Ab welcher Tiefe besteht konkretere Grundbruchgefahr?



Ab welcher Tiefe besteht konkretere Grundbruchgefahr?

a. Die abgebildete Baugrube ist ½ Gebäudelänge lang und ca. 2m tief, Von Mitte bis Ecke also ca. 13,5m, 6Fam.-Hs, Baujahr 1924, solide Ausführung, Vollziegelmauerwerk, NF, Wandstärke im EG 36cm , im Keller 44cm Streifenfundamente noch etwas dicker wie man sieht. Der Kellerfußboden innen besteht aus einer Sauberkeitsschicht aus sehr glattem Beton, Dicke ca. 6cm. Die Außenwände sind original glatt verputzt mit „Schwarzanstrich“, versehen. Der (auf dem Foto) sichtbare Fundamentsockelvorsprung ist unverputzt (vermutlich Beton).
b. Begründung der Maßnahme: In der Mitte des Gebäudes (Fußboden Kellerabgang im Treppenhaus steht ab und an Wasser bis ca. 3cm. Die Wände sind m.E. trocken. Keine Salzausblühungen. Keine abblätternde Farbe. Ausgenommen im Bereich Kellerabgang vom inneren-Treppenhaus, entlang der einbindenden Innenwand und etwas innenseitig an der Außenwand, bis ca. 20cm Höhe ab Fußboden.
Über Sinn und Zweck mag man vortrefflich streiten können, die Maßnahme ist von der WEG beschlossen und wird bereits von einem örtlichen Fachbetrieb (Bauunternehmen) durchgeführt.

c. Die Baugrube wurde im Mittel bis ca. 40cm unterhalb des Fußbodenniveau im Keller ausgehoben. Bindiger Boden, Grundwasserstand unbekannt. Der sichtbare Sockelvorsprung ist ca. 30cm tief freigelegt. An der Gebäudeecke noch etwas tiefer. Die Giebelwand ist nicht aufgegraben. Die Wand wurde mit Wasser abgespritzt und am gleichen Tag grundiert, als nächstes wird mit 1K Bitumendickbeschichtung beschichtet, in die direkt ca. 60mm dicke Styropdurplatten eingedrückt werden sollen. Ich vermute mal darauf dann Noppenbahn und mit dem Aushub verfüllen. In der Grube unten soll ein Drainagerohr verlegt werden. Dieses soll in Kiess liegen der bis ungefähr auf Höhe des sichtbaren Fundamentvorsprungs eingebracht wird. An der Gebäudeecke hinten (hinten im Bild) soll/wurde etwas tiefer geschachtet um eine Art mit Kies gefüllten Sickerschacht einzubauen in das die Drainage, die über die halbe Gebäudelängsseite geführt wird, zu (entwässern). Eine Revision (Kontroll oder Reinigungsmöglichkeit) die bis zur Erdoberfläche reicht ist nicht vorgesehen.

Ich bitte um eine knappe Meinung zu Pos.c. Ich habe große Bedenken bezüglich der Kiesauffüllung mit Drainageschlauch im Fundamentsockelbereich i.V.m. der Tiefe der Ausschachtung Die vorgesehene Beschichtung mit direktem Einlegen der Styrodurplatten scheint mir kontraproduktiv für den angestrebten Abdichtungserfolg zu sein.
Vielen Dank für einen knappen Kommentar.

Gruß
Detlef



Grundbruch



Die Gefahr eines Grundbruches hängt nicht von der Tiefe an sich ab in der geschachtet wird sondern von der Fundamentart und der Wegnahme von Mantelreibung und Auflast.
Hier sehe ich keine Probleme da der Keller in einer offenen Baugrube errichtet und wieder verfüllt wurde. Die fehlende Auflast durch die Verfüllung halte ich für vernachlässigbar. Problematischer ist der fehlende Schutz der Baugrubensohle gegen Durchfeuchtung; bei schluffigem Boden kann das zu Schäden führen.
Dann ist die Wand der Baugrube nicht gesichert, weder durch eine Berme noch durch einen Verbau, noch nicht mal eine Saumbohle ist sichtbar.



eigentlich



werden die Platten auf eine durchtrocknete 2-lagige Dickbeschichtung mit Gewebe aufgeklebt. Ich habe da meine Bedenken !



Hallo,



die Ausführung ist so wie Sie es beschreiben nicht zulässig.
Wie Sie schon richtig erkannt haben, muss die KMB erst vollständig getrocknet sein. Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich, bezugnehmend auf Ihre Bilder und Ihren Text, Schwierigkeiten damit habe etwas zu erkennen, welches mit den anerkannten Regeln der Technik zu tun hat.
Meine Empfehlung:
Suchen Sie sich einen Sachverständigen vor Ort. Eventuell über TÜV.
Meine Antwort bezieht sich zwar nicht auf Ihre Frage, Sie sollten sie trotzdem beherzigen.
MfG
Chris Heise