Abdichtung Bruchsteinfundament

24.10.2017 T4nk



Guten Morgen zusammen,

bereits in meiner vergangenen Frage habe ich mein neues Projekt kurz erläutert. Ein Einfamilienreihenendhaus aus teilweise Ziegelmauerwerk und Fachwerk.

Nun aber zu einem speziellen Thema - der Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Bevor ich mich an die Sanierung im inneren begebe, möchte ich außenrum alles trocken haben.

Also kurz zur Situation: Mein Einfamilienhaus von ca. 1800 ist im Erdgeschoß zum größtenteil mit Ziegel und Bims gemauert. Teilweise noch aus Fachwerk. Daraus schließe ich, dass das Haus ursprünglich aus Fachwerk war und nach und nach über die Jahre aufgrund vorhandener Feuchteschäden vom Fachwerk in ein gemauertes Haus umgewandelt wurde.

Nun steht eine Kernsanierung an. Die Feuchtigkeit habe ich im Erdgeschoß an den Innenwänden entdeckt. Hier löst sich der Putz. Darum habe ich außen zwei Suchschachtungen gemacht. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Das Haus steht auf einem Streifenfundament aus Bruchsteinen. Etwa 50-70cm tief. Darauf stehen die Ziegelsteine aus Außenwände. Teilweise sind bis zu zwei bituminöse Horizontalsperren vorhanden, die auch sichtlich noch Ihre Funktion erfüllen. Das Problem ist nun jedoch, dass das Außengelände aufgrund der Gegebenheiten (Straße, Fußweg, etc.) bis zu 50cm über dem Bruchsteinfundament liegt.

Das bedeutet, dass das Wasser sich aufgrund des Gefälles zum Haus bewegt und die oberen Ziegelreihen erreicht und diese durchfeuchtet. M.M. nach ziehen Bruchsteine als solche kein Wasser. Also muss das Wasser von der Seite und damitdurch die Erdberührten Ziegel kommen.

Einzige Lösung aus meiner Sicht ist nun das Haus außenrum (Reihenendhaus also nur drei Seiten) Seite für Seite (wegen Grundbuchgefahr) freizulegen bis etwa 30-50cm des Bruchsteinfundamentes sichtbar wird. Dieses zu Säubern, trocknen zu lassen und insgesamt hinterher mit einer Bitumenschicht bzw. Schwarzanstrich von außen abzudichten. Die Abdichtung aus zwei lagen Bitumen zzgl. Noppenbahn würde ich dann von ca. 30cm unter Oberkante der Bruchsteine bis etwa 20cm über OK Erdberührtem Bereich hinaus ausführen. Für möglicherweise immernoch vorhandenen Restfeuchte kommt innen ein Kalkputz an die Wand. Spricht hier etwas gegen?

Um mir die Arbeit etwas einfacher zu machen würde ich die Bereiche die ich Abdichten möchte, vorher noch mit Beton o.Ä. begradigen. D.H. Fugen der Bruchsteine ausfüllen, etc. Kann ich hier Zement nehmen oder zieht dieser mir dann möglicherweise Wasser in die Fugen?

Über Antworten würde ich mich freuen

Danke und Gruß
Jan



Mauerabdichtung



Eine Skizze und Foto des Wandabschnitts wäre sinnvoll inkl Höhe der horzontalen Abdichtungslagen und der Höhe des Außengeländes.

Unter den horizontalen Abdichtungen muß keine vertikale Abdichtung aufgebracht werden.

Spritzwasser- und Oberflächenwasser reduzieren, ggf Rinne vor der Wand einbauen oder eine gerundete ausgepflasterte herstellen.
Übergang zur Wand gut abdichten- ich habe dafür und als Sockelabdichtung MB 2K, welches Risse bis 2 mm überbrückt.
(ich bin gerade bei Bonn und kann dir ggf 1-2 25 kg Kanister abgeben)

Andreas Teich