, dass möglicherweise gerade Wasser runter läuft oder auch nicht. Wenn schon dann sollte so etwas über einen sehr langen Zeitraum beobachtet werden.
Fest steht doch, dass das Haus von 1914 ist und somit auch klar sein sollte, dass es außer der Angst die T. Maniura hat kein wirkliches Problem bisher gab.
Hier sollte der gesunde Menschenverstand einsetzen und damit keine Angst geschürt werden.
Leider dürfen aber auch solche Menschen wie Tischler (auch Ihre unausgegorenen) Vorschläge zu Abdichtungen einbringen.
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Ich denke man braucht auch Geduld um denen zu helfen die ein ähnliches Problem haben - die eine Lösung erwarten die nicht nur am möglichen Umsatz orientiert sind.
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Wenn Sie Herr Teich noch Fragen dazu haben was ich als Praktiker gelernt habe so schreiben Sie mir doch direkt an meine Adresse oder Sie lesen mein Buch "Gesund wohnen in Altbauten"!
Hier können Sie auch nachlesen warum Abdichtungen gegen drückendes Wasser nicht so einfach herzustellen sind. Es bedarf erstmal einer qualifizierten Ausbildung und dann auch noch langer Praxis bis man diese Handwerk versteht und dann auch beherrscht.
Sie können sich auch hier informieren: http://www.dhbv.de/bautenschutz-ausbildung/berufsausbildung/alles-wichtige/das-wichtigste-zum-ausbildungsberuf-holz-und-bautenschuetzer.html
Natürlich kann das auch ein Tischler erlernen.



Kriechkeller



Ab und zu ein bisschen Wasser, na und? Das ist ein ungenutzter Kriechkeller, ein Hohlraum, mehr nicht. Das hat Jahrzehnte funktioniert- never change a running system.
Hauptsache im Erdgeschoss kommt nichts durch.



Jetzige Schlussfolgerung



Ja es ist manchmal gar nicht so einfach eine Antwort zu finden, vor allem wenn Sie nur eine äußerst kurze Beschreibung meines Anliegens haben.

Trotzdem bedanke ich mich für die Ausführungen.
Welche richtig oder flasch sind kann ich leider nicht zuordnen.

Es ist aber richtig, dass das Gebäude schon eine längere Zeit steht und keine schwerwiegenden Probleme aufgetaucht sind (Schimmel o.Ä.)nur hihe relative Luftfeuchte und ab und zu etwas muffig.

Ich werde die Angelegenheit weiter beobachten (wie bereits vorgeschlagen) und falls nötig mir mit einer Pumpe behelfen.