Spitzgiebelabbruch Nachbarhaus

24.02.2009



Hallo,

in einer historischen Altstadt stehen die Häuser direkt nebeneinander. In einem Hinterhof hat das Nachbargebäude (Haus 1) einen Spitzgiebel, der direkt an ein anderes Gebäude (Haus 2) anschließt. Nun möchte der Eigentümer des Nachbargebäudes diesen Spitzgiebel abreissen.
Es ist zu erwarten, dass durch den Abbruch bei Haus 2 dann ein Teil der Fassade bzw. des Dämmputzes beschädigt wird.
Wer ist dann für die Reparatur von Haus 2 zuständig? Ohne den Abbruch des Spitzgiebels von Haus 1 besteht kein Reparaturbedarf. Hat nun der Eigentümer von Haus 1 die Kosten zu tragen oder muss der Eigentümer von Haus 2 Widerspruch gegen das Bauvorhaben einreichen?
Hat jemand einen Tipp?

Gruß
Sandro





Es sollte vorab unbedingt schriftlich festgehalten werden, das eventuelle Beschädigungen und Reparaturen auf kosten des "Haus1" gehen. Gleichfalls sollten Fotos der gegebenheiten gemacht werden, vorher und nachher. Damit zum schluss nicht gesagt werden kann, das der Schaden schon vor den Arbeiten vorhanden war.





Hallo,

zu einer einvernehmlichen Durchführung der Maßnahme unter Nachbarn gehören:
- gemeinsam unterzeichnetes Protokoll über den Zustand der Nachbarwand einschließlich der Dokumentation vorhandener Vorschäden
- Vorlage des Versicherungsscheines für die geplante
Abbruchmaßnahme
- Vorlage der Abbruchgenehmigung
- Benennung der Abbruchfirma und des verantwortlichen Bauleiters.

Sollte ein einziger Punkt nicht einfach abgehakt werden können rate ich zum Anwalt zu gehen.

Grüße vom Niederrhein



Ein ruhiges



Gespräch mit dem Nachbarn wirkt wahre Wunder.
Danach alles schriftlich.


Ruhige Grüße